Inklusiv Gestalten

Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung - kostenlose Veranstaltungen

Die inklusive Gestaltung von Stadtraum und Wohnungen leistet einen bedeutenden Beitrag zur
eigenständigen Lebensführung von Menschen mit Behinderungen und älteren Mitbürgerinnen und
Mitbürgern. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen,
Jürgen Dusel, lädt daher gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer und den Architektenkammern
Rheinland-Pfalz und Saarland zur Regionalkonferenz »Inklusiv gestalten – Ideen
und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung« ein.

Impulsvorträge, die Präsentation gelungener Beispiele aus der Praxis sowie eine Podiumsdiskussion
zeigen Architekten und Stadtplanern neue, interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze auf.

   

Hintergrund

Wer inklusive Gestaltung nur auf Bauen für Menschen mit Behinderungen bezieht, übersieht einen ganz wesentliche Aspekt: Wir alle stoßen an unsere Grenzen und stehen vor Barrieren - manche von uns jeden Tag, andere nur zeitweilig nach einem Sportunfall, einer Operation oder mit dem Kinderwagen. Die allermeisten von uns werden im Alter Schwellen, Treppen, schlechte Beleuchtung oder enge Bäder als Einschränkungen erleben.

Die inklusive Gestaltung will darauf reagieren. Ihr Ziel ist es, keine Sonderlösungen für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, sondern ganz selbstverständlich ein Höchstmaß an Barrierefreiheit als Regelaufgabe für allen Menschen zu verstehen. Solche Gestaltungsformen leisten im öffentlichen Raum einen bedeutenden Beitrag zur eigenständigen Lebensführung von Menschen mit und ohne Behinderungen in nahezu allen Lebenslagen. Ein ganz zentraler Teil davon ist das Wohnen. Aber Inklusion kann und soll nicht vor denkmalgeschützten Bauten und Freiräumen Halt machen.

Für eine breite Umsetzung dieser Ideen braucht es - neben den entsprechenden Investitionen - in aller erster Linie den Willen und das Fachwissen, mit gewohnten, selten infrage gestellten Gewohnheiten zu brechen, die Barrieren neu auf- statt abbauen. Zwei Veranstaltungen - die große Regionalkonferenz des Bundesbauftragten in Kaiserslautern am 19. November 2018 und die Veranstaltung des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums in Koblenz am 12. September - wollen anhand von realisierten Beispielen zeigen, wie konkret umsetzbar ist, was allen nützt.

Dazu laden das rheinland-pfälzische Sozialministerium und der Landesbauftragte in Kooperation mit dem Finanz- und Bauministerium und der Architektenkammer bzw. der Bundesbeauftrage für Menschen mit Behinderungen in Kooperation ein. Im Rahmen der beiden Veranstaltungen werden auch zwei Handlungsleitfäden zum Bauen im Bestand und zum Neubau vorgestellt. 

Rückblick