Vermeidung von Schimmel – richtiges Wärmedämm- und Lüftungskonzept

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Das Seminar beinhaltet aktuelle Planungsregeln und Konzepte zur Schimmelvermeidung. Grundlagen zu Wärmedämm- und Wärmebrückenkonzepten im Neu- und Altbau | Grundlagen zum Lüften | Vor- und Nachteile der verschiedenen Lüftungssysteme | Technisches Regelwerk, Randbedingungen, Möglichkeiten zur Vermeidung für Schimmel |Wärmebrücken- und Lüftungskonzepte bei Effizienzhäusern und geförderten Einzelmaßnahmen gemäß BEG.

Seminar:
21074

Termin:
15. November 2021 09:00 Uhr - 17:00 Uhr

Referent:
Dipl.-Ing. Stefan Horschler, Architekt, Hannover

Teilnehmergebühr:

150,- € / 185,- € Gäste

Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Hindenburgplatz 6

55118 Mainz


Schimmel in Neu- und Altbauten führt immer wieder zu intensiven Kontroversen, die bisweilen vor Gericht ausgetragen werden. Hierbei bestehen unterschiedliche Sichtweisen, was in Mietimmobilen einerseits seitens des Vermieters baulich zu erbringen und andererseits wie sich Nutzer zu verhalten haben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich diese unterschiedlichen Sichtweisen wiederum in Urteilen spiegeln.

Ein guter Wärmeschutz stellt eine wichtige Voraussetzung zur dar, Schimmel zu vermeiden. Hierbei kommt es nicht nur auf die Regelflächen an, sondern insbesondere auf zwei- und dreidimensionale Wärmebrücken an. Spätere Nutzungsanforderungen aus der späteren Möblierung sollten hierbei berücksichtigt werden. Die DIN 4108 Beiblatt 2 liefert in diesem Zusammenhang zumindest für zweidimensionale Wärmebrücken eine Fülle von Planungs- und Ausführungsbeispielen, die aber im Einzelfall auf die speziellen Nutzungsrandbedingungen durchaus angepasst werden sollten.

Ist der bauliche Wärmeschutzstandard bekannt, kann hierauf bezogen aus feuchteschutztechnischer Sicht ein geeignetes Lüftungssystem abgestimmt werden. Für die Konzepterarbeitung können bzw. müssen verschiedene Planungsregeln herangezogen werden. Die DIN 4108 mit ihren verschiedenen Teilen hilft im Neubau, unter bestimmten (standardisierten) Randbedingungen Lösungen für den Feuchteschutz zu finden. Die Bauaufsichtliche Richtlinie für fensterlose Küchen, Bäder und Toilettenräume ist genauso wie die DIN 4108-2 bauordnungsrechtlich zu berücksichtigen.

Eine Fensterlüftung kann genauso zur Abfuhr von Feuchtigkeit und zur gesundheitlich notwendigen Lüftung herangezogen werden, wie die ventilatorgestützte Lüftung; sie kann wie die ventilatorgestützte Lüftung vollumfänglich bei energieeffizienten Gebäuden gemäß GEG eingesetzt werden. Ziel wäre hierbei nach dem Motto zu lüften: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Lüftungssysteme wirken sich unterschiedlich im Hinblick auf ökonomische Aspekte hinsichtlich der Investitionen, Bewirtschaftung, Wartung und Instandhaltung aus. Diese Wechselwirkungen werden im Seminar intensiv beleuchtet. Im Zentrum der Konzeptfindung steht daher folgerichtig die Aufklärung über die zur Verfügung stehenden Lüftungsoptionen sowie die Darlegung der Folgen und Risiken. Es gilt, fallbezogene Lösungen zu finden; es gibt nicht das eine für alle Bauvorhaben und Nutzer geeignete Lüftungssystem. Ziel des Konzeptes ist, die Besteller entscheidungsfähig zu machen.

Folgende Aspekte werden im Seminar im Einzelnen behandelt:

  • Grundlagen zu Wärmedämm- und Wärmebrückenkonzepten im Neu- und Altbau – die neue DIN 4108 Beiblatt 2 – Juni 2019
  • Grundlagen zum Lüften – die neue DIN/TS 4108-8
  • Technisches Regelwerk und Randbedingungen und Möglichkeiten zur Vermeidung für Schimmel
  • Vor- und Nachteile der verschiedenen Lüftungssysteme
  • Wärmebrücken- und Lüftungskonzepte bei Effizienzhäusern und geförderten Einzelmaßnahmen gemäß „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG)

 

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit 8 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 8 Unterrichtseinheiten (Energieberatung im Mittelstand), 8 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.
 

Zur Information:
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Architektur – Innenarchitektur