Seminar:
26073
Termin:
03. November 2026 09:00 Uhr
- 17:00
Uhr
Referent:
Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Sorge, Nürnberg
Teilnehmergebühr:
159,- € / 219,- € Gäste
Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 6
55118 Mainz
Schallschutz verfolgt drei wesentliche Ziele: Vertraulichkeit, Schutz vor unzumutbaren Lärmbelästigungen und Gesundheitsschutz. Neben diesen Mindestanforderungen sind besondere Nutzungsanforderungen zu beachten.
Die schalltechnischen Belange müssen von Anfang an und über alle Planungs- und Ausführungsphasen in die Gebäudeplanung integriert werden. Hierzu gehören die Festlegung der Anforderungen an den Schallschutz, die Grundrissplanung, die Auswahl der Baustoffe und der Konstruktionen, die Berechnungen und die Qualitätskontrolle während der Ausführung. Schalltechnischen Messungen werden für die Bestandssanierung und für die Qualitätssicherung bei der Abnahme von Gewerken eingesetzt.
Schallschutz (Nachbarschaftslärm und Straßenverkehrslärm) wird in mehr als 50% als störend eingestuft. Die Beschwerden sind oft die Folge von Planungs- und Ausführungsfehlern, die auf nicht ausreichende Beachtung schalltechnischer und rechtlicher Zusammenhänge zurückzuführen sind oder die entstehen, wenn die rechtzeitige Einbeziehung schalltechnischer und rechtlicher Aspekte in die Planung versäumt wird.
Ziel des Seminars ist, das Problembewusstsein zu schärfen. Es wird der bauordnungsrechtlich und der zivilrechtlich geschuldete Schallschutz, der nach allgemein anerkannten Regeln der Technik erläutert. Die Diskussion um die Anforderungen bei dem Gebäudetyp e und bezüglich der Kosten für den Schallschutz bei Hochbauten wird einbezogen. Es werden die schalltechnischen Prinzipien und Nachweismethoden für den Massivbau und den Skelettbau erklärt sowie typische Schallschutzmängel anschaulich behandelt und Planungs- und Konstruktionshinweise zur Vermeidung dieser Mängel gegeben.
Themen
- Schallschutz als integraler Teil der Gebäudeplanung
- Vertraglich geschuldeter Schallschutz und Regelwerke als Planungshilfen. Zielanforderungen unter Beachtung der aktuellen Regelwerke und Regeln für einen erhöhten Schallschutz
- Schalldämmung und Schallschutz
- Planung der Maßnahmen für Schallschutz unter Beachtung der Schalldämmung über Trennbauteile, Flanken und Nebenwege, insbesondere
- Schalldämmung im Massivbau (Wände und Decken, schwimmende Estriche und Fußbodenbeläge, Vorsatzschalen, Treppen)
- Kombination von Bauteilen in charakteristischen Einbausituationen, wie zusammengesetzte Bauteile (Wand, Tür, Glas) und leichte flankierende Bauteile (Pfosten-Riegel-Fassaden, Hohlraumboden, schwimmender Estrich, leichte Massivbauteile).
- Außenlärm und Außenbauteile, insbesondere Fenster mit schalldämmenden Verglasungen und Lüftungseinrichtungen, Wände mit Wärmedämmsystemen
Zielgruppe
- Das Seminar richtet sich an Architekt*innen, die Bauakustik als integralen Teil der Architektur verstehen und ihre Kompetenz stärken wollen.

