Mainz: Der Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Joachim Rind, fordert Tempo bei der Umsetzung von Investitionen im Rahmen des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Dem rund 5,45 Mrd. Euro*) schweren Investitionspaket alleine für Rheinland-Pfalz kommt aus Kammersicht zentrale Bedeutung zu. Der Jahresempfang der Wirtschaft am 2. Februar 2026 in der Mainzer Rheingoldhalle mit rund 3.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung bot eine ideale Platt-form, drängende Forderungen des Berufsstandes zu platzieren.
Die Praxis zeige, dass „gute Vorbereitung und Bau-Teams mit allen Beteiligten zu Beschleunigung und höherer Qualität führen“ ist Architekt Rind überzeugt. Dafür bedürfe es der Planung, Koordination und einer breitgefächerten Steue-rung der Bauprojekte durch die Architektenschaft.
Ein stetiger Zuwachs von Prüfungen und Nachweisen in ohnehin stark regulierten Verfahren verzögert die Umsetzung dringend benötigter kommunaler Maßnahmen. In Rheinland-Pfalz bewegt sich derzeit jedoch vieles zum Besseren: Der Landesgesetzgeber hat im November die Landesbauordnung geändert, um das Bauen zu vereinfachen. Das ermögliche beiden Seiten – Planenden und zuständigen Behörden – mehr Verantwortung zu übernehmen und Ermessensspielräume zu nutzen, erläutert Rind weiter. „Wir brauchen Politik und intensiven Austausch!“ ist der Appell des Kammerpräsidenten, der für rund 6.000 Architektinnen und Architekten in Rheinland-Pfalz spricht.
Gerne vermitteln wir Interviewpartner oder stellen weiteres Bildmaterial vom Jahresempfang oder ein Portraitfoto von Joachim Rind auf Anfrage zur Verfügung.
*) Rund 4,85 Mrd. Euro stehen Rheinland-Pfalz zu, die durch Landesmittel aufgestockt werden.
Fotos Jahresempfang: Kristina Schäfer, Mainz
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