Elf Frauen und Männer bilden den Kammervorstand. An der Spitze stehen Präsident Joachim Rind und die beiden Vizepräsidenten Edda Kurz und Joachim Becker. Dazu kommen je ein/e Vertreter/in der vier Wahlbezirke in der Fachrichtung Architektur, der drei sogenannten „kleinen“ Fachrichtungen sowie zusätzlich mindestens ein/e Vertreter/in je Tätigkeitsart. Aktuell besteht der Vorstand aus sechs Männern und fünf Frauen.
Viel wichtiger als die Sitzordnung ist allerdings die Frage: Was macht dieser Vorstand eigentlich?
Kurz gesagt: Er gibt der Kammer eine Richtung – und vertritt sie nach außen.
Der Vorstand ist das Gesicht der Kammer
Bei den meisten Aktivitäten, mit denen die Kammer nach außen wirkt, sind Vorstandsmitglieder präsent. Sie treffen sich nicht nur etwa alle sechs Wochen zu ganztägigen Sitzungen, sondern sind immer dann gefragt, wenn die Kammer Stellung bezieht: bei politischen Gesprächen im Land, bei Kammerveranstaltungen und Veranstaltungen im Zentrum Baukultur, in Ausschüssen und Arbeitskreisen – und nicht zuletzt auf Bundesebene. Mindestens eine Vertreterin oder ein Vertreter des Vorstands ist eigentlich immer dabei.
Wer für welche Themen und Aufgaben zuständig ist, richtet sich nach dem persönlichen Erfahrungshintergrund, den Interessen und Vorlieben der einzelnen Vorstandsmitglieder – und ist immer auch ein Stück weit Verhandlungssache.
Die berufspolitischen Grundsatzentscheidungen, die von der Vertreterversammlung getroffen werden, setzt der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsstelle um. Gerade zu Beginn einer Wahlperiode geht es dabei um die großen Themen: Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden? Welche Leitlinien sollen die programmatische Arbeit bestimmen? Solche Leitlinien können über mehrere Jahre tragen – vielleicht sogar die gesamte fünfjährige Wahlperiode prägen.
Immer wieder Kurs nehmen
Trotzdem bleibt die Arbeit dynamisch. Einmal im Jahr nehmen sich die elf Vorstandsmitglieder zwei Tage Zeit für eine Klausur. Frei vom Alltagsgeschäft diskutieren sie, ob die eingeschlagene Richtung noch stimmt, was gut gelaufen ist und wo es Verbesserungsbedarf gibt. Offen, vertrauensvoll und kollegial wird Bilanz gezogen – und anschließend gemeinsam mit der Geschäftsstelle neu durchgestartet.
Auch auf Bundesebene bringen die Vorstandsmitglieder die rheinland-pfälzischen Interessen ein. In den Ausschüssen der Bundesarchitektenkammer arbeiten sie mit den Vertreterinnen und Vertretern der anderen Länderkammern zusammen.