Workshop – Typische Bauschäden vor Ort bestimmen

Ziel der Veranstaltung ist die praktische Umsetzung theoretisch erworbener Kenntnisse auf dem Gebiet Natursteinverwitterung, Fassadenschäden und Feuchtigkeitsprobleme.

Seminar:
19028

Termin:
23. Mai 2019 10:00 Uhr - 14:00 Uhr

Referent:
Martin Sauder, Dipl. Geologe, ö.b.u.v.SV, Saarbrücken

Teilnehmergebühr:
100,- / 130,- Gäste

Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 6
55118 Mainz

Veranstaltungsort:
Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz
Rheinstraße 55
55116 Mainz
Anfahrt

Neben zahlreichen Veranstaltungen zu Bauschäden kommt oft die Praxis zu kurz. In diesem Workshop wird zunächst in einem kurzen Referat noch einmal das Thema Bauschäden aufgegriffen und anhand von einzelnen Folien und Fotos, auch unter Bezugnahme auf die später besichtigten Objekte, vertieft.

Daran schließt sich an ein Spaziergang entlang des Rheins und zurück durch die Innenstadt an. Dabei soll das genaue Beobachten, Ermittlung von Schäden, Schadensursachen etc. Hauptthema sein. Die Bauwerke werden nur von außen besichtigt, daher liegt Hauptaugenmerk auf Schäden aufgrund von Witterungseinflüssen, atmosphärischer Exposition, Spritzwasser etc. Vorgesehen ist eine Dauer bis ca. 14.00 Uhr, die jedoch bei Interesse der Teilnehmer gerne auch verlängert werden kann.

Schwerpunkte sind die nachfolgend genannten Bauwerke:

  • Torbogen am Eisenturm   
    Rekonstruierter Torbogen. Unser Schwerpunkt liegt hier auf dem Erkenne der verschiedensten Bearbeitungsspuren am Sandstein.
  • Rathaus   
    Fassade aus norwegischem Kalkstein, 1974 fertig gestellt, seit 2006 unter Denkmalschutz. Besprechung von Schadensmechanismen, Schadensursachen und Restaurierungsmöglichkeiten.
  • Häuser am Rathaus   
    Gründerzeithäuser in sehr unterschiedlichem Erhaltungszustand. Wir nehmen Verwitterungsformen, Schadensbilder, aber auch gute und weniger gelungene Instandsetzungsmaßnahmen in Augenschein.
  • Karmeliterkloster   
    Farbig gefasstes Mauerwerk und Sandsteinteile. Begrenzungsmauern aus Kalksteinmauerwerk. Spuren von Baufeuchtigkeit, Diskussion von Gegenmaßnahmen.
  • Mainzer Dom   
    Eine etwas andere Sicht auf den Mainzer Dom. Wir betrachten im Bereich des Südportals ausgeführte Restaurierungsmaßnahmen, ihre Vor- und Nachteile. Steinbearbeitung in Abhängigkeit von den verschiedenen Natursteintypen die hier angetroffen werden sowie als Hinweise auf eine Altersbestimmung. Wir diskutieren auch alternative Möglichkeiten, die andere Ergebnisse gebracht hätten. Spaziergang entlang des Doms mit Betrachtung zahlreicher eher unauffälliger Besonderheiten.
  • Christophskirche   
    Als Ruine restauriert, da sie 1942 während eines Bombenangriffs völlig ausbrannte. Betrachtung von typischen Brandschäden an Naturstein. Diskussion der sichtbaren Verwitterungsschäden, die sich nach dem Krieg eingestellt haben.

Teilnehmerkreis: Das Seminar richtet sich an Architekten und Sachverständige mit Berufserfahrung.


In der einstündigen Mittagspause besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen. (Das Mittagessen ist in der Seminargebühr enthalten.)

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Unterrichtsstunden

Architektur – Innenarchitektur