Barrierefreiheit in Nichtwohngebäuden – Warum? Für wen? Wieviel?

Was bedeutet "Barrierefreiheit" im Kontext des Bauordnungsrechts? Was ist (bau-)rechtlich relevant? Was ist bei der Planung von "öffentlich zugänglichen Gebäuden" (z. B. Museen, Schulen, Verwaltungsgebäude) zu berücksichtigen?

Seminar:
19062

Termin:
16. Oktober 2019 10:00 Uhr - 16:30 Uhr

Referent:
Dipl.-Ing. (FH) Nadine Metlitzky, ö.b.u.v. Sachverständige für Barrierefreies Bauen, Köln

Teilnehmergebühr:
180,-/215,-Gäste

Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 6
55118 Mainz

Veranstaltungsort:
Ernst-Bloch-Zentrum
Walzmühlstr. 63
6706 Ludwigshafen am Rhein

Seminarziel ist es, die Begriffe wie „barrierefrei“, „bauliche Barrierefreiheit“, „Barrierefreies Bauen“ im Kontext der Landesbauordnung, der Technischen Baubestimmungen und der Normen zu unterscheiden, zu bewerten und anzuwenden.

So wird im Seminar eingehend erläutert, dass zwischen den bautechnischen Anforderungen der Landesbauordnung und der Normengruppe DIN 18040 Unterschiede bestehen. Des Weiteren wird insbesondere auf die geänderten technischen Parameter der Norm „DIN 18040 Teil 1 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Öffentlich zugängliche Gebäude“ und die daraus folgenden Veränderungen beim „Barrierefreien Bauen“ eingegangen. Zudem werden die planerischen Grundanforderungen, welche bereits in den Planungsunterlagen des Bauantrags erkennbar sind, besprochen und das Arbeitsmittel Barrierefrei-Konzept in den Grundzügen erläutert. Darüber hinaus werden an verschiedenen Beispielgebäuden (z. B. Museen, Schulen, Verwaltungsgebäude u. a.) Alternativlösungen zu den technischen Anforderungen der Norm dargelegt und die vermeintlichen Zielkonflikte, wie z. B. dem Brand- und Denkmalschutz, diskutiert. Außerdem können die Seminarteilnehmer*innen Fragen aus ihrem Arbeitsfeld stellen und mit der Referentin diskutieren.

Seminarinhalt

Grundlagen (Neuerungen, gesetzliche Grundlagen, rechtliche Relevanz, Details der Landesbauordnung, Arbeitsstättenverordnung u. a.) DIN 18040 Teil 1 | Normanforderungen (praktische Um- und Ausführungen/Beispielvarianten) | Darstellung eines Barrierefrei-Konzepts | Besonderheiten/Alternativlösungen | Brandschutz/Denkmalschutz vs. Barrierefreies Bauen

Ablauf

Vormittags führt die Referentin Nadine Metlitzky in das Thema ein. Nach dem Mittagessen ist eine Architekturführung durch die Kunsthalle Mannheim geplant. Der historisch gewachsene Komplex der Kunsthalle am schönsten Platz Mannheims umfasst Hermann Billings Jugendstil-Bau von 1907 sowie den 2017 fertiggestellten Hector-Bau des Hamburger Büros gmp – von Gerkan Marg und Partner. Abschließend soll im Rahmen eines fachlichen Austausches über das barrierefreie Konzept der Kunsthalle diskutiert werden. Nach der Veranstaltung besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit sich die Ausstellungen der Kunsthalle anzusehen. Ein besonderes Highlight ist die Sonderausstellung „Inspiration Matisse“, die Ende September 2019 eröffnet wird und an dem Seminartag zu sehen ist.

Zielgruppe
Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung der Architektenkammer Rheinland-Pfalz mit der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen Rheinland-Pfalz. Es richtet sich sowohl an die Berater und Beraterinnen der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen aber auch an Architekten und Ingenieurinnen, die im Bereich des barrierefreien Planen und Bauens tätig sind oder tätig werden wollen.

In der einstündigen Mittagspause besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen. (Das Mittagessen ist in der Seminargebühr enthalten.)

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Unterrichtsstunden

Architektur – Innenarchitektur