Das Heft in die Hand nehmen - Besprechungsführung praktisch erproben

Der Verlauf einer Besprechung hängt von vielen Faktoren ab, die der Besprechungsleiter zunächst nicht unmittelbar beeinflussen kann: Das Konfliktpotential der Themen, beeinträchtigte Kooperationsbereitschaft der Teilnehmer, tatsächliche oder vorgeschobene Meinungsunterschiede, offene oder versteckte Machtkämpfe und vieles mehr. In diesem Workshop steht nicht die theoretische Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern die praktische Erprobung konkreter Besprechungssituationen mit konstruktivem Feedback.

Seminar:
1752W

Termin:
04. Dezember 2017 10:00 Uhr - 17:30 Uhr

Referent:
Dipl.-Ing. Lothar E. Keck, Architekt, Köln

Teilnehmergebühr:
180,- € / 215,- € Gäste

Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 6
55118 Mainz

Ort:
Erbacher Hof Mainz
Grebenstrasse 24-26
55116 Mainz
Anfahrt

Besprechungen sind aus dem Büroalltag nicht wegzudenken. Obwohl sie eine wichtige Funktion zum Informationsaustausch, zur Verhandlungsführung, Entscheidungsfindung und zur Koordination verschiedener Bereiche erfüllen, ist häufig Kritik zu hören: Zu viele Besprechungen, zu hoch der zeitlich-personelle Aufwand, zu mager die Ergebnisse, zu viel Selbstdarstellung, zu wenig Inhalte und zu lasch die Besprechungsleitung.
Der Verlauf einer Besprechung hängt von vielen, miteinander verwobenen Faktoren ab, die der Besprechungsleiter zunächst nicht unmittelbar beeinflussen kann: Das Konfliktpotential der Themen, versteckte Interessenskonflikte, beeinträchtigte Kooperationsbereitschaft der Teilnehmer, tatsächliche oder vorgeschobene Meinungsunterschiede in der Sache, offene oder versteckte Machtkämpfe, Sympathien oder Antipathien unter den Beteiligten, Konsequenzen der getroffenen Entscheidungen für den Einzelnen und vieles mehr. In vielen Fällen kommt hinzu, dass die Teilnehmer aus verschiedenen Organisationen kommen und dadurch nicht dem Druck einer hierarchischen Struktur unterliegen.
Der Erfolg des Besprechungsleiters hängt nicht von seiner hierarchischen Position und seiner tatsächlichen Macht ab. Ausschlag geben eher natürliche Autorität, Souveränität im Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Konflikten sowie flexible Reaktion auf unvorhergesehene Wendungen und klare, angemessene Interventionen bei Störungen. Neben einer klaren Zielsetzung und -fokussierung sind Körpersprache und eine der Situation angepasste Stimme wesentliche Einflussfaktoren des Durchsetzungsvermögens.
Nach einer kurzen Einführung in das Thema durch den Referenten wählen die Teilnehmer eine beliebige Besprechungssituation nach eigener Vorstellung oder aus zur Verfügung stehenden Vorschlägen, definieren ihre eigene Position und die der Besprechungsteilnehmer und legen das Ziel der Besprechung fest. Gegenpositionen aus dem Kreis der Teilnehmer und realitätsnahe Störungen in den Ablauf sorgen dafür, dass die intuitive Reaktion des Besprechungsleiters gefordert ist. Anschließend findet eine gemeinsame Auswertung statt, in der eine bewusste Aufarbeitung der entstandenen Situation erfolgt. Dabei werden Erfolge gewürdigt und aufgetretene Probleme analysiert. Zielführende Verhaltensweisen werden damit verstärkt und das Bewusstsein für weniger geeignete Interventionen geweckt.

Lernziele

  • Lernen durch direkte Erfahrung
  • Besprechungsziele klar definieren und den Fokus beibehaltenGesprächsführung auch in kritischen Situationen in der Hand behalten
  • Bewusster Einsatz von Körpersprache und Stimme
  • Wie erzeuge und halte ich Besprechungsdisziplin?
  • Umgang mit Interessenskonflikten, Störungen, Streit, Verweigerung, Lagerbildung
  • Reaktionen bei persönlichen Angriffen und Unterminierung der Autorität
  • Was kann ich tun, wenn das Besprechungsziel nicht erreicht wird?

In der einstündigen Mittagspause besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen. (Das Mittagessen ist in der Seminargebühr enthalten.)

8 Unterrichtsstunden