17. Juli 2020

Neue Perspektiven

Presseberichte von Tageszeitungen und Magazinen auf einem Arbeitsplatz.
Presse zum virtuellen Tag der Architektur 2020.
Foto: Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Rückblick auf den ersten virtuellen Tag der Architektur 2020: Gerade im 25. Jubiläumsjahr traf die Coronapandemie auch den Tag der Architektur. Die Mehrheit der Vorstände der Länderkammern entschieden sich aufgrund der Maßnahmen der Bundesregierung im März des Jahres für ein virtuelles Format.

In kürzester Zeit mussten neue Konzepte entwickelt und realisiert werden, die für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie auch für die Besucher einen angemessenen Ersatz schafften. Von 33 der 58 ausgewählten Projekte in Rheinland-Pfalz entstanden Architekturvideos mit einer kurzweiligen Laufzeit von rund 90 Sekunden, die ab dem architektouren-Wochenende zwei Wochen auf der Homepage der Kammer abrufbar waren.

Auch wenn die Videoclips, die zu einem Drittel in Eigenregie entstanden, die persönliche Begegnung zwischen Architektenschaft, Bauherren und Gästen selbstverständlich nicht ersetzen konnten, boten sie etwa durch den Einsatz von Drohnen ganz ungewohnte, zum Teil spektakuläre Blickwinkel. Viele freuten sich auch über die Möglichkeit mehr Projekte als zuvor kennenzulernen und vor allem – über die eigene Region hinaus.

Die Architektenkammer und die teilnehmenden vorbildlichen Bauprojekte haben für die Onlineumsetzung nicht gekleckert, sondern geklotzt.
Claus Ambrosius, Rhein-Zeitung

„Architekturtag geht online“ titelte die Rhein-Hunsrück-Zeitung, „Die Architektenkammer und die teilnehmenden vorbildlichen Bauprojekte haben für die Onlineumsetzung nicht gekleckert, sondern geklotzt“, lobte Journalist Claus Ambrosius im Kulturressort. Weiter führte er aus, dass in diesem Jahr Wegstrecken keine Rolle spielten. So habe die Kammer den Blick über die eigene Region hinaus so einfach wie nie gemacht, bemerkte Ambrosius.

Aber auch das Motto „Ressource Architektur“ weckte das Interesse der Medien. Der SWR2 Hörfunk berichtete im „Journal am Mittag“ am Samstag, dem 27. Juni über das Baukulturevent deshalb am Beispiel der Feuerwehr im rheinhessischen Bechtheim. Eine denkmalgeschützte ehemalige Winzerhalle, die zuvor Jahre leer gestanden hatte, wurde für die neue Nutzung saniert und umgebaut. Die Vorgaben des Denkmalschutzes setzte Architekt Harms Geissler durch ein „Haus im Haus-Konzept“ um. Neben einer Senkung der Kosten um etwa dreißig Prozent im Vergleich zum Neubau stärkt die Feuerwehr im identitätsstiftenden Bauwerk heute den Ortskern.

Aber auch das Motto „Ressource Architektur“ weckte das Interesse der Medien.

In der Rückschau zum virtuellen Tag der Architektur verbuchen wir wertvolle neue Erfahrungen in der digitalen Architekturvermittlung. Die individuellen, unterhaltsamen und ästhetischen Clips bestärken uns und die teilnehmenden Büros, Videos auch künftig stärker in die Öffentlichkeitsarbeit einzubeziehen.

Die kurzfristige Umsetzung wäre nicht möglich gewesen ohne die professionelle Unterstützung von Katrin Wolf, Finn Hansen, Martin Lichtl und Markus Schäfer, denen wir darüber hinaus eine „Schnellfortbildung“ zum Thema Video verdanken. Der größte Dank aber geht an architektouren-Büros dieses Jahres für ihr spontanes Engagement, die große Kreativität und die Offenheit für neue Wege.