Ausstellung: Masterabschlussarbeiten am FB Architektur in Darmstadt

95 Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt präsentieren ihre Abschlussarbeiten in den Bereich Hoch- und Städtebau.

Termin:
27. Februar 2019 - 01. März 2019

Teilnehmergebühr:
kostenfrei

Veranstalter:
TU Darmstadt, FB Architektur

Veranstaltungsort:
TU Darmstadt - FB Architektur
Gebäude L3
01
El-Lissitzky-Straße 1
64287 Darmstadt

Folgende Themen wurden bearbeitet:

Kranichstein hebt ab – Darmstadt und der FAIR-Neubau

Städtebauliche Masterthesis
Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung (Prof. Dr. Annette Rudolph-Cleff)

1969 begann Im Nordosten von Darmstadt zwischen Kranichstein und Wixhausen am GSI Helmholtzinstitut die Forschung an Schwerionen mit dem Ziel, die Entstehung von Materie nachvollziehen zu können und ihre Konsistenz zu entschlüsseln. In den kommenden Jahren entsteht dort für rund 1,4 Milliarden EUR die Beschleunigeranlage für Ionen FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), welche zukünftig einer internationalen Forschergruppe ein großes Spektrum experimenteller Wissenschaft zur Entwicklungsgeschichte des Universums, den Prozessen im All und zum Aufbau der Materie ermöglichen wird.
1400 Beschäftige sowie 3000 Wissenschaftler*innen aus 50 Ländern werden am GSI oder FAIR ihrer Arbeit nachgehen, bzw. forschen, doch wie werden sie leben und wohnen? Welche Wohnformen, Folgeeinrichtungen, Infrastrukturkonzepte, Ökologie, usw. müssen Kranichstein, Arheilgen oder Wixhausen entwickeln, um den Wissenschaftler*innen nicht nur einen einmaligen Arbeitsplatz am Helmholtzinstitut, sondern auch einen attraktiven Lebensmittelpunkt (auf Zeit, aber auch mit der Familie) in Darmstadt offerieren zu können? Im Rahmen der Master-Thesis stellen wir uns die Frage, welcher Strategien es in und für Kranichstein bedarf, um in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main eine eigenständige Identität zu erhalten, oder zu kreieren, den Stadtteil auch für Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt attraktiv und erlebbar zu gestalten, als Baustein des großräumlichen Geflechts des Ballungsraums zu profitieren und zugleich der steigenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden.
Ausstellungsort: Kleiner Zeichensaal (1. OG, Raum 111)  
   

New Bloomsbury College London

Hochbauliche Masterthesis
Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und nachhaltiges Bauen (Prof. Christoph Kuhn)
 
Es gilt ein College, also einen Ort der Gemeinschaft, zu entwerfen, in Mitten von Londons Kultur- und Universitätszentrum Bloomsbury. Ein neues College zum gemeinsame Lernen, Wohnen, Sport treiben, zum individuellen Entspannen und Abschalten. Zugleich ein neuer zentraler öffentlicher Treffpunkt auf dem Campus des University College of London. Wir möchten mit diesem Projekt die Frage nach einer eigentlich gar nicht neuen Art des Studierens aufwerfen, die in der historischen Entwicklung der europäischen Universitäten ursprünglich bereits angelegt ist. Ein Studieren, das den aktuellen Tendenzen der Isolierung und Trennung von Lehrenden und Lernenden, Arbeitszeit und Freizeit, körperlicher und geistiger Tätigkeit entgegen wirkt. Wir suchen auf diese Fragen eine architektonische Antwort. Eine Antwort auf die Bedingungen der funktionalen Abläufe mit ihren wechselseitigen Beziehungen und deren räumliche Übersetzung. In welche Beziehung treten in diesem hybriden College-Gebäude die Gemeinschaft und das Individuum? Diese und weitere Fragestellungen sollen in den Entwürfen der Masterthesis im urbanen Kontext Londons und im kritischen Rückblick auf das historische collegium academiae untersucht werden.
Ausstellungsort: Coopsaal (2.OG)  

Peggy Guggenheim Collection, Venedig

Hochbauliche Masterthesis
Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion (Prof. Felix Waechter)

Siebzig Jahre nachdem die Galeristin und Kunstmäzenin Peggy Guggenheim 1948 auf der 24. Venedig Biennale ihre Sammlung der modernen Kunst des 20. Jhd. im griechischen Pavillon zeigt, wird der Palazzo ‚Venier dei Leoni’ als Planungsort zur Diskussion gestellt. Auf dem bestehenden Sockelfragment oder anstelle des Sockels ist ein neues Museum für die Sammlung von Peggy Guggenheim zu entwerfen. Im Kontext des Historischen soll ein Ort bestimmt werden, der das Zusammenspiel von Wasser, Körper, Licht und Raum feiert. Durch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Kunstwerken sollen für die Exponate spezifische Ausstellungsräume entworfen werden, die der Bedeutung einer der wichtigsten Sammlung von Kunstwerken der Moderne gerecht werden. Dabei gilt auszuloten, welche Wechselwirkungen zwischen Raum und Exponat bestehen. Gleichzeitig sollen die Ausstellungsräume dem Besucher eine individuelle Begegnung mit den Werken kubistischer, abstrakter und surrealistischer Kunst ermöglichen.
Ausstellungsort: Galerien im 1. und 2. OG  
  
Die Ausstellung ist täglich vom 25. Februar bis 01. März während der Öffnungszeiten des Fachbereichsgebäudes (8.00 - 20.00 Uhr) zugänglich.
Mehr Informationen finden Sie auf hier: MEHR