Mosellum Erlebniswelt Fischpass in Koblenz

Baujahr Fertigstellung: 2011
Entwurfsverfasser: von Canal Architekten, Koblenz
Architekt:
Alexander von Canal
Mitarbeiter: Architekt Björn Gossa, Architektin Katrin Kettenhofen
Fachplaner:
Statik:Ingenieurbüro Kraus, Koblenz, Hans-Jürgen Kraus
Heizung-, Lüftung-, Sanitärplanung Spahl GmbH, Koblenz, Thomas Spahl
Elektro- und Beleuchtungsplanung Kirstfeld Ingenieurbüro GmbH, Maisborn Thilo Kirstfeld
Wasserbau + Umwelt Ing.-Büro Dr.-Ing. Rolf-Jürgen Gebler, Walzbachtal, Helmut Schmid
Bauherr: Land Rheinland-Pfalz Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten
Regionalstelle Wasserwirtschaft Koblenz der SGD Nord, Koblenz


Wiedergutmachung für Eingriffe in die Fluss-Ökologie

Menschliche Eingriffe in natürliche Gefüge können sich rächen. Die Mosel wurde ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit insgesamt 28 Staustufen für die Großschifffahrt ausgebaut. Das aber erschwerte für viele Fischarten das Wandern zu ihren Laichgewässern und zurück. Die damals angelegten Fischtreppen konnten dieses Problem nur unzureichend lösen. In der "Mosellum-Erlebniswelt Fischpass" sind die komplexen Zusammenhänge von Ökologie, Schifffahrt und Wasser- und Energiewirtschaft in einer umweltpädagogischen Ausstellung präsentiert. So dient das "Mosellum" nicht nur der Erfolgskontrolle des neuen Fischpasses, sondern zugleich der Öffentlichkeitsarbeit.

Eine Treppe für Fische, ein Erlebnisraum für Menschen

Der Standort des Bauwerks an der Koblenzer Moselstaustufe ergibt sich durch die Anbindung des Besuchergebäudes an den neuen Fischpass. Der Baukörper aus Sichtbeton wurde großflächig mit glänzenden Edelstahlschuppen belegt, die an Fischhaut erinnern. Das Dach ahmt die Form sanfter Wellen nach. Im Untergeschoss können Besucherinnen und Besucher durch drei Fenster direkt in die Fischpassanlage hineinschauen. Das Gebäude wurde nach der "Richtlinie energieeffizientes Bauen und Sanieren" des Landes Rheinland-Pfalz errichtet und unterschreitet die EnEV 2009 (Nichtwohngebäude)

  • Jahres-Primärenergiebedarf 83,53 kWh/(m2a)
  • Unterschreitung 71,53 %
  • Transmissionswärmeverlust 0,29 HTW/(m2K)
  • Unterschreitung 51,1 %
  • CO2-Emissionen 19,8 kg/(m2a)