08. Juli 2021

„fast wie früher“

Beim Tag der Architektur waren in 42 Projekten wieder persönliche Kontakte möglich.

Vier Wochen vor dem architektouren-Wochenende konnte aufgrund der positiven Entwicklung der Inzidenzen das hybride Programm in Angriff genommen werden. Final öffneten im 81 Projekte starken Programm 42. Mit an die 100 Einzelterminen luden die teilnehmenden Büros mit ihren Bauherrinnen und Bauherren in 28 Städten und Gemeinden, mit oder ohne Anmeldung ein, aktuelles Bauen zu (er)leben. Wie schon im Vorjahr boten virtuelle „Hausbesuche“ eine attraktive digitale Alternative. 45 professionell produzierte Videoclips waren bis 11. Juli auf der Homepage der Architektenkammer Rheinland-Pfalz online.

Insgesamt waren die Besucherzahlen sehr unterschiedlich, von Null auf 100 im wahrsten Sinne des Wortes. Vergleichbar zu den Vorjahren waren die Statistiken natürlich nicht. Die Öffnungszeiten waren deutlich kürzer und bei vielen Projekten hemmten die Konditionen. In den Rückmeldungen der Architekturbüros sagten erfreulicherweise alle, unabhängig von der Resonanz, dass sie sich eine erneute Teilnahme am Tag der Architektur grundsätzlich vorstellen könnten. Durch die kleinen Gruppen und die vorherige Anmeldung seien die Führungen konzentrierter und die Besucher interessierter gewesen, stellte Architekt Andreas Schwickert fest. „Es wurde von den Besuchern sehr begrüßt, dass man die Architektur im Rahmen einer Vor-Ort-Besichtigung erleben kann“, resümierten Thomas Hein und Monika Pawelke, die in Trier mit gleich zwei Projekten dabei waren. Sie verzeichneten jeweils 50 und 70 Besucher an einem Tag. In der Weinbar Meier in Weyer in der Pfalz sorgte die Kombination mit einer Verkostung der Jahrgangsweine für einen Ansturm von 120 Besuchern am Samstag und 390 am Sonntag. Damit stand auch der Publikumsliebling für 2021 fest (Architekt Sebastian Metz, IDEENREICH Architektur, Insheim).

Gerlinde Wolf, Sprecherin der Kammergruppe Bad Kreuznach, besuchte in ihrer Region auch die Vinothek anette closheim in Langenlonsheim. Innenarchitektin Beate Lemmer aus Mainz hatte mit Mitarbeiterinnen einen „Design-Pavillion“ aufgebaut. Hier konnten die Besucher mit verschiedenen Muster-Materialien einen Gestaltungsvorschlag für einen Wohnraum zum Thema Farbe und Material im harmonischen Zusammenspiel machen. Der erste Preis war eine schiebbare Gartenbank, berichtete Wolf begeistert.

Nach der langen Lockdownphase konnte den Medien besonders für das öffentliche Besucherprogramm begeistert werden. Nahezu alle Projekte fanden sich in der Presse wieder. Alleine drei der vier großen Tageszeitungen in Rheinland-Pfalz berichteten in einigen Ausgaben mit seitengroßen Beiträgen. Unterstützt wurde die Pressearbeit durch Anzeigen- und Onlinewerbung. Das SWR-Fernsehen drehte einen Beitrag zum Tag der Architektur am Beispiel der beiden Kaiserslauterner Projekte „Haus Aspenkopf“, ein eingeschossiges Bürogebäude für die Abfallwirtschaft von Gräf Architekten, und dem Wohnhaus für eine Familie „In der Stadt am Wald“ von architektur.krick, der in der Landesschau am Samstag, 26. Juni, gesendet wurde (in der SWR-Mediathek).

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