Brandschutz und Bestandsschutz - Anforderungen des vorbeugenden Brandschutzes bei baulichen Änderungen oder Nutzungsänderungen

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Besonders anspruchsvoll ist die Bestimmung des richtigen Umfangs von Brandschutzmaßnahmen, wenn Gebäude umgebaut, angebaut, aufgestockt oder in ihrer Nutzung geändert werden. Dabei spielt der baurechtliche Bestandsschutz eine wichtige Rolle. Für Gebäude bzw. Gebäudeteile, die bestandsgeschützt sind, gelten nämlich deutlich geringere Brandschutzanforderungen im Vergleich zu neuen Gebäuden. Darüber hinaus spielt beim Bauen im Bestand die Kompensation von Defiziten der Brandschutzqualitäten relevanter Bauteile wie Wände und Decken eine bedeutende Rolle. Die Veranstaltung zeigt die baurechtlichen Grundlagen auf und verdeutlicht mögliche Lösungsansätze an zahlreichen Beispielen.

Seminar:
21070

Termin:
04. November 2021 09:00 Uhr - 17:00 Uhr

Referent:
Dipl.-Ing. Manfred Busch, Baudirektor, Landau

Teilnehmergebühr:

150,- € / 185,- € Gäste

Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Hindenburgplatz 6

55118 Mainz


Dem vorbeugenden baulichen Brandschutz kommt eine stetig wachsende Bedeutung zu. Für den Regelungshorizont der Landesbauordnung – dem Wohnungsbau oder vergleichbaren Nutzungen – liegt ein abschließendes Anforderungsprofil vor. Bei Sonderbauten ist die Lage komplexer. Hier bedarf es häufig eines individuellen Brandschutzkonzeptes. Dafür können Sonderbauverordnungen - wie die Versammlungs- oder Verkaufsstätten-Verordnung - Orientierungshilfe geben; teilweise bedarf es jedoch eines spezifischen, alleine an den Schutzzielen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes orientierten Konzeptes.

Besonders anspruchsvoll ist die Bestimmung des richtigen Umfangs von Brandschutzmaßnahmen jedoch, wenn Gebäude umgebaut, angebaut, aufgestockt oder in ihrer Nutzung geändert werden. Dabei spielt der baurechtliche Bestandsschutz eine wichtige Rolle. Für Gebäude bzw. Gebäudeteile, die bestandsgeschützt sind, gelten nämlich deutlich geringere Brandschutzanforderungen im Vergleich zu neuen Gebäuden. Darüber hinaus spielt beim Bauen im Bestand die Kompensation von Defiziten der Brandschutzqualitäten relevanter Bauteile wie Wände und Decken eine bedeutende Rolle.

Ziel des Seminars ist es, Ihnen mehr Sicherheit in der brandschutztechnischen und brandschutzrechtlichen Bewertung von Gebäuden zu geben. Dazu gehört auch das Wissen um die Möglichkeiten einer Kompensation von baulichen Defiziten durch unterschiedliche bauliche, technische und organisatorische Brandschutzmaßnahmen.

Thematisiert werden Gebäude, die dem Regelungshorizont der LBauO unterliegen, insbesondere aber auch Sonderbauten. Eine bessere Kenntnis der brandschutzbezogenen Zusammenhänge verschafft Ihnen mehr Kompetenz in der Diskussion mit der Bauaufsichtsbehörde und auch mehr Spielräume, um gleichzeitig rechtssichere und wirtschaftliche Lösungen zu finden.


Das Seminar beschäftigt sich somit insbesondere mit den Themen:

  • Risiken durch Brandereignisse – wie denkt der Brandschutz?
  • Baurechtlicher Bestandsschutz - Entstehung, Bedeutung und Erlöschen
  • Die brandschutztechnische und brandschutzrechtliche Bewertung
  • Nachträgliche Brandschutzanforderungen - Kompensation von Brandschutzmängeln
  • Beispiele für bestandsorientiertem Brandschutz in Wohngebäuden, Bürogebäuden, Kindertagesstätten, Schulen, Altenpflegeheime sowie Versammlungs- und Verkaufsstätten

Die einzelnen Aspekte werden in der Veranstaltung anhand praktischer Beispiele erläutert.

Sie können auch eigene aktuelle Projekte betreffende Fragestellungen ansprechen; dies ist besonders gut möglich, wenn Sie uns rechtzeitig entsprechende digitale Unterlagen zukommen lassen.

 

Zur Information:
Mit der Anmeldung zu diesem Seminar erklären Sie sich bereit, dass wir Ihre Teilnehmerdaten elektronisch weiterverarbeiten. Anders kann eine Teilnahme an dem Seminar leider nicht gewährleistet werden. Hier können Sie unseren Hinweis zur Datenverarbeitung gem. § 13 DS GVO einsehen: MEHR

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Architektur – Innenarchitektur