08. Juli 2026

Erster Kontakt

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v.l.n.r.: AKRP-Hauptgeschäftsführerin Annette Müller, Staatssekretärin Vanessa Fischer, Bauminister Sven Teuber, Vizepräsident Joachim Becker
Foto: MKBWK

Neues Ministerium, neuer Austausch: Die Kammer traf erstmals Bauminister Sven Teuber und sein Team. Mit der Bündelung von Planen und Bauen wurde eine langjährige Forderung der Kammer umgesetzt.

Seit wenigen Wochen haben Planen und Bauen in Rheinland-Pfalz eine neue Heimat, das Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur. Am 1. Juli trafen sich Vizepräsident Joachim Becker und Hauptgeschäftsführerin Annette Müller erstmals mit Sven Teuber, dem neuen Minister, seiner Staatssekretärin Vanessa Fischer und Felix Edlich, dem Leiter der Bauabteilung, die in Gänze aus dem Finanz- ins Bauministerium gewechselt ist. Mit diesem neuen Zuschnitt wurde eine der langjährigen Forderungen der Kammern umgesetzt.

Minister Teuber skizzierte zunächst seine Vision für ein Haus, in dem die kommunale Zuständigkeit mit der für Bauen und Wohnen sowie der für Kultur Synergien heben solle, um die bekannten Aufgaben besser anzugehen: bezahlbares Wohnen in den Ballungsräumen und Stärkung des ländlichen Raums. Teuber fasste halb scherzhaft sein Zuständigkeitsspektrum mit „Heimatministerium“ zusammen: Neben der Befriedigung des Grundbedürfnisses Wohnen sieht er die baukulturelle Dimension von Städten und Gemeinden als wichtigen Faktor für Lebenszufriedenheit. Mit Blick auf das öffentliche Bauen betonte er den Wert der Phase Null, um Bauen früh Bedarfe zu schärfen und mögliche Konfliktfelder zu erkennen. 

Große Einigkeit herrschte beim Thema „einfaches Bauen“. Neben der Revision bestehender Regelungen steht die Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. Joachim Becker regte eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Ministeriums, der Mittelbehörden und der Architektenschaft an, um Doppelstrukturen und Mehrfachprüfungen sowie überflüssige Regelungen zu identifizieren und versuchsweise auszusetzen. Ziele sollen die Beschleunigung und Vereinfachung von Verfahren und damit eine Kostensenkung für alle Beteiligten sein.

Mit sehr viel Interesse nahmen Teuber und Fischer die Gründung der ARKO, der Architektur Kooperative, die eine Woche zuvor in Wiesbaden stattgefunden hatte, auf. Dem Gedanken einer selbstverwalteten, geschützten Datenhaltung im genossenschaftlichen Modell maßen sie mit Blick auf KI und BIM-Bauanträge ein großes Potential zu.

Sven Teuber wird beim diesjährigen Politischen Sommerfest der Kammer am 12. August neben Präsident Joachim Rind und der Vizepräsidentin des Landtages, Jacqueline Rauschkolb, sprechen.