Interdisziplinäre Schnittstellenprobleme erkennen und vermeiden

Eigenverantwortlich umzusetzende oder über das Büro zu planende Gebäude warten in der Phase der Projektbearbeitung und der Objektüberwachung mit so manchen Tücken und Fallstricken auf. Stress und Mehrkosten können umgangen bzw. im Ansatz vermieden werden. Im Seminar werden anhand von Praxisbeispielen die hier wirkenden Problemkreise vorgestellt und erläutert. Am Ende stehen das Bewusstsein und der Blick für die Vermeidung von planerischen und technischen Kollisionspunkten, denn die Projekt- und Bauleitung hat viel mit "antizipieren" möglicher Unklarheiten und Auseinandersetzungen zu tun.

Seminar:
18007

Termin:
02. März 2018 10:00 Uhr - 17:30 Uhr

Referent:
Andreas Hammer, Architekt, Dipl.- Ing. RIBA, Mainz

Teilnehmergebühr:
180,- / 215,- Gäste

Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 6
55118 Mainz

Ort:
Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz
Rheinstraße 55
55116 Mainz
Anfahrt

Eigenverantwortlich umzusetzende oder über das Büro zu planende Gebäude, warten in der Phase der Projektbearbeitung und der Objektüberwachung, mit so manchen Tücken und Fallstricken auf. Diese von Vorneherein zu umgehen bzw. im Ansatz bereits zu vermeiden, ist das vorrangige Ziel dieses Seminars. Anhand von realitätsnahen Praxisbeispielen werden thematische Blöcke vorgestellt und erklärt.


A. Schnittstellen während der Entwurfsplanung festlegen:
1.) Was sind Schnittstellen? Wo treten sie auf?  Was steckt hinter den Schnittstellen?
2.) Schnittstellenliste erstellen und mitführen – Aufbau einer Liste, Check, Kontrolle und Ergänzung
3.) Entwurfsthematisch relevante Schnittstellen

B. Problematische Schnittstellen in der Ausführungsphase:
Die Kunst des „Fügens“

C. Schnittstellen der Gewerke auf der Baustelle:
Die Baustelle und ihre spezifischen Eigenheiten
1. Gewerke- Abhängigkeiten
2. Wetter- Abhängigkeiten
3. Grundstück/Boden – Abhängigkeiten
4. Einzelinteressen- Abhängigkeiten

D. Besonderheiten bei Großprojekten:
1. Anzahl der Beteiligten – größere zeitliche Ausmaße
2. „kleine Fehler“ haben große Auswirkungen
3. wachsende Mitarbeiterstruktur – steigende Schnittstellenprobleme – höhere Fehleranfälligkeit
4. Ausfall eines Gliedes im Prozess (Fachplaner, Firma, etc.) führt zu enormen Abweichungen vom Geplanten

Fazit:    Am Ende des Seminars stehen die Reifung des Bewusstseins und die Schärfung des eigenen Blicks für die Vermeidung von planerischen und technischen Problempunkten, denn im Wesentlichen hat Projekt- und Bauleitung viel mit „antizipieren“ von möglichen Unklarheiten und Problemen zu tun. Das „Vorausahnen“ wo etwas in Schieflage geraten könnte, wo Themen zu komplex und zu undurchdringlich werden und die Folgerung von logischen Konsequenzen, um diesen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, ist erklärtes Ziel dieses Seminars. Denn: Schwierigkeiten und Herausforderungen gibt es auch so noch genug!


8 Unterrichtsstunden