Bereits am 15. Juni trafen sich Präsident Joachim Rind, die Sprecherin der Kammergruppe Mainz/Mainz-Bingen, Ina Seddig, und Hauptgeschäftsführerin Annette Müller mit dem seit wenigen Monaten amtierenden Landrat des Kreises Mainz-Bingen, Thomas Barth, und dem für Baufragen zuständigen ersten Beigeordneten Steffen Wolf.
Neben dem Kennenlernen standen berufspraktische Themen im Mittelpunkt, insbesondere häufig als quälend langsam beklagte Bauantragsverfahren, erste Erfahrungen mit dem Bauturbo sowie baukulturelle Themen wie die Einrichtung eines Bauherrenpreises und der mobile Gestaltungsbeirat.
Joachim Rind berichtete von gemeinsamen Gesprächs- und Austauschformaten zwischen den Bauaufsichtsbehörden und den freischaffenden Architekten in einigen Landkreisen, die zu konkreten Verbesserungen und Verfahrensbeschleunigungen geführt hätten. Ina Seddig plädierte für die Herausgabe eines Leitfadens. Zwar sei die Verordnungslage landesweit gleich, jedoch nicht die jeweilige Verwaltungspraxis. Klare Angaben, was bei der jeweiligen Behörde in welcher Weise gewünscht sei, helfe beiden Seiten.
Steffen Wolf und Landrat Barth berichteten von einer großen Unsicherheit vieler Gemeinden hinsichtlich der Anwendung des Bauturbos. Insbesondere die Schaffung von ungewollten Präzedenzfällen führe eher zu Zurückhaltung. Von einer wirksamen Beschleunigung in der Fläche könne mindestens im Landkreis Mainz-Bingen bisher nicht ausgegangen werden.
Mit großem Interesse wurden unterschiedliche Formate zur Förderung der Baukultur aufgenommen. Neben einem Bauherrenpreis wurden die Wiederbelebung eines „Kinderbusses“ zum Tag der Architektur angedacht und die Etablierung eines mobilen Gestaltungsbeirates angeregt.
