Sparkassen-Immobliencenter in Simmern

Baujahr Fertigstellung: 2013
Enturfsverfasser:
Architekten Wendling, Kastellaun, Architekt Mathias Wendling
Mitarbeiter:
Architekt Jörg Ristau, Architektin Alexandra Klippel, Architektin Vera Schmidt, Frank Schneider
Fachplaner:
Statik Ingenieurbüro ibs, Simmern, Hans-Herrmann Schnieders, Technische Gebäudeausrüstung Ingenieurgesellshcaft Hartmann mbH, Bell, Jens & Stefan Hartmann Energiedesign TSB Bingen, Kerstin Kriebs, Joachim Walter
Bauherrin:
Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Simmern


Landkreis definiert Wertewandel

Immobilien repräsentieren Werte - nicht nur im materiellen, sondern auch im ideellen Sinn. Wer Gebäude erstellt oder betreibt, kann zum Beispiel damit zeigen, wie er zu den Themen Umweltschutz und Energiewende steht. Aktives Mitwirken an der Energiewende hat der Kreistag des Rhein-Hunsrück-Kreises als politisches Ziel definiert. Für die Kreissparkasse ein Grund mehr, ihr neues Immobiliencenter in der Kreisstadt Simmern zum Vorzeigeobjekt zu machen. Der Neubau schließt sich an die bestehende Sparkassenfiliale aus dem Jahr 1983 an. Er bildet das Ende einer Häuserzeile, die auf den Bahnhof zuläuft und von drei Seiten einsehbar ist. Dem exponierten Standort trägt die markante Gestaltung der Fassade Rechnung- Durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien: Putz, Glas und vorbewittertes Zink. Wichtig für die Energiebilanz ist ihre Funktion als dichte, hochgedämmte Gebäudehülle, die die Maßgaben des Passivhausstandards übertrifft.

Zukunftsweisende Gebäudetechnik und Respekt vor individuellen Wünschen

Bei der Planung des Gebäudes war sich der Vorstand der Sparkasse der weitverbreiteten Vorurteile gegen Passivhaus-Aspekte bewusst. "Man darf keine Fenster öffnen", lautet eins der Missverständnisse. Damit sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht entmündigt fühlen, haben sie in dem Neubau trotz der hochkomplexen Gebäudeautomation die Möglichkeit, etwa die Raumtemperatur individuell einzustellen. andererseits darf das ausgeklügelte Energiemanagement nicht durch gewohnheitsmäßiges, aber überflüssiges Eingreifen ausgehebelt werden. Die Lösung: Fenster lassen sich öffnen, schalten aber dabei automatisch die Heizung/Kühlung aus, damit nicht "aus dem Fenster raus" geheizt oder - bei hohen Außentemperaturen - gekühlt wird.
Katrin Vetters

  • Jahres-Primärenergiebedarf 37,4 kWh/(m2a)
  • Unterschreitung 62,45 %
  • Transmissionswärmeverlust 0,3 htW/(m2k)
  • CO2-Emissionen 4,36 kg/(m2a)