Darmstädter Tage der Transformation

Die Schader-Stiftung lädt im Rahmen der Darmstädter Transformationstage zu zwei Veranstaltungen rund um nachhaltige Mobilitätslösungen ein: Um 11 Uhr zum Dialogforum: Lincoln-Siedlung als Modellquartier? Nachhaltige Mobilitätskonzepte als transformativer Treiber urbaner Mobilität und um 13 Uhr 30 zum Workshop & Dialogforum: Zu Fuß durch die Stadt.

Termin:
14. März 2022 11:00 Uhr - 16:30 Uhr

Teilnehmergebühr:

Veranstalter:
Schader-Stiftung

Die Schader-Stiftung lädt am Montag, den 14. März 2022 zu zwei Diskussionsveranstaltungen im Rahmen der Darmstädter Tage der Transformation ein. Thema sind nachhaltige Mobilitätslösungen.

Um 11 Uhr startet das Dialogforum "Lincoln-Siedlung als Modellquartier? Nachhaltige Mobilitätskonzepte als transformative Treiber urbaner Mobilität". Wie die Stiftung mitteilt, ist die Lincoln-Siedlung in Darmstadt ein prämiertes Modellquartier für eine autoreduzierte Stadt- und Verkehrsplanung. Sie wird seit dem Jahr 2016 auf eine ehemaligen US-Housing-Area als neues Siedlungsgebiet entwickelt. Ziel des nachhaltigen und auf Multimodalität ausgerichteten Siedlungskonzeptes ist eine Minimierung des ruhenden und fließenden Kfz-Verkehrs zugunsten eines Quartiers mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität. Neben einem reduzierten Pkw-Stellplatzschlüssel werden zum Automobil alternative Mobilitätsangebote bereitgestellt. 

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt im Rahmen zweier Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), an denen die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Geothe-Universität Frankfurt und weitere Partner beteiligt sind. Das sogenannte Reallabor Lincoln-Siedlung soll dazu beitragen, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu etablieren und weiterzuentwickeln, aber auch die Übertragbarkeit des Mobilitätskonzeptes auf andere Quartiere in Darmstadt und überregional zu untersuchen. Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Bewohner konnten bereits im Rahmen einer quantitativen Befragung nachgewiesen werden. So sollen der Autobesitz und die Autonutzung der Bewohner mit dem Umzug in die Siedlung gesunken sein. 

Gemeinsam mit dem Mobilitätsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt und dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) soll im Rahmen des Dialogforums über die Übertragbarkeit des Mobilitätskonzeptes auf weitere Entwicklungsgebiete in Darmstadt und auf andere deutsche Städte disktuiert werden.
 

Das Programm


11:00 Uhr Begrüßung
Alexander Gemeinhardt, Schader-Stiftung
Katharina Metzker, Mobilitätsamt Darmstadt, Amtsleiterin


11:10 Uhr Vortrag
Das Mobilitätskonzept der Lincoln-Siedlung sowie planungspraktische Erkenntnisse
aus der Umsetzungsphase

Hanna Wagener, Mobilitätsamt Darmstadt


11:25 Uhr Vortrag
Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Akzeptanz und Wirkung des Mobilitätskonzeptes
(quantitative Haushaltsbefragung)

Marcus Klein, Goethe-Universität Frankfurt


11:40 Uhr Podiumsdiskussion
mit Vertreter*innen der Transferprojekte:
Katharina Metzker, Mobilitätsamt Darmstadt, Amtsleiterin
Bernhard Neugebauer, Sennestadt GmbH, Geschäftsführer
Dr.-Ing. Gregor Waluga, Stadt Köln, Dezernat für Mobilität, Fachreferent Mobilität
Moderation: Sina Selzer, Goethe-Universität Frankfurt


12:10 Uhr Fragen aus dem Publikum


12:30 Uhr Abschluss und Ende der Veranstaltung

Um 14 Uhr schließt sich das Dialogforum "Zu Fuß durch die Stadt" an. Hintergrund ist: Im Mittelpunkt von Transformationsstrategien stehen Lösungen, die den Autoverkehr ersetzen sollen. Zumeist sind dies das Radfahren und die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Das Zu-Fuß-Gehen wird dagegen eher am Rande berücksichtigt. Dabei sprechen gleich mehrere Gründe dafür, auf den Fußverkehr zu fokussieren. Es ist die Nachhaltigste Form der Fortbewegung überhaupt, da noch nicht einmal ein Fortbewegungsmittel produziert werden muss, die sogenannte "letzte Meile" wird fast immer zu Fuß zurückgelegt und der Fußverkehr hat einen wichtigen Gesundheitsaspekt. Deshalb birgt eine fußgängerfreundliche Gestaltung ein großes Potenzial um Innenstädte und urbane Freiräume mit einer höheren Aufenthaltsqualität auszustatten. Möglichkeiten zum Verweilen und Begegnen machen es etwa attraktiv, zu Fuß unterwegs zu sein. Der Raum wird nicht mehr nur durchquert. Vielmehr werden Straßen und Plätze zu sozialem Raum, indem agiert und kommuniziert wird. 

Im Dialog mit Stadt- und Verkehrsplanenden, Zu-Fuß-Gehenden und Gesundheitsexpertinnen und -experten, Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Mobilitätsinteressierten sollen Möglichkeiten und Bedarfe des Fußverkehrs diskutiert werden. 


Das Programm


13:30 Uhr Begrüßung
Alexander Gemeinhardt, Schader-Stiftung


13:35 Uhr Einführung
Zu-Fuß-Gehen als Teil nachhaltiger Transformation
Dr. Editha Marquardt, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer


13:45 Uhr Impulsreferate
Kommunale Fußverkehrsförderung
N.N.
Warum Zu-Fuß-Gehen so gesund ist
N.N.
Menschen zu Fuß
Jenny Leuba, Fußverkehr Schweiz


14:45 Uhr Pause


15:00 Uhr Dialog-Cafés mit drei unterschiedlichen Themenschwerpunkten


16:15 Uhr Zusammenführung der Ergebnisse


Moderation: Dr. Editha Marquardt, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer


16:25 Uhr Fazit und Verabschiedung