Neubau Institut für Anthropologie mit Kurssaal in Mainz

Auszeichnung im Rahmen des Architekturpreises Energie 2013

Baujahr Fertigstellung: 2013
Entwurfsverfasser: Landesbetrieb LBB, Landau, Architekt Thomas Seyler
Architekten: Bernhardt + Partner, Darmstadt, Architekt Manfred Bernhardt, Architekt Martin Skaliks, Architekt Andreas Hammer
Mitarbeiter: Lydia Kötz, Peer Fricke, Dominik Molzahn, Zhaoqian Niu-Schmidt
Adler & Olesch Landschaftsarchitekten: BDLA , Mainz, Landschaftsarchitekt Stefan Bitter
Fachplaner: Energieplaner Werner Sobek Frankfurt GmbH & Co. KG, GreenTech, Frankfurt am Main
Tragwerksplaner Werner Sobek Frankfurt GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main
Haustechnikplaner HSKL Adam Niedermayer Ingenieur GmbH, Ludwigshafen am Rhein
Bauherr: Landesbetrieb LBB, Mainz


Gutes Klima für international anerkannte Forschung

"Für Gewebe und andere biologische Präparate werden am Institut für Anthropologie grundsätzlich optimale klimatische Bedingungen geschaffen. Ob in Tiefkühl- oder Brutschränken, für die wissenschaftlich wertvollen Laborproben herrschen die jeweils idealen Temperaturen. Im Neubau des Instituts finden nun auch Beschäftigte und Studierende ein artgerechtes Raumklima vor. Das Gebäude wurde nach Passivhausstandard errichtet und umfasst Lehr- und Forschungsräume, Büros, Labore und einen Mikroskopiersaal mit 120 Plätzen."

"(...) Der 2013 fertig gestellte Bau beherbergt neben den regulären Labors ein bundesweit einzigartiges DNA Spurenlabor, in dem der Eintrag zeitgenössischer menschlicher DNA verhindert werden muss. Trotz der Größe, trotz der hohen Anforderungen an Sicherheit, mikrobiologische Hygiene und Technik ist mit dem Institut ein im architektonischen Detail überzeugend strukturiertes und konsequent in Material und Farbe umgesetztes Bauwerk entstanden. Eingangsdetails, Sonnenschutzelemente, die Fassadengliederung und die Fassadenbekleidungen sind Grundlagen des harmonischen Ganzen. Ausblicke und Einblicke erweitern die funktionale Grundlage. Im Inneren dominiert Weiß, um trotz des durch das Energiekonzept mit 40 Prozent vorgegebenen Fensterglasflächenanteils ein helles und freundliches Ambiente zu schaffen. Die ergänzende Leitfarbe eines bräunlichen Rottons ist nicht nur warmer Gegenpol zum Weiß, sondern erinnert als Erdton an die mit der Erde verbundene Arbeit der Anthropologen und Paläoanthropologen. (...) Das Gestaltungsthema ,Bänderung' bezieht sich auf die historische Gestaltung der botanischen Gärten auf dem Gelände. Die klug platzierte Kunst als Abschluss der Freifläche rundet die Komposition ab. Das Institutsgebäude unterschreitet die EnEV 2009 um rund 40 Prozent. Dazu tragen (...) ein optimiertes Verhältnis von Volumen und Hüllfläche, (...) die Anbindung an ein Blockheizkraftwerk, Dämmstärken bis zu 50 Zentimeter (...), hochwirksame Kühldecken (...) und hochwirksame Wärmetauscher (...), die Energieverluste auch bei hohen und höchsten Luftwechselraten begrenzen, bei. All dies macht das Institut zu einem Vorreiter für den ,Net Zero Energy Building'-Standard des Jahres 2021."
Aus der Jurybewertung

  • Jahres-Primärenergiebedarf 93,7 kWh/(m2a)
  • Unterschreitung 39,82 %
  • CO2-Emissionen 32,3 kg/(m2a)