Rundgang: Auf der Suche nach dem verlorenen Rathaus

Mainz hatte jahrhundertelang kein Rathaus, nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil der Stadt die politische Grundlage dafür entzogen worden war. Wer verstehen will, was der Bau von Arne Jacobsen am Rheinufer wirklich bedeutet, muss weit zurückgehen. Ein Spaziergang über Architektur, Stadtgeschichte und den langen Weg zur demokratischen Selbstbestimmung.

 

Seminar:
26716

Termin:
21. Juni 2026 11:00 Uhr - 13:30 Uhr

Referent:
Helge Hußmann

Teilnehmergebühr:

kostenfrei

Veranstalter:
Kooperationsveranstaltung Kammergruppe 7 mit Heinrich-Böll-Stiftung und Die Betonisten

Veranstaltungsort:

Treffpunkt: Mainzer Marktplatz

Einst auf dem Weg zur freien Reichsstadt, verlor Mainz im Zuge der Stiftsfehde im 15. Jahrhundert seine städtischen Freiheiten und mit ihnen auch sein Rathaus. Es sollte mehr als 400 Jahre dauern, bis die Stadt ernsthaft daran dachte, sich wieder eines zu geben.

Wir verfolgen die wechselvolle Planungsgeschichte dieses Vorhabens: von den ersten Entwürfen der Gründerzeit über verschiedene Standorte und Konzepte, die allesamt scheiterten oder versandeten, bis hin zum schließlich realisierten Bau von Arne Jacobsen am Rheinufer, der derzeit aufwendig saniert wird.

Diese Abfolge von Plänen, Anläufen und Neuanfängen ist mehr als eine Architekturgeschichte. Sie spiegelt den langen demokratischen Reifungsprozess der Stadt wider. Jacobsens Bau ist deshalb kein beliebiger Verwaltungsbau der 1970er Jahre. Er ist der Schlussstein einer über 500-jährigen Suche.


Um Anmeldung wird gebeten.
 

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Fortbildungspunkte

Architektur – Innenarchitektur – Stadtplanung