Zentral gelegen, oft energetisch und infrastrukturell gut angebunden, bieten leerstehende Gewerbe- und Industrieanlagen eine wertvolle Ressource für dringend benötigten Wohnraum. Bei der dreizehnten Auflage der Hambacher Architekturgespräche am 21. Mai, 18:00 Uhr, im Festsaal des Hambacher Schlosses in Neustadt an der Weinstraße werden beispielhafte Umnutzungsprojekte vorgestellt und Chancen wie Herausforderungen im Bereich des Denkmals diskutiert.
Neue Nutzungen in denkmalgeschützten Gebäuden zu realisieren ist anspruchsvoll, insbesondere die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Langfristige, nachhaltige Konzepte setzen auch auf Nutzungsmischungen und flexible Architekturlösungen. Zudem lohnt sich ein Blick in das Quartier, bevor die konkreten Planungen starten, um bedarfsgerechte Nutzungsangebote zu schaffen.
Marc Hübert von raumwerk.architekten aus Köln stellt den Krühbüsch-Hof auf dem BOB-Campus vor – ein Kooperationsprojekt der Stadt Wuppertal mit Mitteln der NRW-Wohnraumförderung und hohem sozialen Anspruch.
Martin Welle aus Offenburg ist Architekt der Umnutzung „Reithalle Achern“. Ein Nutzungsmix auf flexiblen Strukturen schafft Flächen für eine große Markthalle mit Café und Buchladen kombiniert mit Wohnungen im Dachgeschoss. Der Blick nach Rheinland-Pfalz führt auf das PFAFF-Areal in Kaiserslautern, wo Stefan Strobel mit seinem Architekturbüro in das „Alte Kesselhaus“ gezogen ist. Wie entwickelt sich das neue Stadtquartier, das für rund 2.000 Menschen Wohnraum bieten soll?
Ana-Lena Dörr moderierte die sich anschließende Gesprächsrunde „Denkmal-Wohnen – Umnutzung statt Verfall“: In der Diskussion: Lässt sich Altes mit Neuem retten? Welche Konzepte tragen für die Zukunft? Welche Kompromisse sind nötig und wo liegen die Grenze, um das baukulturelle Erbe für die Zukunft zu erhalten?
Die Hambacher Architekturgespräche, eine Veranstaltungsreihe der Architekten-kammer Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erber Rheinland-Pfalz (GDKE), richtet sich an alle, die sich mit dem Bauen im Denkmal und im Bestand im weitesten Sinn beschäftigen – von Fachleuten aus (Stadt-)Planung, Architektur und Denkmalpflege bis zu kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sowie privaten Investoren.
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