18. April 2012

Holzbaupreis Rheinland-Pfalz verliehen

Am 17. April 2012 wurde der Holzbaupreis Rheinland-Pfalz 2011 im Bischöflichen Jugendamt Don Bosco in Mainz verliehen. Die Jury unter Vorsitz von Architekt Stefan Musil, Kammerpräsident a.D., vergab mehrere Preise und Anerkennungen in unterschiedlichen Kategorien.

Preis für Wohnungsneubauten

 

Das Energiehaus in Kasel von Stein Hemmes Wirtz Architekten, Kasel, wurde mit dem Preis für Wohnungsneubauten ausgezeichnet. Die Jury würdigte vor allem die hohe handwerkliche Kunst bei der Umsetzung und die Materialgerechtigkeit, die Sicherheit bei der Planung und Durchführung sowie die Klarheit und Ästhetik des Baukörpers, der zudem städtebaulich einen positiven Akzent setze.

Preis für Bauten im Bestand

Der Preis für Bauten im Bestand vergab die Jury an „fachwerk 4“ aus Wirges für den Umbau und die Erweiterung eines Wohnhauses in Siershahn. Das Fachwerkhaus sei liebevoll restauriert und durch einen schlichten Anbau erweitert worden. Die Formsprache des Erweiterungsbaus entspreche einer gelungenen, klaren Holzbauarchitektur und verzichte bewusst auf historisierende Attribute.

Preis für Nichtwohn-Neubauten

Die von Björn Fein Holzbau, Rothenbach- Obersayn, errichtete Werkhalle in Rothenbach-Obersayn erhielt den Preis für Nichtwohn-Neubauten. Die Halle hebe sich in architektonischer, wirtschaftlicher und energetischer Hinsicht erfreulich von den meisten Indurstiehallen ab, so die Jury. Das Holztragwerk sei fast ohne Metall mit traditionellen Holzverbindungen ausgeführt worden.

Preis für Nicht-Wohnungsneubauten

Einen weiteren Preis für einen Nicht-Wohnungsneubau erhielt das Bischöfliche Jugendamt Don Bosco in Mainz von Angela Fritsch Architekten, Seeheim. Die räumliche Konzeption zeige eine zukunftsweisende Architektur mit dem gekonnten Einsatz von Holz und vermittle über die Materialqualität dem Nutzer Wärme und Geborgenheit, so die Jury.

Preis in der Kategorie „ Skulpturales Bauen“

Die Schlichtheit des Kronenraumforschungsturms im Biospärenreservat Pfälzer Wald von Kirchspitz-pg1 Architekten aus Kaiserslautern überzeugte die Jury in der Kategorie „Skulpturales Bauen“. Aus unbehandelten Furnierschichtholzplatten sei der Turm in einem hohen Grad der Vorfertigung ohne zusätzliche Stahlaussteifungen errichtet worden.

Preis in der Kategorie „ Skulpturales Bauen"

Auch das „ Echolot“ , eine temporäre Konstruktion von Professor Markus Holzbach und Studenten der FH Koblenz überzeugte die Jury. Diese zeigte sich beeindruckt von der besonderen Raumwirkung der einfachen Konstruktion aus naturbelassenen Douglasienholzstäben. Das Projekt wurde ebenfalls mit einem Preis in der Kategorie „Skulpturales Bauen“ ausgezeichnet.