Energiehaushalt / Bauphysikalischer Wärmeschutz

2 Tage - Geöffnetes Modul des Lehrgangs Schäden an Gebäuden:
Freitag, 23.02.2018 / 10 - 17.30 Uhr
Samstag, 24.02.2018 / 9 - 16.30 Uhr
Energiehaushalt, energetische Nachweise - öffentlich-rechtliche Nachweise - zivilrechtliche Ziele; Fehler in energetischen Nachweisen - Regelflächen und Mindestwärmeschutz - Wärmebrücken - Sonderfall Innendämmung - Gebäudedichtheit und Lüftung - solare Energieeinträge und sommerliche Überhitzung - beispielhafte Fehler in der Anlagentechnik; Ausführung und Zusammenfassung.

Seminar:
1770A11

Termin:
23. Februar 2018 10:00 Uhr - 24. Februar 2018 16:30 Uhr

Referent:
Dipl.-Ing. Stefan Horschler, Architekt, Hannover

Teilnehmergebühr:
360,- Euro Mitglieder, 430,- Euro Gäste

Veranstalter:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 6
55118 Mainz

Ort:
Hotel INNdependence
Gleiwitzer Straße 4
55131 Mainz
Anfahrt

Bei dem Seminar handelt es sich um ein geöffnetes Modul des Lehrgangs Schäden an Gebäuden.

Zur Vermeidung von Schimmelpilz und Tauwasserbildung in Bauteilen bestehen eine Reihe von Planungshilfen. Eine wesentliche Planungshilfe stellt hierbei die DIN 4108 dar, mit ihren momentanen Teilen DIN 4108-2, DIN 4108 Bbl 2, DIN 4108-3, DIN 4108-7 und DIN SPEC 4108-8 dar. Ziel dieser technischen Regeln ist es, in der Planungsphase Maßnahmen zur Vermeidung von Schimmelpilz zu ergreifen. Der erste Seminartag geht hier auf folgende Inhalte ein:

  • Ziel und Zweck des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108 – 2
  • Inhalte der neuen DIN 4108 Bbl 2
  • Vermeidung von Tauwasser im Bauteil auf Basis der DIN 4108-3 und ingenieurmäßigen Nachweisen
  • Analyse, Beurteilung von Schimmelpilz auf Basis der DIN SPEC 4108-8
  • Lüftungskonzepte


Über den Mindestwärmeschutz hinaus (welcher die Gebrauchstauglichkeit beinhaltet), zielen das Energiesparrecht aus der gegenwärtigen Energieeinsparverordnung und dem Erneuerbaren Energien Wärme-Gesetz auf volkswirtschaftliche und ökologische Ziele ab. Hier steht nicht die technische Gebrauchstauglichkeit primär im Vordergrund, sondern der sparsame Umgang mit nicht erneuerbaren Energien. Hier gelten sowohl Anforderungen im Neubaubereich, wie beim Bauen im Bestand. Nach einer kurzen Vorstellung der wesentlichen Inhalte beider Regelwerke, werden im Seminar Probleme bis hin zu Schäden vorgestellt, die bei einer unsachgemäßen Grundlagenermittlung und bei Nachweisen, bzw. in der Folge im Zuge der Umsetzung auftreten können. Die Schäden können von reinen Vermögensschäden bis zu Bauschäden, welche massiv die Gebrauchstauglichkeit beeinträchtigen können, reichen. Folgende Inhalte werden im Detail behandelt:

  • Grundlagen zu Schäden in energetischer Hinsicht
  • Problemstellungen im Neubau insbesondere bei sogenannten Energieeffizienzgebäuden
  • Fehler und Schäden bei sommerlichen Wärmeschutznachweisen
  • Fehler und Schäden bei energetischen Sanierungen
  • Schäden bei Außenwänden mit Innendämmung


Die Veranstaltung wurde bei der dena für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes zur Anerkennung eingereicht.

16 Unterrichtsstunden