Zahlen & Fakten

Kurzporträt

Die Förderung der Baukultur, des Bauwesens, der Landschaftspflege und der städtebaulichen Entwicklung gehören zum gesetzlichen Auftrag der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Die Architektenkammer wurde 1950 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet, ihr gehören alle Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner des Landes an, unabhängig davon, ob sie ihren Beruf freischaffend, angestellt oder beamtet ausüben. Um ihrem Auftrag, der Förderung der Baukultur des Landes, gerecht zu werden, ist es Ziel der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Architektur, Innenarchitektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur durch Veranstaltungen, Ausstellungen, Preise und Publikationen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Zu den zentralen Veranstaltungen zählt beispielsweise der jährlich am letzten Juni-Wochenende stattfindende "Tag der Architektur".

1993 hat die Architektenkammer Rheinland-Pfalz die "Stiftung Baukultur Rheinland-Pfalz" gegründet, die gemeinsam mit dem Ministerium der Finanzen und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz sowie der Kammer selbst Trägerin des Zentrums Baukultur im Brückenturm in Mainz ist.

 

Körperschaft öffentlichen Rechts

Kammern sind gesetzliche Einrichtungen zur Selbstverwaltung und damit Ausdruck von Entstaatlichung, Entbürokratisierung und Subsidiarität. Parteien und Regierungen auf allen Ebenen. Vom Bund über das Land bis zu den Kommunen, erleben die Kammern häufig als unbequeme Kritiker, die sich nicht in irgendeine Parteidisziplin einbinden lassen - eine Unabhängigkeit, die erst durch die Mitgliedschaft aller Berufsangehörigen möglich ist.

Kammern waren und sind auch Zeichen der Emanzipation einer Zivilgesellschaft gegenüber dem Staat, gestützt durch eine breite Partizipation der Betroffenen. In diesem Rahmen des Selbstverwaltungsgedankens wirken insgesamt rund 100 Personen ehrenamtlich in den Gremien der Kammer mit. Grundlage für die Tätigkeit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz ist das Architektengesetz des Landes in seiner novellierten Fassung vom 16. Dezember 2005 (GVBl. vom 22. Dezember 2005, S. 505), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 08. März 2ß016 (GVBl. S. 181). MEHR

Alle in die Architektenliste eingetragenen Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner - unabhängig davon, ob sie ihren Beruf freiberuflich, gewerblich oder als Angestellter bzw. Beamter betreiben - gehören der Kammer als Mitglieder an.

Die Vertreterversammlung

Oberstes Organ der Architektenkammer ist die Vertreterversammlung. Sie wird alle fünf Jahre in geheimer Wahl bestimmt, wobei den Kammermitgliedern das aktive und passive Wahlrecht zusteht. Mindestens einmal im Kalenderjahr findet eine Sitzung statt, bei der über die Grundsätze der Kammerarbeit entschieden wird. Diese beziehen sich neben der Verabschiedung von Kammersatzung (z.B. Wahlordnung, Beitragsordnung etc.) auf die Berufsordnung sowie die Festlegung und Überwachung des Haushaltsplanes. Weiterhin werden alle Angelegenheiten von grundsätzlicher berufspolitischer Bedeutung in der Vertreterversammlung diskutiert. Außerdem setzt sie zu bestellende Ausschüsse ein und wählt den Vorstand. MEHR

Der Vorstand

Der Vorstand wird von der Vertreterversammlung gewählt. Er besteht zur Zeit aus zehn Personen: dem Präsidenten, einem Stellvertreter und acht weiteren Mitgliedern. Ein Innenarchitekt, ein Landschaftsarchitekt ein Stadtplaner und eine Vertreterin der Nichtfreischaffenden Mitglieder sollen ebenso wie Wahlbezirke Koblenz, Trier, Rheinhessen und Pfalz im Vorstand vertreten sein. MEHR

Die Kammergruppen

Kammergruppen sind die kleinste regional Untergliederung. MEHR Sie sind ein Angebot an alle Mitglieder zur Mitarbeit in Fragen des Berufsstandes, zur Kontaktpflege untereinander und zum Meinungsaustausch mit Mitgliedern der Vertreterversammlung und des Vorstandes.

Kammergruppen im Überblick. MEHR

KammergruppenSprecher neu gewählt. MEHR

 

 

Kammeraufgaben

Durch den Gesetzgeber ist der Architektenkammer Rheinland-Pfalz mit § 13 des Architektengesetzes ein Katalog von Aufgaben übertragen worden.

Diese Aufgaben kann man in drei Gruppen einteilen:

  • Ordnungspolitische, hoheitliche Aufgaben wie Führung der Architektenliste und Berufsordnung
  • Serviceleistungen für Mitglieder und Dritte
  • Interessenvertretung für Architektur und Architekten: Lobbyarbeit, Berufspolitik und Öffentlichkeitsarbeit

Mit diesen sehr unterschiedlichen Aufgaben hat die Kammer ein interessantes, aber vielschichtes Themenspektrum zwischen Bau- und Kreativwirtschaft abzudecken.

Für die Kammermitglieder schreibt das Architektengesetz den Schutz der Berufsbezeichnungen "Architekt", "Innenarchitekt", "Landschaftsarchitekt" und "Stadtplaner" fest.

 

Service für Mitglieder

Die Architektenkammer versteht sich als Serviceunternehmen und ist doch als öffentlich-rechtlichen Körperschaft mit verwaltenden und kontrollierenden Aufgaben betraut. Zur Anpassung an Marktentwicklungen bietet die Kammer ein breites Spektrum an Informations- und Fortbildungsveranstaltungen, das Angebot umfasst inzwischen über 100 Seminare pro Jahr.

Das Angebot der Kammer erstreckt sich zudem auf Beratungen u.a. zu:

  • privatem und öffentlichem Baurecht
  • Existenzgründung und Büroübernahme
  • VergaberechtAusschreibung von Wettbewerben
  • Baukosteninformationsdienst
  • Managementberatung
  • Schlichtungstätigkeit und Schiedsverfahren
    MEHR

Finanzierung

Die Architektenkammer und alle mit ihrer Tätigkeit in Verbindung stehenden Ausgaben werden durch Mitgliedsbeiträge sowie zu einem kleinen Anteil aus Eintragungs- und sonstigen Gebühren gedeckt.

Der von dem einzelnen Mitglied geschuldete tatsächliche Beitrag ist ein von seinem ihm zurechenbaren Umsatz/Einnahmen abhängiger Beitrag entsprechend der Beitragsordnung, soweit es sich nicht um ein Mitglied mit Einnahmen ausschließlich aus nicht selbständiger Tätigkeit handelt.