Ziel ist ein Hallen- und Freibad, das künftig im Sommer als Kombibad betrieben wird. Dazu soll das bestehende Freibad saniert und ein Hallenbad mit vier 25-Meter-Bahnen, Lehr- und Freizeitbecken, Kleinkinderplanschbecken, Rutsche und Dampfbad sowie Umkleiden, Aufenthaltsbereichen und Gastronomie errichtet werden. Gestaltungsvorschläge lieferte nun ein nichtoffener Realisierungswettbewerb.
05. Februar 2026
Freizeitbad Saarburg

Visualisierung: Sacker Architekten, Freiburg
1. Preis

Der Siegerentwurf von Sacker Architekten mit faktorgruen Landschaftsarchitekten (beide Freiburg) besticht durch die enge räumliche Verzahnung von Hallen- und Freibad. Die zweigeschossige Haupthalle wird über einen neuen Entreeplatz im Norden erschlossen, öffnet sich nach Süden zum Freibad und wird an der Nordwest- und Südseite von einem eingeschossigen Vorbau gefasst. Dieser bildet zum Parkplatz hin einen pergolaartigen Abschluss mit überdachten Fahrradstellplätzen. Großzügige Verglasungen und fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum schaffen Orientierung und hohe Aufenthaltsqualität. Die schlichte, unaufgeregte Holzkonstruktion fügt sich zurückhaltend in die Landschaft ein. Die klare äußere Gestalt setzt sich konsequent im Inneren fort, wobei der Eingangsbereich einen zentralen Durchblick in die Badehalle ermöglicht. Der Knick in der Haupthalle mit Richtungswechsel verspricht gute Aufenthaltsqualität und einen spannungsvollen Innenraum. Insgesamt eine konsequente und durchdachte Arbeit, die – so die Jury – „nicht nur beim ersten, sondern auch beim zweiten und dritten Blick mit städtebaulicher, freiraumplanerischer, funktionaler und räumlich-gestalterischer Qualität“ überzeugt.
2. Preis

Die zweitplatzierte Arbeit von 4a Architekten (Stuttgart) mit Planstatt Senner (Überlingen) löst die städtebauliche Heterogenität zwischen der nördlichen Bebauung und dem südlich angrenzenden Naturraum mit einfachen Mitteln auf: Ein 70 cm hohes Plateau bildet die klare Zäsur zwischen beiden Bereichen und fungiert zugleich als Plattform für das kompakte Hallenbad mit zurückversetztem Nebengebäude, das den Weg zum südlich gelegenen Freibad öffnet. Erschlossen wird das Ensemble über einen Verbindungstrakt mit Kassen- und Gastronomiebereich. Darüber hinaus bietet das Plateau Raum für Außengastronomie und Liegeflächen und integriert das Kinderplanschbecken auf selbstverständliche Weise. Die Jury würdigte insbesondere die prägnante Adressbildung, die klare Orientierung und die kurzen Wege, die durch die Konzentration der Nutzungen im nordwestlichen Grundstücksbereich erreicht werden. Auch die zurückhaltende Materialwahl aus Holz, Stahl und Stahlbeton trägt maßgeblich zum ruhigen und stimmigen Gesamteindruck der Architektur bei, lobte das Preisgericht.
3. Preis

Die Arbeit von KRIEGER Architekten | Ingenieure (Velbert) mit Schröder interdisziplinäre Freiraumplanung (Essen) besticht durch eine selbstbewusste Setzung im heterogenen Stadtraum. Die identitätsstiftende polygonale Dachfaltung vermittelt das Image eines Freizeitbades auf ansprechende Weise, so die Jury. Neben dem Haupteingang ist ein separater Zugang zum Freibad vorgesehen. Beiden Eingängen ist ein Plateau vorgelagert. Die Empfangshalle bietet attraktive Sitz- und Aufenthaltsbereiche für unterschiedliche Besuchergruppen und ermöglicht Einblicke in das Badegeschehen. Die langgestreckte Badelandschaft ist klar in die Bereiche Schwimmer, Nichtschwimmer und Kleinkinder gegliedert und orientiert sich nach Süden zum Freibad. Der Übergang zwischen Innen- und Außenbereich ist gut gelöst. Die Freiraumgestaltung überzeugt durch eine abwechslungsreiche Abfolge von Aufenthalts- und Liegewiesen sowie Spielflächen.
Anerkennungen
Anerkennungen gingen an Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten + Stadtplaner (Nürnberg) mit Jetter Landschaftsarchitekten (Stuttgart), Rossmann + Partner Architekten (Karlsruhe) mit SETUP Landschaftsarchitektur (Leonberg) sowie Kauffmann Theilig & Partner Freie Architekten (Ostfildern) mit Eurich - Gula Landschaftsarchitektur (Wendlingen).





