BBS I + III Ersatzneubau in Mainz

Baujahr Fertigstellung: 2011
Entwurfsverfasser: pbr Rohling AG, Frankfurt am Main
Architekt: Joachim Deck
Mitarbeiter:
Architekt Ekkehard Vollmer, Architekt Wolfgang Ostertag, Architekt Matthias Mahlau
Fachplaner: Heizung-, Lüftung-, Sanitärplanung: Ing.-Büro Kläs, Klein-Winternheim, Helmut Kläs, Karl-Friedrich Maul
Bauphysik ITA - Ingenieurgesellschaft für technische Akustik mbH, Wiesbaden Reinhold Poggenwisch
Elektroplanung AH Ingenieurgesellschaft für Elektrotechnik, Klein-Winternheim Frank Müller
Statik IBC Ingenieurbau-Consult GmbH, Mainz Hubert Klein
Brandschutz IBB Ingenieurgesellschaft für Beratung im Bauwesen, Mainz Dr. Dirk Lorenz
Baugrunduntersuchung: Baugrundinstitut Dr. Ing. Westhaus GmbH, Mainz
Bauherrin: Stadt Mainz


Ein Neubau bringt Raum für das große Sanieren

Das größte Berufsschulzentrum in Rheinland-Pfalz ist in die Jahre gekommen. Der Gebäudekomplex aus den 70ern auf dem Mainzer Hartenberg muss umfassend saniert werden. Für die auf zehn Jahre veranschlagte Bauzeit, von 2009 bis 2019, war daher ein Ausweichquartier zu schaffen. Die Kostengegenüberstellung ergab, dass ein für die dauerhafte Nutzung erstellter Neubau wirtschaftlicher sei, als übergangsweise Container aufzustellen. So wurde das Schulzentrum BBS I - III um ein modernes, äußerlich an die Bestandsbebauung angepasstes Unterrichtsgebäude, eine Sporthalle und eine Cafeteria erweitert. Das Unterrichtsgebäude umfasst neben klassischen Schulräumen auch die Büros der Verwaltung der BBS III sowie Fachräume für EDV, Chemie und visuelles Marketing. "Das Gebäude ist funktionell, kein Luxus", betont der Schulleiter, Gerhard Reuther.

Äußerlich unauffällig, im Kern zukunftsweisend

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der fünfstöckige Baukörper in Aufteilung und Erschließung wenig von den Bestandsbauten. Zweihüftig organisiert, mit Mittelflur, die hellen großzügigen Treppenhäuser in Sichtbeton ausgeführt, entspricht es den Notwendigkeiten einer Bildungseinrichtung für 3.600 Schülerinnen und Schüler. Zu den "verborgenen Werten" gehört zu allererst der vorbildliche energetische Standard, der durch konsequentes Vermeiden von Wärmebrücken sowie durch Dämmung und Wärmerückgewinnung erreicht wird. Als weitere Vorteile nennt der Schulleiter das Sicherheitskonzept, zu dem ein Farbleitkonzept gehört, das Evakuierungsmaßnahmen erleichtert. Auch zeitgemäße und ausbaubare Vorrichtungen für ED V und Medien wurden von vornherein eingeplant.

  • Jahres-Primärenergiebedarf 53 kWh/(m2a)
  • Unterschreitung 36,14 %
  • CO2-Emissionen 33 kg/(m2a)