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Tag der Architektour 2004: architektouren in Göllheim

Den Auftakt der "Woche der Baukultur" machten am 19. Juni 2004 die 30 "offenen Büros" in Rheinland-Pfalz. Im dritten Jahr konnte an den großen Erfolg der vorangegangenen Jahre angeknüpft werden. Rund 2.000 Menschen wollten einen Blick hinter die Bürotüren werfen und eine Kinderbaustelle, Feng Shui- und Energieberatungen erleben.

Bad Münster am Stein/Ebernburg

Sanierung Ebernburg

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Sanierung Ebernburg

55583 Bad Münster am Stein/Ebernburg

Hoch über der Nahe und Bad Münster-Stein/ Ebernburg liegt inmitten von Weinbergen in malerischer Umgebung die Ebernburg. Seit 1914 befindet sie sich im Eigentum der Ebernburgstiftung. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie soweit zerstört, dass sie nicht mehr erkennbar war. In der Nachkriegszeit schufen einige protestantische Persönlichkeiten der Region die Voraussetzungen für den denkmalgerechten Wiederaufbau. Sie gründeten den Ebernburgverein e.V. und pachteten die gesamte Anlage. Der Wiederaufbau begann; bald konnten Arbeiterfreizeiten und Familienerholung beginnen.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends stand für den Ebernburgverein fest, dass die räumlichen Gegebenheiten den heutigen Anforderungen an eine Tagungs- und Bildungsstätte nicht mehr genügten. Die Zimmerzuschnitte mit den alten Mehrbettanlagen und den veralteten zentralen Nasszellen im Flur für mehrere Zimmer entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Brandschutz musste überarbeitet werden und im Gebäude selbst war ein Renovierungsstau angefallen. Die unzeitgemäßen Allgemeinräume, fehlende Tagungsräume sowie die insgesamt ungünstige Farb- und Materialwahl, sowie die Beleuchtungssituation waren ein weiterer Grund, die Planungen voranzutreiben.

Der Ebernburgverein entschloss sich, eine umfangreiche Sanierung der Häuser Sickingen und Pallas durchzuführen. In Abstimmung mit der Denkmalpflegebehörde wurde eine zurückhaltend schlichte Sanierung, nur im Innenbereich passend zum Denkmal durchgeführt. Im Dezember 2002 konnte nach umfangreichen Vorplanungen die Baumaßnahme beginnen und innerhalb kürzester Zeit bis Anfang April 2003 abgeschlossen werden. 1,6 Mio. € wurden dabei termin- und kostengerecht verbaut.

53 Zimmer mit 93 Betten, Behindertenappartements, der Speiseraum mit 120 Plätzen, das Kaminzimmer mit seinen wertvollen Möbeln (Frankfurter Schrank, etc.), zwei Kindergartenzimmer, der Verwaltungsbereich, sowie zwei Tagungsräume erhielten ein neues Gewand. Unabdingbar war hierbei die Rücksichtnahme auf die historische Bausubstanz.

Auch einige örtliche Gegebenheiten mussten unter architektonischen und innenarchitektonischen Gesichtspunkten aufgewertet werden. So wurden, wenn es erforderlich war, kleine Räume zu größeren Bereichen zusammengelegt und umgekehrt. So entstanden in den schönen Burgzimmern individuelle Grundrisse mit jeweils eigenen modernen Nasszellen.

Die langen Erschließungsflure sind mit der Wand- und Bodengestaltung und entsprechender Beleuchtung "optisch verkürzt worden. Die Neu-Möblierung der hellen Gästezimmer wurde den heutigen Bedürfnissen angepasst, wobei jedes Zimmer individuell eingerichtet ist. Die Funktionsräume und der Speisesaal sind komplett neu gestaltet worden und bestens auf die Erfordernisse des Tagungsbetriebes abgestimmt.

Der gelungene Umbau trägt zur wirtschaftlichen Nutzung des Denkmals und zur Sicherung der Ziele des Ebernburgvereins und der Ebernburgstiftung bei. Die Burg wird in vielfältiger Weise als Bildungsstätte und Tagungshotel genutzt sowie für die Allgemeinheit als kulturhistorische Stätte offengehalten und zeigt sich in moderner Gestaltung fit für künftige Aufgaben.

Bernkastel-Kues/Andel

Neubau eines Wohnhauses (2004)

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Neubau eines Wohnhauses (2004)

54470 Bernkastel-Kues/Andel

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Bernkastel-Kues/Andel

Der Bauherr wünschte ein geradliniges Haus, schlicht und durchgängig in Form und Detail. Umgesetzt mit traditionellen Materialien: Bimsmauerwerk, innen Kalk-, außen Kratzputz, Verzicht auf Außenfensterbänke nach schweizer Vorbild mit Wasserspeiern, Estrich gewachst als Bodenbelag im gesamten Haus auf Fußbodenheizung. Eichefenster innenbündig, raumhohe Innentüren, besitzbare Panoramafenster zum Moseltal, funktionale Einbaumöbel in Küche und Bädern, Fliesen ausschließlich im Nassbereich.

Außenmaße Wohnhaus: 9 m x 9 m
Lichte Raumhöhe EG und OG: 2,86 m
Dachneigung 48ø
Heizung: Erdwärme

Bingen-Kempten

Katholisches Gemeindehaus (2002)

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Katholisches Gemeindehaus (2002)

55411 Bingen-Kempten

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Bingen-Kempten

Bauaufgabe:
Errichtung eines Gemeindezentrums mit Gruppenräumen und einem Gemeindesaal mit entsprechenden Nebenräumen als Um- oder Neubau.

Lösung:
Das Bauensemble unterhalb der Pfarrkirche, bestehend aus Pfarrhaus, Pfarrscheune, Innenhof und Pfarrgarten wurde zum Gemeindezentrum zusammengefügt und ausgebaut, ohne dabei die Prägnanz jedes einzelnen Bausteines aufzugeben:

Baustein 1: Die Pfarrscheune
Die Pfarrscheune wurde in ihrer kleinteiligen Grundstruktur und mehreren Einzelräumen erhalten. Die Außenwand aus Bruchsteinen wurde weitestgehend erhalten, durch Unterfangungen gesichert und saniert. In die Bruchsteinaußenwand wurden zur Belichtung nur kleine Öffnungen hereingebrochen, die das Gesamtbild der massiven, geschlossenen, Außenwand nicht wesentlich beeinflussen und dennoch einen nicht unerheblichen Lichteinfall, als Streiflicht an der Decke bewirken. Ergänzend hierzu wurden die Räume zum Innenhof hin entsprechend dem Urzustand mit Fenstern und Türen stärker geöffnet. Hieraus ergeben sich nicht nur gut belichtetet Räume, sondern auch die optische Ein- und Anbindung an die Flurzone.

Baustein 2: Der Innenhof
Der Innenhof bleibt ein eigenständiger Bereich, als Flur- und Verteilerzone und mit Nebenräumen und wurde mit einem flachen Dach überdeckt, welches deutlich unterhalb der Trauflinie der Pfarrscheune ansetzt. Die Fuge zwischen diesem Dach und der Scheune wird durch ein Glasband transparent und leicht gehalten. Damit wird gleichzeitig der Innenhof belichtet und der direkte Weg von der Kirche in das Gemeindehaus hervorgehoben.

Baustein 3: Der Gemeindesaal
Auch der Gemeindesaal entwickelt sich aus dem Bestand heraus. Die umgebende Gartenmauer wurde gesichert, saniert und bildet die natürliche Außenwand des Saales, der nun ganz einfach mit einer Dachscheibe auf Stützen überdeckt wurde. Zwischen Dach und Mauern wurde die umlaufende Glasfassade eingesetzt, die das Dach optisch schweben lässt. So wurde den massiven Bestandsgebäuden (Pfarrscheune und Pfarrhaus) ein leicht und luftig wirkender Gartenpavillon gegenübergestellt, der genau wie die Innenhofüberdachung mittels eines Höhenversprunges und einer weiteren gläsernen Fuge von der Scheune abgesetzt ist.

Baustein 4: Pfarrhaus
Das Kellergeschoss des Pfarrhauses wurde für den Küchenbereich in das Ensemble integriert.

Baudaten
Juni 1998 Baubeginn Bauabschnitte I und II (Scheune und Innenhof)
Dez. 1999 Fertigstellung und Übergabe der Bauabschnitte I und II
Dez. 2000 Baubeginn Bauabschnitt III (Gemeindesaal)
Juni 2002 Gesamtfertigstellung des Gemeindezentrums

Bodenheim

Umbau und Sanierung Bürgerhaus Dolles (2003)

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Umbau und Sanierung Bürgerhaus Dolles (2003)

55294 Bodenheim

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Bodenheim

Durch ein vor den aus dem 19.Jahrhundert stammenden drei, in unterschiedlichen Geschossebenen "gestapelten“ Weinkellern, angeordnetes Foyer werden alle Veranstaltungsräume und das ebenfalls neu erbaute Heimatmuseum barrierefrei erschlossen. Die Sanierung der Kreuz- und Tonnengewölbe, wie Weingewölbe, Dolleskeller und Kulturkeller zu Veranstaltungsräumen für unterschiedlichste Nutzungen, lässt diesen Gebäudeteil aus dem "Dornröschenschlaf“ erwachen. Bisher nicht gekannte Kleinode werden nun erlebbar. Die unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten ermöglichen eine sehr große und flexible Nutzung des Bürgerhauses.

Dannenfels

Sanierung und Umnutzung des ehemaligen...

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Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Anwesen Linn (2003)

67814 Dannenfels

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Dannenfels

Ausgangssituation:
Das bäuerlich-gewerbliche Anwesen, dessen Geschichte sich bis ins Jahr 1735 zurückverfolgen lässt, wurde im Jahr 2000 von der Gemeinde Dannenfels erworben. Im Laufe der Jahrhunderte wurde durch Erweiterungen auch eine gewerbliche Nutzung integriert mit Lebensmittelgeschäft, Bäckerei und einem Cafe in den 60er Jahren. Der Lebensmittelladen und die Bäckerei wurden 1972 aufgegeben.

Konzeption und Nutzung:
Ziel der Gemeinde war die Wiederbelebung des Anwesens und mit der Neugestaltung des Umfeldes eine neue Dorfmitte in Verbindung mit Kirche, Pfarrhaus und Rathaus zu schaffen. Das Gebäudeensemble beinhaltet:

- Haus des Gastes, als touristisch notwendiger Bereich für den Luftkurort Dannenfels - Tourismusbüro der Gemeinde Dannenfels

- Veranstaltungsscheune für Feste und kulturelle Zwecke - Backstube mit holzbefeuertem Backofen

- Cafe mit kleiner Weinkammer und Kinderversteck - Laden zur Vermarktung heimischer Produkte

- Gemeinderaum für die Kirchengemeinde als z. Bauabschnitt - Öffentliche WC - Anlage

Bauliche Konzeption:
Die bestehenden Raumstrukturen wurden erhalten, und der Bestand sensibel und materialgerecht saniert (Lehmputz im Fachwerkbereich, Einbau heimischer Hölzer) Änderungen wurden in zeitgerechten Materialien ( Stahl und Holz ) bewusst herausgearbeitet und gezeigt. Energetische Sanierung mit Einstufung als Niedrigenergiehaus sowie Einbau einer EIB - Installation mit Abhängigkeitsregelung Fensteröffnen - Herunterfahren der Heizkörperthermostate als Energiesparmaßnahme.

Das Anwesen hat eine Ehrenurkunde des Präsidenten der ADD - Dr. Josef Peter Mertens - als vorbildlich renoviertes Gebäude im ländlichen Raum erhalten.

Dierdorf

Bürgerhaus (2003)

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Bürgerhaus (2003)

56269 Dierdorf

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Dierdorf

Das Gebäude - 1832 - im strengen spätklassizistischen Stil aus Abbruchmaterial der alten Stadtbefestigung errichtet - diente bis 1966 vielen Generationen als Schule und gehört zu den stadtbildprägenden historischen Restgebäuden der ehemaligen wiedischen Residenz Dierdorf.

Die durch Kriegseinwirkungen beschädigte Bausubstanz wurde unter Denkmalschutz gestellt und 2002/2003 zu einem Bürgerhaus umgebaut. Dabei ist ein Gebäude für Jung und Alt entstanden, das für vielseitige Aktivitäten (Bürgersaal im ausgebauten Dachgeschoss mit einer sehenswerten Sprengwerkkonstruktion, Vereinsräume, Räume für private und öffentliche Anlässe, Ausstellungen, Ballettschule, Internetcafe und EDV-Schulungsräume der AWO) Raum bietet.

Das Gebäude bezieht seine besondere Atmosphäre aus dem respektvollen Zusammenklang zwischen Alt und Neu und transportiert historische Bausubstanz und Erinnerungen in unsere Zeit.

Dudenhofen

Clemens-Beck-Regionalschule (2003)

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Clemens-Beck-Regionalschule (2003)

67373 Dudenhofen

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Dudenhofen

Beim Erweiterungsbau der Clemens-Beck-Regionalschule in Dudenhofen war es Anliegen des Architektenteams ihren Teil dazu beizutragen, die Schulzeit der Kinder schöner erlebbar zu gestalten. Da die Schule in schöner, naturnaher Lage am Ortsrand liegt, war es den Architekten wichtig, Räume mit großen Glasflächen zu schaffen. Die Natur wird dadurch zum Bestandteil der Innenräume. Die sich dadurch ergebenden Blickbeziehungen regen an und gleichen aus. Deutlich wird dies am Zeichen- und Werksaal, der durch seine raumhohe Glaswand wie ein Atelier wirkt und sich zu einem Werkhof im Außenbereich öffnet. Dieser dient in der warmen Jahreszeit zum Arbeiten im Freien und kann darüber hinaus auch als Ausstellungs- und Skulpturenhof genutzt werden, was der Entwicklung von Phantasie und Kreativität dient und den Stolz auf die eigene Leistung fördert.

Gute und gleichwertige Chancen für Bildung und Erziehung zu schaffen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Gesellschaft. In letzter Zeit wird in Deutschland den Schulen wieder zunehmende Aufmerksamkeit gewidmet, die auch deren baulichen Zustand einschließt.

Veränderte inhaltliche Leitlinien erfordern korrespondierende architektonische Gestaltung. An den Schulen wird das Fundament für Ausbildung, Studium und Beruf gelegt. Eine gut gestaltete Schule als lebenswerter Ort des Lernens ist dafür eine zentrale Voraussetzung und ein Ausdruck öffentlicher Baukultur. Schulbau ist ein wichtiges Architekturthema geworden. Bedingt durch die Einführung der Ganztagsschule gewinnen beim Schulbau viele menschliche und psychologische Aspekte an Bedeutung: Die Nachmittagsbetreuung ist zu einem gesellschaftlichen Bedürfnis geworden. Schule wird Lern- und Lebensraum für Kinder und Jugendliche.

Der Neubau der Clemens-Beck Regionalschule in Dudenhofen wurde 2001 ausgelobt. Acht Architekturbüros erarbeiteten Entwürfe. Im Sommer 2001 erhielten wir für unser Konzept den Zuschlag. Wir sind ein Team aus Architekten, die selbst eigene Kindern im schulpflichtigen Alter haben und die Bedürfnisse und Vorstellungen von Heranwachsenden gut kennen. Dies hat den Entwurf und die Zielvorgaben entscheidend geprägt. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, die Schulzeit der Kinder schöner erlebbar zu gestalten. Konzeptionen, die unserem Entwurf zu Grunde liegt:

1. Das Grundstück liegt in schöner, naturnaher Lage am Ortsrand. Daher war es uns wichtig, Räume mit großen Glasflächen zu schaffen. Dadurch treten Natur und Gebäude in Dialog. Die Natur wird Bestandteil des Innenraums. Die sich dadurch ergebenden Blickbeziehungen regen an und gleichen aus.

2. Ein modern ausgestatteter Physik- und Chemieraum fördert Lernen mit Spannung und Spaß und lässt flexibles Arbeiten zu.

3. Der Zeichen- und Werkssaal mit seiner raumhohen Glaswand wirkt wie ein Atelier und öffnet sich zu einem Werkhof im Aussenbereich, der in der warmen Jahreszeit zum Arbeiten im Freien dient. Darüber hinaus kann er als Ausstellungs- und Skulpturenhof dienen und auch dadurch zur Entwicklung von Phantasie und Kreativität dienen. Der Stolz auf die eigene Leistung kann damit unterstützt werden.

4. Auch der Mathematik und Naturwissenschaftliche Raum mit seiner raumhohen Glasfassade leitet den Blick in das naheliegende Biotop und bietet so den idealen Rahmen zur Ausbildung natur- und umweltbewusster junger Menschen.

5. Zentraler Treffpunkt mit vielfacher Nutzungsmöglichkeit bietet der im EG gelegene Aufenthalts- und Speiseraum. Dieser Raum hat als ein an 3 Seiten verglaster Raum eine Sonderstellung und bietet interessante Ein- und Durchblicke von innen wie von außen.Hier können durch flexible Trennwände Meetings in kleinem Kreis, Rückzugsmöglichkeiten einzelner Schüler und Internetarbeitsplätze realisiert werden. Darüber hinaus kann gemeinsam mit dem Musikraum ein ca. 130 qm großen Raum zusammengeschlossen werden und als "Aula" genutzt werden. Diese flexibel gliederbare Fläche lässt damit den Wunsch nach Ruhe einer einzelnen Person sowie das Arbeiten in größeren Arbeitsgruppen zu.Multifunktionalität und Flexibilität kommt dem Wunsch der Jugendlichen nach Veränderbarkeit und phantasievoller Wandlung nahe.

6. Gesundes Essen:Wir haben uns an Schulen mit vergleichbaren Essensangeboten informiert.Viele Schüler kommen ohne Frühstück zum Unterricht; alleinerziehende Elternteile können kein Mittagessen anbieten.Gesunde Nahrung anzubieten, um Konzentration und Entwicklung zu fördern ist in der neuen Schule problemlos möglich. Gemeinsam gesund essen fördert das Miteinander und macht Spaß.

7. Gestaltungsdetails:Kinder lieben bunte Farben und Formen.Farbig akzentuierte Wandscheiben wirken fröhlich und einladend. Lichtdurchflutete, helle Räume wirken dem tristen Alltag entgegen. Durch die Baukörperstellung ergibt sich ein klar definierter Schulhof mit direkter räumlicher Zuordnung zu dem neuen und bestehenden Gebäudeteil. Das vermittelt Sicherheit. Durch die großzügig verglasten Fronten ist die Blickbeziehung zum Schulhof immer gewährleistet.

Architektur und Konstruktion:
Das neue Gebäude verzichtet bewusst auf das dritte Geschoss des Bestandes und weist auf einer Ebene ca. 450 qm Nutzfläche auf, die sich so auf den schlanken Riegel verteilen, dass ein lichtdurchflutetes Gebäude entsteht.

Das wirtschaftliche Stützen-Raster-System des Bestandes wird im Neubau konsequent weitergeführt. Klare Baukörperformen ohne Unterkellerung sicherten die wirtschaftlich günstige Umsetzung.

Ein leichter Baukörper ist entstanden, der durch die Übernahme des Stützenrasters die Rhythmik des Bestandes weiterführt, jedoch die Qualität des modernen zeitgemäßen Bauens bietet.

Edenkoben

Neubau Gymnasium (2003)

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Neubau Gymnasium (2003)

67480 Edenkoben

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Edenkoben

Entwurfsidee:
- Kompakter, durchgehend 2-hüftiger Baukörper inmitten der Weinberge.

- Harmonische Entwicklung aus dem Gelände, dem topografischen Gefälle folgend als Solitär, Reaktion auf Umgebung und Stringenz der Weinberge.

- Ausnutzen des natürlichen Geländeverlaufs, Höhenentwicklung im Gebäude entsprechend der Geländekanten, schonender Umgang mit vorhandenem Boden, geringer Geländeeingriff.

- Klare Raumzuordnungen, Klassenraumebene, Fochklossenebene, Kunstbereich und Verwaltungszone.

- Zentraler Eingang, gute Orientierbarkeit durch zentrale geschossübergreifende Erschließungs- und Aktionshalle mit großzügiger Öffnung zum Pausenhof im Norden, Ost-West-Orientierung der Flurerschließung im Gebäude, Raumorientierung nach Norden und Süden, Mehrzweckraum und Lehrerzimmer mit Orientierung zur Rheinebene.

- Pausenhof der Oberstufe zwischen Sporthalle (Bestand) und Schulneubau, zwischen späterer Sporthalle und Nordseite des Gebäudes entsteht der eigentliche, gut einsehbare Pausenhof mit Orientierung zur Rheinebene.

- Außentoiletten und Pausenhalle als Verbindungselement zwischen Schule und neuer Turnhalle, gleichzeitig westlicher Raumabschluss des Pausenhofs.

- Zentrale Eingangshalle mit Zugang zum Mehrzweckraum als Entree zur weiträumigen geschossoffenen Erschließungshalle. Eingestellte einläufige Stahlbetontreppenläufe als vertikale Verbindungselemente gliedern diesen Kommunikationsraum wie Skulpturen im Raum.

- Vielfältige Raumeindrücke, schöne Raumerlebnisse durch geöffnete und geschlossene Flurbereiche und Aufenthaltszonen, vielfältige Lichteindrücke durch lebendiges Spiel von helleren und gedämpfteren Lichtzonen, in der oberen Ebene mit gezieltem natürlichem Lichteinfall über Lichtbänder im Dach ergänzt, Flurende an der Ostseite mit raumhoher Öffnung zur Rheinebene.

- Zentraler Aufzug, alle Räume für Menschen mit Behinderung erreich- und nutzbar.

- Mehrzweckraum und Speisebereich zusammenschaltbar zu einer 211 qm großen Aula, großflächig, raumhohe und repräsentative Pfosten-RiegelVerglasung rundum, ausgebildete Loggia zur Nutzung bei Veranstaltungen mit Orientierung zur Rheinebene.

Termine:
Planungsbeginn: August 2001
Baubeginn: Mai 2002
Fertigstellung: ca. Juni 2002
Bauliche Umsetzung

Baukonstruktion:
- Stahlbetonkonstruktion mit Stützen unmittelbar hinter der Fassadenebene und tragenden Flurwänden in Sichtbeton.

- Ebene -1 mit Sichtbetonfassade und hochwertiger Innendämmung. Raumtrennwände in massiver Stahlbetonausführung. Abgehängte Akustikdecken.

- Ebene 0 mit raumhoher PfostenRiegel-Glasfassade, Flurwände, Aufzugsschacht und die Raumbegrenzungsflächen des Foyers mit Haupterschließung in Sichtbeton, Raumtrennwände in Leichtbauweise unter Berücksichtigung der im Schulbau geltenden akustischen Anforderungen, mit Anstrich.

- Treppenanlage in Stahlbeton mit massiven Brüstungen.- Ebenen 1 und 2 mit massiven Stahlbeton-Brüstungen aus Fertigteilen mit außenliegendem Wärmedämmverbundsystem, Aluminiumverglasung. Flurwände in Sichtbeton, Raumtrennwände in Leichtbauweise, Anstrich.

- Geschossdecken in Stahlbeton mit schwimmendem Zementestrich und entsprechendem Bodenbelag.

- Dachkonstruktion über der Ebene2 aus industriell vorgefertigten Holz- Nagelplattenbindern mit abgehängter Akustikdecke. Trapezblecheindeckung als flach geneigtes Walmdach mit Unterspannbohn und außenliegender Rinne. Wärmedümmebene im Bereich des Untergurtes der Nogelplottenbinder.

Haustechnik:
Beleuchtung als Pendellongfeldleuchten, Gaszentralheizung, Brüstungskanäle, Telefonanlage, Alarmierungsanlage, Uhren- und Klingelanlage, Rauchmelder, Druckerhöhung mit Notstromaggregat, Speisenausgabe, Kiosk.

Eisenberg

SOS-Kinderdorf Eisenberg (2004)

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SOS-Kinderdorf Eisenberg (2004)

67304 Eisenberg

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Eisenberg

Situation:
Der SOS Kinderdorf e.V. hat im Jahr 2001 beschlossen die Bebauung im Kinderdorf Eisenberg in Teilbereichen zu erneuern, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.

Das Grundstück des SOS-Kinderdorfes Eisenberg liegt in Ortsrandlage an einer bewaldeten Hangsituation. Die bewegte Topografie in Verbindung mit freiliegenden Sandsteinformationen bilden eine sehr charakteristische und prägnante Umgebung. Für die Kinder stellt dies ein Reservoir an Möglichkeiten dar.

Städtebau:
Bei der Gruppierung der drei Neubauten ( 1. Bauabschnitt ) wird durch Verdrehung einzelner Baukörper eine Abfolge städtebaulich wirksamer Räume erzeugt. Die neu platzierten Gebäude setzen sich mit der Topografie auseinander. Durch diverse Drehungen wird der vorhandene Aussenraum optimal genutzt. Die so entstandene städtebauliche Grundordnung gleicht sich der Typologie regional vorkommender Siedlungsstrukturen an.

Baukörper:
Die einfachen Baukörper orientierten sich an den bereits bestehenden Gebäuden des Kinderdorfes. Dachneigung und Proportion werden übernommen. Die Fassadenoberflächen spiegeln die Materialvielfalt des Innenraumes wider und lassen von außen die unterschiedlichen Funktionen erahnen.

Grundrissordnung:
Der Grundriss orientiert sich zum einen an der städtebaulichen- und topografischen Situation, zum anderen an den inneren Funktionszusammenhängen. Der Eingangsbereich ist direkt an das Wegenetz angeschlossen. Die Erdgeschosszone ist in weiten Teilen verglast. Dadurch öffnen sich die Räume zum Freibereich und ermöglichen eine Korrespondenz mit der Umgebung. Verglaste Flügeltüren gestatten, dass sich die Räume zum zentralen Erschließungsbereich mit der eingestellten Treppe erweitern. Der Grad der Offenheit des Grundrisses kann somit je nach Anforderung verändert werden. Die Verwendung natürlicher Materialien wie z.B. Holz in Verbindung mit Farbe bewirkt die Anregung des taktielen und visuellen Systems.

Das Obergeschoss ist prinzipiell wie das Erdgeschoss zoniert. Die Aufenthaltsräume orientieren sich nach Süden bzw. nach Süd-Westen. Die Nebenräume liegen im Norden.

Gehlert

Umbau Bauernhof zu Ferienwohnung und Büro...

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Umbau Bauernhof zu Ferienwohnung und Büro (2003)

57627 Gehlert

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Gehlert

Ein schönes Beispiel für eine behutsame Sanierung alter Bausubstanz findet man in der Brunnenstraße 10 in Gehlert bei Hachenburg. Das ca. 200 Jahre alte Gehöft wurde jetzt von der Familie Kunz liebevoll renoviert.

Das kleine Gehöft wurde bis in die 1990er Jahre im Nebenerwerb landwirtschaftlich genutzt. Im Jahr 2001 entschloss sich Familie Kunz, Wohnhaus und Stall zu Ferienwohnungen auszubauen und die ehemalige Scheune für eine Büronutzung umzuwandeln.

Zusammen mit ihrem Architekten Erich Nießen aus Langenbach bei Kirburg, der schon einige Erfahrung in der Altbausanierung mitbrachte, fanden die Bauherren eine Lösung, bei der beide Ferienwohnungen einen ebenerdigen Zugang sowohl zum sonnigen Eingangshof als auch zur rückwärtigen Obstwiese haben. Der Grundriss der vorhandenen Wohnung des Bauernhofes konnte weitgehend beibehalten werden. Lediglich zwei Schlafräume des alten Wohnhauses wurden der neu entstandenen Ferienwohnung im ehemaligen Stall zugeschlagen.

Für das neue Büro entschied man, nur einen Teil der Tenne mit einer Decke zu versehen. So kann man weiter die beindruckende Gesamthöhe des Innenraumes erleben.Außen wie innen kamen überwiegend ökologische Baumaterialien zum Einsatz. So wurden unter anderem die Fassade und das Dach mit Naturschiefer gedeckt und die alten Gefache, wo erforderlich, mit Lehmschlag und alten Lehmziegeln neu aufgefüllt.

Da sich auch die äußere Gestaltung des Baukörpers harmonisch in die ortstypische Formensprache einfügt, bewilligte die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises als Untere Denkmalpflegebehörde Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm.

Insgesamt stellt das Objekt ein gelungenes Beispiel dafür dar, wie vorhandene dörfliche Bausubstanz ortsbildgerecht einer neuen Nutzung zugeführt werden kann.

Göllheim

Bürgerhaus

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Bürgerhaus

67307 Göllheim

Architektonisch und städtebauliche

Konzeption
Grundgedanke bei der Entwicklung eines tragfähigen funktionalen und architektonischen Konzeptes war von Anfang an, der Standort des Bürgerhauses inmitten des historischen Ortskernes, die Idee der "Neuen Versammlungsstätte an uraltem Siedlungsplatz".

Die weiteren Planungsschritte waren geprägt von folgenden Prämissen:Hohe Funktionalität und ausreichendes Flächenangebot, Mehrfachnutzung bei unterschiedlichem Raumangebot, modernste kommunikative Einrichtungen, Bühnen- und Saaltechnik.

Einbindung des Großbaukörpers in die kleinteilige Ortskernstruktur ansprechende Architektur mit hohem Wiedererkennungswert, Schaffung eines Hauses, einer Heimstatt der Bürger.

Nach mehreren Vorentwürfen kristallisierten sich folgende Rahmenbedingungen zur weiteren Planung heraus:

Maximale Belegung: 500 Personen

Raumprogramm:
Großer Saal
Kleiner Saal , Vereinsräume Bühnen- und Nebenraumbereich Küchen- und Ver- und Entsorgungsbereich Foyer, separate Nutzungsmöglichkeit Garderobe, WCs, Stauraum, Nebenräume, Haustechnik

Konzept, Architektur, Funktion
Der Standort des Projektes wird im wesentlichen von folgenden Rahmenbedingungen geprägt.Die vorhandene Bebauung entlang der Hauptstrasse musste in die Neubauplanung übernommen, bzw. integriert werden, da der gestalterische Aspekt in der Straßenansicht mit Blick zum Historischen Rathaus als unverzichtbarer städtebaulicher Duktus erhalten werden sollte. Die in der Straßenansicht immer wieder auftauchende Thematik der "HOFEINFAHRT" wurde in die Fassadenabwicklung des "FOYERHAUSES" des Bürgerhauses als gestalterisches Motiv übernommen.

Durch diesen Maueranschluss der Tore zwischen den Gebäuden entlang der Hauptstrasse wurde eine unschöne " BAULÜCKEN" - Situation vermieden. Insbesondere das HOHE TOR an der Hauptstrasse versinnbildlicht diesen Gedanken besonders eindringlich.

An das im Grundriss schiefwinkelig stehende Foyerhaus, welches die ehemals vorhandene Bebauung in Höhe und Volumen aufnimmt und neu interpretiert, schließt sich von der Hauptstrasse nicht erkennbar, der Hauptsaalbereich, welcher von der Freiherr vom Stein - Strasse voll sichtbar erscheint, an. Seitlich umgreift ihn, als eingeschossiger Baukörper mit Pultdach der Bereich des Kleinen Saales, - bzw. die Vereinsräume. Dieser eingeschossige Bauteil bringt durch eine Glasspange mit dem Hauptbaukörper getrennt und doch verbunden, den notwendigen gestalterischen Übergang zur kleinteiligen Ortskernbebauung.

Den Abschluss der gesamten Gebäudefiguration bildet das HALBRUNDE TOR, welches an das dort befindliche Hoftor der ursprünglichen Bebauung erinnert.

Die beiden Hauptbaukörper des Foyerhauses und der Grosse Saal durchdringen einander in der Anschlussachse an der Hauptstrasse und lassen diese Situation in architektonisch klarer Sprache entstehen.

Dieser formale Duktus setzt sich in der gesamten Konzeption in allen konstruktiven und gestalterischen Elementen fort, bis hin zur Materialauswahl und farblichen Gesamtkonzeption, wobei dem Material STAHL -und METALL besondere gestalterische Wertigkeit beigemessen wird. Der gestalterische, dynamisierende Gegensatz bildet die intensive Verwendung von hellen Holzoberflächen in Fußböden Traghölzern der unterspannten Binder, Türblättern, Portalrahmen der Bühne, Einrichtung und Bestuhlung.

Eine Besonderheit des Gesamtkonzeptes stellt wohl die Freiraumsituation zwischen Haupt - und Freiherr vom Steinstr. entlang der östlichen Grundstücksgrenze dar, welche sich als der "WEG DER VERGANGENHEIT UND ZUKUNFT" mit gestalterischen Vorgaben in Form der T O R E und des dazwischen mit einem Lichtraster definierten FREIRAUMFOYERS darstellt, als auch als Entwicklungsbereich für weitere Aktivitäten der Zukunft gesehen werden kann.

Die Plastik des GYLO, in Verbindung mit dem HALBRUNDEN TOR macht die Bedeutung dieses Architekturrahmens besonders schön klar und deutlich.

Foyerhaus
Offener, in Kubatur die vorhandene Bebauung neu interpretierender funktionaler Eingangs - und Entree-bereich des gesamten Projektes, unabhängig vom Hauptsaalbereich betreibbar, mit kleinem FOYERCAFE, und direktem Anschluss an die KüchenBereiche und den großen Saal.

Bestuhlbar für ca. 70 -bis 90 Personen.

Großer Saal
Bestuhlbar für 350 Peronen, mit Galerie für 430 Personen, mechanisch permanent be- und entlüftet. Akustisch voll abgestimmt und optimiert für Sprach- und Musikvortrag.

Ausgestattet mit hocheffizienter PA-ANLAGE inkl. Monitoring des Kleinen Saales und des Foyerhauses, Mittelbühne 90,0m2, mit Unterflurstauraum für Möbellierung und Gerätschaften, separate Außenandienung über Rampe Beleuchtung und Entlüftung elektronisch gesteuert Direkte Buffetanbindung an Küchenbereich Separater Künstler- und Bühnenzugang Besondere Raumatmosphäre durch westliche Fassadengestaltung als das "FENSTER ZUM ORT".

Vortragsbereich Bühne
Modernste Einrichtung in akustischer und beleuchtungstechnischer Konzeption versenkbare Bildwand, Projektionsfläche, für BEAMER- Darstellung geeignet integrierter, mobiler MIXER, per MULTICORD mit Saalanschluss universell nutzbar, separater Zugang für Vortragende und Requisiteure

Kleiner Saal
Bestuhlbar für ca. 70 Personen
Separater Zugang, unabhängig von Foyerhaus und Hauptsaalbereich Direkte Verbindung zum Küchenbereich
Separate WC-Anlage

Trotz des völligen Eintauchens des gesamten Projektes in das Gefüge der Ortsstruktur ist es wichtig, dass sich die neue Architektur als solche zeigt, und sich nicht in irgend einer Form historisierend anbiedert.

Der Charme des Projektes liegt in dem Miteinander der Anklänge von tradierter Bauform und neuer Gestaltungsauffassung, in der Vorstellung, dass hier, vor vielen Hunderten von Jahren, Menschen sich niedergelassen haben, um das Feuer gesessen und sich "versammelt haben, und sich heute wieder hier versammeln.

Die unterschiedlichen Farbnuancen der Fassaden erinnern an die vielen "HÄUSER" welche In all dieser Zeit bereits hier schon gestanden haben, und spiegeln das Vergängliche und den Wechselseitigen Aspekt der Geschichte wieder.

Der "WEG DER VERGANGENHEIT UND ZUKUNFT" entlang des Gebäudes führt auf das ehemalige HOFTOR zu , und lässt die Erinnerung auf Vergangenes wach werden, um gleichzeitig mit dem Blick auf das Tor an der Hauptstrasse die Gestaltung der Zukunft fest ins Auge zu fassen.Die konstruktive Gestaltung des Bürgerhauses erinnert in vielen Details an Scheunen und andere landwirtschaftliche Gebäude, ebenso die Erdtöne der Fassaden, welche sich ganz bewusst von dem Einheitsallerlei - Weiß der "Neubauten" unterscheiden.

Grafschaft-Lantershofen

Studienhaus St. Lambert, Burg Lantershofen...

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Studienhaus St. Lambert, Burg Lantershofen (2004)

53501 Grafschaft-Lantershofen

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Grafschaft-Lantershofen

Das Studienhaus St. Lambert ist ein überdiözesanes Ausbildungszentrum für Priester und Seelsorge mit dem zweiten Bildungsweg.

Das Studienhaus ist über Jahrzehnte im Anschluss an einen barocken Bauteil (Burg Lantershofen) immer wieder erweitert worden, ohne dass ein übergeordnetes Raumkonzept zur Verfügung stand. Drängende Sanierungs- und Programmwünsche des Nutzers führten zu einer umfangreichen, sich über das gesamte Objekt erstreckenden Neuordnung der Funktionsbereiche, wobei Teile des notwendigen Raumprogramms ausgelagert und in Neubauten realisiert wurden.

Zur Realisierung des Gesamtkonzeptes war es notwendig, alte Gebäudeteile (Kapelle und ehemaliges Speisesaalgebäude) abzubrechen, um an dieser Stelle ein Zentralgebäude mit den Funktionsbereichen Kapelle, Aula, Hörsälen und zentralem Foyer einzufügen.

Die Architektur der neuen Gebäudeteile stellt einen deutlichen Kontrast zur vorhandenen Altbausubstanz dar, zeitgemäße Architektur, die eine starke Verbindung zu den Altbaubereichen eingeht.

Das Gesamtvolumen liegt bei ca. 12 Mio. EUR. Die Baumaßnahmen werden bei laufendem Betrieb durchgeführt. Die Fertigstellung des 3. Bauabschnittes (Zentralbau) ist für April 2004 vorgesehen.

Gusenburg

Wohnhaus (2003)

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Wohnhaus (2003)

54413 Gusenburg

Das Wohnhaus liegt im Ahrtal, eingebettet zwischen der Ahrweiler Stadtmauer und den für diese Region typischen Weinbergen. Anlehnend an die klassische Moderne, scharfkantig, strahlend weiß und auf das wesentliche reduziert hebt sich der Baukörper ab.

Im Inneren gehen die Raumvolumina ineinander über und schaffen so Blickbeziehungen zwischen den versetzten Wohnebenen. Die Raumaufteilung verzichtet auf die typischen Grundrissklischees und ermöglicht trotz kleinster Fläche ein komfortables Wohnen ohne jegliches Gefühl von Enge aufkommen zu lassen.

Brennwerttechnik, eine Solaranlage sowie eine Anlage zur Wärmerückgewinnung sind grundlegende Elemente des Versorgungskonzeptes.

Hauenstein

Wohnhaus mit Carport (2002)

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Wohnhaus mit Carport (2002)

76846 Hauenstein

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Hauenstein

Planungsaufgabe / Standort:
Die Bauaufgabe bestand in der Konzeption eines Neubaus für ein Wohnhaus mit Carport für eine vierköpfige Familie. Das Baulückengrundstück in heterogener bestehender Umgebung befindet sich am Rande des Ortskernes von Hauenstein.

Städtebau / Architektur:
Auf städtebaulicher Ebene stand die Schaffung von eindeutig zonierten und gut nutzbaren Außenräumen im Vordergrund. Einschnitte im Baukörper setzen diesen Ansatz mit einem überdachten Zugangsbereich im Norden und einer Loggia im Süden fort. Desweiteren zoniert das skulpturale Treppenhaus den Gartenbereich im Süden und es bildet darüber hinaus eine Kante zur Aufnahme der Höhendifferenz in der Grundstückstopografie. Das Erdgeschoss nimmt in einem fließenden Grundriss den Wohn- und Koch-/ Essbereich auf. Im Obergeschoss befinden sich drei Individualräume und eine Arbeitsgalerie. Im Kellergeschoss sind der Technikraum, Abstellräume und ein Arbeitsraum (Souterrain mit natürlicher Belichtung) angeordnet.

Baukonstruktion / Haustechnik:
Der Baukörper mit zwei Vollgeschossen und Teilunterkellerung wurde in Massivbauweise mit Kalksandsteinmauerwerk ausgeführt (Niedrigenergiestandard). Das Pultdach besteht aus einer Holzkonstruktion mit 3° Dachneigung und Titanzinkeindeckung. Der Carport wurde als Stahlkonstruktion mit Glaseindeckung realisiert.

Beheizt wird das Gebäude von einer Gastherme, die optional von Solarkollektoren bei der Wärmeerzeugung unterstützt wird. Eine Lüftungsanlage mit Erdkanal zur Vorkonditionierung der Zuluft (Erwärmung im Winter / Kühlung im Sommer) ergänzt das energetische Konzept.

Gebäudedaten:
Planungsbeginn: Herbst 1999
Baugenehmigung: Frühjahr 2000
Baubeginn: Sommer 2000
Bezug: Winter 2001

Fertigstellung Außenanlagen: Sommer 2002
Grundstücksfläche: 600m2
Umbauter Raum: 940m3
Nutzfläche: 240m2

Idar-Oberstein

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Neugestaltung einer orthopädischen Gemeinschaftspraxis (2004)

55743 Idar-Oberstein

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Idar-Oberstein

Trotz aller Gebundenheit an funktionale Abläufe und technische Ausstattungen einer orthopädischen Praxis standen von Seiten der Bauherren und Innenarchitekten gestalterische Aspekte im Vordergrund. Durch eine gut gewählte Empfangssituation mit einer heiteren und harmonischen Raumatmosphäre sollen Ängste abgebaut, das Wohlbefinden gestärkt und Therapien unterstützt werden. Dabei wirken optische Eindrücke wie Farben, Materialien und Beleuchtungseffekte gerade auf einen kranken Menschen sehr positiv. Es wurde ein Zusammenspiel zwischen offenen und geschlossenen Räumen geschaffen. Dank einer klugen Rauminszenierung mit fantasievollen, kreativen Lösungen konnte der Praxis ein unverwechselbares Ambiente verliehen werden, das Patienten anspricht und für ein angenehmes Arbeiten von Ärzten und Mitarbeitern sorgt.

Kaiserslautern

Neubau Doppelhaus (2004)

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Neubau Doppelhaus (2004)

67655 Kaiserslautern

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz – Kaiserslautern

...und wieder ein Bauvorhaben der IMRAUM Bauträgergesellschaft, das sich dem anspruchsvollen Wohnen in Innenstädten widmet und welches in fruchtbarer, kreativer Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro de Fries entstanden ist.

In der Emmagasse 4 6 (Ecke Sophienstraße) unweit des Stiftsplatzes in der Altstadt von Kaiserslautern ist ein Doppelhaus in eine Baulücke eingefügt worden. Selbstbewusst und modern von der äußeren Erscheinung fügt sich das neue Gebäude sensibel in den Bestand von 1 1/2 und 2 geschossigen Stadthäusern ein (die Investoren verzichteten auf eine bereits für den Vorbesitzer genehmigte 3-geschossige Bebauung).

Das Projekt umfasst den Neubau von 2 schlanken Wohnhäusern in Massivbauweise mit 2 Geschossen und ausgebautem Dach ohne Keller. Bewusst sollte der First des Doppelhauses nicht "ums Eck" geführt werden, der Giebel zur Sophienstraße wurde herausgestellt.

Die Erdgeschosse nehmen Garagen und Nebenräume auf und eine kleine Einliegerwohnung. Auffallend sind die in die Gebäudeform eingeschnittenen Balkone im Obergeschoss, Haus Nr. 6 hat eine nach zwei Seiten offene Loggia mit stützenfreier Ecke.

Wer über die Treppenschlucht in das Obergeschoss kommt, erlebt intensiv die Stärke dieser Wohnlage, die spannende Beziehung von innen nach außen und zurück: Die unverbaute Blickbeziehung vom Wohnbereich zum Park im benachbarten Innenhof.

Ein gebautes positives Lebensgefühl, die bewusst inszenierte, spannende Lichtführung von unten (Strasse/EG) dem Licht entgegen nach oben (Himmel/DG).

Das Dachgeschoss ist lichtdurchflutet, hier befinden sich die Funktionen Schlafen, Bad und Studio, belichtet durch jeweils 5 große Dachflächenfenster.

Möglichst wenig raumtrennende Wände gibt es. Die Treppen wirken im Zentrum der Häuser raumaufteilend. Es wird um die Treppen "herumgelebt". Dadurch ist das bereits zur Grundausstattung aller IMRAUM-Projekte gehörende Zusammenspiel von massiven- und Zig-Zag-Stahltreppen (in einläufiger Ausführung) besonders intensiv erlebbar.

Die neuen Eigentümer sind sehr gespannt, wie sich hier in der Emmagasse das Wohnen in der Innenstadt anfühlt und die Nachbarn freuen sich über den "positiven" Impuls, der von diesen neuen Gebäuden ausgeht, über die Aufwertung, die die beiden Straßen jetzt erfahren haben.

Kaiserslautern

Einfamilienhaus (2002)

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Einfamilienhaus (2002)

67659 Kaiserslautern

Das Einfamilienhaus ist in einem Neubaugebiet eines dörflichen Ortteiles von Andernach errichtet. Um die solaren Energiegewinne auszunutzen, orientiert sich das kompakte Wohnhaus zur Sonnenseite. Sämtliche Aufenthaltsräume, im Dachgeschoss mit Galerien, liegen südöstlich zum Garten hin und erhalten großzügige Fensterflächen. Gleichzeitig bietet sich eine hervorragende Aussicht in die Eifellandschaft. Die Nebenräume sind straßenseitig auf der nordwestlichen Seite angeordnet.

Auf einfache, kostengünstige Baukonstruktionen wurde viel Wert gelegt.

Kaiserslautern

Stadtsparkasse Kaiserslautern

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Stadtsparkasse Kaiserslautern

67655 Kaiserslautern

Der Umbau der Stadtsparkasse beinhaltet die Neugestaltung einer der beiden dreigeschossigen Gebäuderiegel und die beide verbindende zweigeschossige Kundenhalle. Der interne Funktionsablauf der Bank ist neu strukturiert, was sich im Ausdruck des Gebäudes widerspiegelt. Der dem Stiftsplatz zugewandte Gebäudeteil ist im Erdgeschossbereich, der Servicezone, auf Platzniveau abgesenkt worden, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen und bietet alle Funktionen eines zeitgemäßen 24-Std-Bereichs. Die Kundenhalle als zentrales Element wurde komplett entkernt und modernisiert. Dinge wie Empfang, Café, Mediawand, Wasserwand, Bäume und Beraterräume sind Ausdruck prägend. Überarbeitet ist auch die Gebäudehülle, welche sich als zweischalige Klimafassade zeigt und von den Materialkontrasten gelber Sandstein, Alu- Glaslamellen schützen die Holzfensterfensterfassade, lebt.

Kaiserslautern

Umbau Leitstelle Gasanstalt (2003)

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Umbau Leitstelle Gasanstalt (2003)

67653 Kaiserslautern

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Kaiserslautern

Die Leitstelle der Gasanstalt Kaiserslautern steuert und kontrolliert 24 Stunden am Tag das Gasleitungsnetz der Stadt und des Umlandes Kaiserslauterns. Darüber hinaus überwacht sie verschiedene externe Alarm- und Notrufsysteme und betreut die Gastankstelle auf dem Gelände der Gasanstalt AG.

Infolge der Neuinstallation der hochmodernen Leitstellentechnik im Sommer 2003 wurde auch das bestehende Leitstellengebäude neu organisiert und umgestaltet. Der Innenraum des Leitstellengebäudes wurde optimiert und um einem Seminar- und Schulungsraum erweitert, der für Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit der Gasanstalt AG genutzt wird. Dem architektonischen Konzept wandelbarer, nicht statischer Nutzungen ist durch fließende Raumübergänge bzw. Abgrenzungen, die Wahl transparenter, semitransparenter und massiver Materialien Rechnung getragen.

Kaiserslautern

Umnutzung eines ehemaligen Speditionsgebäudes...

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Umnutzung eines ehemaligen Speditionsgebäudes in ein Architekturbüro (2000)

67657 Kaiserslautern

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz – Kaiserslautern

Das ehemalige Speditionsgebäude mit Stallung wurde um die Jahrhundertwende errichtet. Vor dem Umbau zum Architekturbüro, diente es einer Weinhandlung als Zwischenlager. Es war unser Anliegen das Gebäude mit dem notwendigen Respekt, vor seiner Qualität in Material und Struktur, zu renovieren.

Alle Eingriffe und Veränderungen mit dem Material Glas/Stahl stehen in einem spannungsvollen Dialog zur bestehenden Bausubstanz aus Mauerwerk und Holz. Die Fensterelemente wurden aus Stahlprofilen thermisch getrennt, neu detailliert. Das eingestellte Holzfenster soll als Öffnungsflügel in der Konstruktion ablesbar sein.

Treppe, Geländer und Raumabschlüsse sind ebenfalls in leichter Stahl- Glaskonstruktion entworfen und gefertigt. Alle Möbel (Regale, Computertische, Küche) sind nach eigenem Entwurf gefertigt und flexibel versetzbar. Hiermit können die einzelnen Arbeitsplätze im Großraum klar definiert werden.

Die vorhandenen drei Geschossebenen sind zur Zeit folgenden Nutzungen zugeordnet:
Eingangsebene: Besprechungsraum und Küche, Sekretariat und vier Arbeitsplätze Dachgeschoss: sechs Arbeitsplätze
Kellergeschoss: Archiv, Fotokopierer, Abstellraum, WC-Anlagen, Modellbau

Kaiserslautern

Wohnhaus mit Einliegerwohnung (2004)

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Wohnhaus mit Einliegerwohnung (2004)

67657 Kaiserslautern

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Kaiserslautern

Das Wohnhaus steht in einem zentrumsnahen Neubaugebiet und ist Teil einer Wohngruppe. Alle Gebäude werden in Holzbauweise als Niedrigenergiehäuser errichtet und haben ein einheitliches Architekturkonzept mit individueller Ausformung. Durch großflächige Verglasung der Wohnräume nach Süden entsteht ein guter Bezug zwischen Innen- und Außenbereich. Die Stellplätze und Abstellräume an der Straße bieten Sichtschutz und einen gefassten Gartenhof. Der Grundriss ist so organisiert, dass die Wohnräume offen und zum Garten orientiert sind und die privaten Räume (Schlafen, Bäder) intimer liegen.

Kaiserslautern

Stadtsparkasse Kaiserslautern (2003)

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Stadtsparkasse Kaiserslautern (2003)

67655 Kaiserslautern

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz - Kaiserslautern

Der Umbau der Stadtsparkasse beinhaltet die Neugestaltung einer der beiden dreigeschossigen Gebäuderiegel und die beide verbindende zweigeschossige Kundenhalle. Der interne Funktionsablauf der Bank ist neu strukturiert, was sich im Ausdruck des Gebäudes widerspiegelt. Der dem Stiftsplatz zugewandte Gebäudeteil ist im Erdgeschossbereich, der Servicezone, auf Platzniveau abgesenkt worden, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen und bietet alle Funktionen eines zeitgemäßen 24-Std-Bereichs. Die Kundenhalle als zentrales Element wurde komplett entkernt und modernisiert. Dinge wie Empfang, Café, Mediawand, Wasserwand, Bäume und Beraterräume sind Ausdruck prägend. Überarbeitet ist auch die Gebäudehülle, welche sich als zweischalige Klimafassade zeigt und von den Materialkontrasten gelber Sandstein, Alu- Glaslamellen schützen die Holzfensterfensterfassade, lebt.

Kaiserslautern-Dansenberg

Erweiterung Wohnhaus Schäfer (2004)

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Erweiterung Wohnhaus Schäfer (2004)

67661 Kaiserslautern-Dansenberg

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz – Kaiserslautern-Dansenberg

Gegenstand der Bauaufgabe war anfangs die familiär bedingte notwendige Erweiterung des bestehenden Wohngebäudes sowie die Suche nach der formalen Antwort auf ein Doppelhaus mit rosa eingefärbter Kalksandstein-Fassade und hellgelben Fenstern aus den 80er Jahren.

Als ergänzendes und doch eigenständiges Gebäude zeigt sich der Baukörper schließlich als einfacher Kubus, dessen dunkelrot lasierte Fassadenschalung aus sibirischer Lärche sich farblich an den Bestand anlehnt. Die Gliederung mittels vertikaler Alu-Profile in unterschiedlich große Felder verleiht ihr einen sehr eigenständigen Charakter.

Die neuen Räumlichkeiten bestehen im Erdgeschoss aus dem neuen Wohn-/Esszimmer mit Kaminbereich, der sich nach außen hin zur Terrasse über raumhohe Schiebefenster erweitern lässt. Im oberen Geschoss befindet sich als Raumfolge das neue Elternschlafzimmer mit dazugehörigem Bad und dem begehbaren Ankleideraum.

Die reduzierte Formensprache spiegelt sich besonders in den Oberflächenmaterialien wider: der Fußboden in Santospalisander, im Badezimmer Mosaikfliesen aus Muranoglas.

Kasel

Erweiterung der Regionalschule Waldrach

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Erweiterung der Regionalschule Waldrach

54320 Kasel

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen am Schulstandort Waldrach - ca. 600 im Jahr 2003 mit deutlich steigender Tendenz - wurde eine Erweiterung des Angebotes der bestehenden Regionalschule an Klassen- und Werkräumen erforderlich. Mit den Architektenleistungen wurden die Architekturbüros Iris Willems und Architekten Stein Hemmes aus Kasel als Planungsgemeinschaft beauftragt.

Das Raumprogramm umfasste unter anderem 4 Klassenräume, davon 2 teilbar in je 2 Kursräume, 1 neuer Werkraum sowie die zugehörigen Nebenräume.

Der einzig sinnvolle und zugleich verfügbare Standort für den Erweiterungsbau war der rückwärtige Abschluss des Schulhofes vor der relativ unattraktiven Giebelwand der Sporthalle. Der Entwurf des Anbaus passt sich einerseits in Geschossigkeit, Höhenentwicklung und Dachform dem bestehenden Schulkomplex an, unterscheidet sich von diesem jedoch bewusst durch Materialwahl und -einsatz. Das Gebäude besteht aus zwei ineinander verschränkten Baukörpern, von denen sich der eine als massiver Sockel- und Erschließungstrakt mit Putzfassade, der andere als Holz-Glas-Kubus mit den Klassenräumen darstellt.

Wichtiger Bestandteil des Entwurfskonzepts war das Einbeziehen der Kunst am Bau. Die südliche Außenwand wurde mit Vitrinenfenstern so gestaltet, dass dort Kunstobjekte ausgestellt werden können.
Für die äußere Gestaltung wurde eine Kombination aus verputztem Massivbau und Holzbau mit einer großflächigen Fassadenverkleidung aus lackierten Sperrholzplatten gewählt. Die Hauptnutzräume werden über die großflächig verglaste Nordwestfassade natürlich belichtet, ohne dass zusätzliche Sonnenschutzanlagen erforderlich sind. Insgesamt wurde in enger Kooperation mit den Planern der Haustechnik die Wärmedämmung des Gebäudes so ausgelegt, dass die Kapazität der vorhandenen Heizzentrale des Schulkomplexes nicht erhöht werden musste.

Die Baumaßnahme wurde in einem Zeitraum von 13 Monaten zwischen Juli 2002 und August 2003 parallel zum laufenden Schulbetrieb durchgeführt. Gleichzeitig wurde die Sanierung der bestehenden Fernwärmeleitungen durchgeführt sowie ein Raum im Erdgeschoss des Altbaus zum zweiten Werkraum umgebaut.

Raumprogramm:
4 Klassenräume à 60 m2, davon 2 teilbar in je 2 Kursräume à 30 m2 1 neuer Werkraum à 80 m2
2 Materialräume à 35 m2
2 zugehörige Flure mit Garderoben à 20 m2 Treppenhaus über drei Geschosse
Umbau im Bestand: ehem. Raum für Bildende Kunst umbauen zum zweiten Werkraum.

Technische Gebäudedaten:
Umbauter Raum: ca. 2.175,- m3
Hauptnutzfläche: ca. 390,- m2
Nutzfläche gesamt. ca. 485,- m2 einschl. Verkehrs- und Funktionsflächen
Baukosten: ca. 1.030.000,- € einschl. Außenanlagen, Nebenkosten und Kunst am Bau

Knittelsheim

Gemeindehaus Knittelsheim (2003)

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Gemeindehaus Knittelsheim (2003)

76879 Knittelsheim

Tag der Architektur 2004 in Rheinland-Pfalz – Knittelsheim

1961 als Schule in ungedämmter Stahlbetonbauweise mit Asbesteindeckung erbaut, wurde das Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus umgenutzt. Das Generalplanungskonzept verfolgt das Ziel "Nachhaltigkeit in Funktion und Betrieb“ und berücksichtigt u.a. folgende Kriterien: Neugestaltung inneres/äußeres Erscheinungsbild, zukünftige Zugänglichkeit/Benutzbarkeit aller Personen (barrierefreies WC, Wickelraum) und nachhaltige energetische Sanierung. Durch Integration der Eigenleistung in den Bauablauf wurde eine zusätzliche Reduzierung der Aufwendungen im eng gesteckten finanziellen Budget gewährleistet.

Das Gemeindehaus gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Einrichtungen in Knittelsheim. Es ist der zentrale Ort, wenn es um öffentliche Entscheidungen und Interessen der Gemeinde geht und gleichsam ein Ort als Treffpunkt bei vielen Veranstaltungen. Das Gebäude wurde in massiver Bauweise und in großen Teilen als Stahlbeton-Skelettbau im Jahr 1961 erstellt und erfuhr in den Jahren 1980/81 eine Nutzungsänderung mit einhergehender Umbaumaßnahme. Die massiven Bauteile präsentieren sich in solidem Zustand. Die Konstruktion des ehemals als Schule genutzten Bauwerks ermöglicht eine Neugliederung im Grundrissbereich. Die Anpassung des gesamten Gebäudes an die differenzierten Anforderungen an ein öffentliches Gebäude war erklärte Absicht des Auftraggebers und des Planungsteams. Dabei sollten vor allem ein moderates Maß an Investition mit reduzierten Kosten des Betriebs gekoppelt werden. In der Konzeptentwicklung wurden u.a. folgende Kriterien berücksichtigt:

- Organisatorische Integration der Möglichkeit gemeindlicher Selbsthilfe/ Eigenleistung
- Anpassung des bestehenden Raumangebots an den Bedarf -Benutzbarkeit des Gebäudes für alle Personen (behindertengerechte Erschließung, behindertengerechte WC, Wickelraum etc.)
- Schaffung neuer Nutzungsmöglichkeiten durch die Umbaumaßnahme
- Sanierung konstruktiver Bauteile
- Veränderung der innenarchitektonischen Atmosphäre und des Gebäudeausdruckes -Anpassung der haustechnischen Installation an Funktion und zukünftige Standards
- Energetisch/ökologische Sanierung der Gebäudehülle

Zeitrahmen:
Zur Realisierung der Gesamtmaßnahme wurden die Monate Mai bis Dezember vorgesehen. Der Zeitrahmen wurde eingehalten, die offizielle Einweihung fand am 21. Dezember 2003 statt.

Kostenrahmen:
Nach detaillierter Bauaufnahme und Konzeptplanung wurde eine Kostenberechnung auf Elementbasis erarbeitet. Auf Grund der planungstechnischen Vorgehensweise konnte dieses Finanzbudget eingehalten und sogar unterschritten werden.

Eigeninitiative:
Unter anderem auf Grund der allgemeinen Finanzsituation der Kommunen/Gemeinden wurde schon frühzeitig auf die Eigeninitiative zur Selbsthilfe der Bürgerinnen und Bürger gesetzt. Dank der hohen Beteiligung konnte ein Kostenvolumen von ca. 55.000 Euro eingespart werden. Die Eigenleistungen wurden durch das Planungsteam organisatorisch gesteuert, damit zur rechten Zeit die erforderlichen Maßnahmen fertig gestellt werden konnten. Die Mühe beider Seiten hat sich gelohnt!

Das Planungsteam, der Gesamtplanungsauftrag:
Das Architekturbüro Haack Lauerbach Architekten BDA wurde von der Ortsgemeinde Knittelsheim mit den Aufgaben eines Gesamt- oder Generalplaners beauftragt. Zu den Aufgabenbereichen gehörten:
- architektonische und konstruktive Gebäudeplanung, Ausschreibung, Bauleitung (alle Leistungsphasen)
- tragwerkstechnische Berechnungen (alle Leistungsphasen)
- haustechnische Planung (alle Leistungsphasen)
- Fassadenplanung
- Projektsteuerung
- Organisation von Eigenleistung
- Kosten- und Terminmanagement
- Organisation von Planungs- und Baubesprechungen
- Entscheidungsmanagement (Gemeinderatsitzungen etc.)

Koblenz

Wohnhaus Artuso

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Wohnhaus Artuso

56073 Koblenz

Das Wohnhaus Artuso wurde im gewachsenen Ortskern von Koblenz-Moselweiß auf einem nur 9 m breiten und 45 m langen Grundstück realisiert. Nach Abriss und Erwerb der maroden Bestandsimmobilie sollte für die Bedürfnisse des Bauherrn und dessen nahegelegenen Gastronomieeinheit neben dem Wohnhaus mehrere Stellplatzeinheiten sowie ein Kühlraum geschaffen werden. Eine Sichtbetonwandscheibe im Norden vor dem zweigeschossigen 6,0 x 18,0 m abgemessenen Gebäude schottet den öffentlichen Bereich zum privaten Areal ab und integriert den vorgelagerten eingeschossigen Wirtschaftsraum. Das Gebäude besticht durch seine klare Formensprache, reduziert auf das Wesentliche im Innen- und Außenbereich. Im OG liegen zurückgezogen die Bad- und Schlafräume, welche durch eine offene Empore vom Wohnraum mit offenem Küchenbereich aus erschlossen werden. Zum Garten im Süden öffnet sich das Gebäude im Grund- und Aufriss.

Kordel

Erweiterung Haus Grub

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Erweiterung Haus Grub

54306 Kordel

Gezielt hatte man einen schlichten, ortstypischen Altbau aus den 50er Jahren, angrenzend an den Dorfkern, gesucht. Der notwendige Umbau und die Erweiterung sollten ein zeitgemäßes Wohnen mit offenem Grundriss, viel Licht und Bezug zum Garten ermöglichen. Die Erweiterung setzt sich durch Material und Form vom Altbau ab, die Innenarchitektur lässt durch Materialwahl und Einrichtung beide Baukörper harmonisch miteinander verschmelzen.
Die Bauzeit betrug neun Monate.

Kordel

Erweiterung Haus Schilz

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Erweiterung Haus Schilz

54306 Kordel

Anlehnen – Absetzen, Alt – Neu
Thema der Erweiterung war es, einen spannungsreichen Dialog zwischen schlichtem 50er Jahre Altbau und eigenständigem Neubau zu schaffen. Wichtiger Aspekt bei der Planung war zudem, dass Altbau und Neubau später als eigenständige Wohneinheiten funktionieren können. Das aus dieser Zeit großzügig bemessene Grundstück ermöglichte die gewünschte Ausrichtung in den Garten. Eine den Neubau umschließende Stahlklammer unterstreicht das bewusste Absetzen von Form und Material, das auch seine konsequente Weiterführung in der Innenarchitektur findet. Die Erweiterung beinhaltet den offenen Wohntrakt mit großzügiger 2-seitiger Glasfassade zum Garten. Die geschlossene Nordfassade wird als Rückgrat der Terrasse weitergeführt.
Bauzeit : 8 Monate

Kröv

Weinbrunnenhalle

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Weinbrunnenhalle

54536 Kröv

Städtebauliche und landschaftsplanerische Einbindung
Von dem Kreuzungspunkt der Moselweinstrasse IB 53) / Ritter-Götz-Straße erstreckt sich das Moseltouristik-Zentrum entlang der Bundesstraße mit einer vorgelagerten Platzfläche. Das Gemeindezentrum entwickelt sich vom Platz her in einer strengen Fassadenstruktur entlang der Moselweinstraße und aus einem öffnenden, geschwungenen, architektonisch gestaltenden zur Mosel hin orientierenden Gebäudeteil.

Die Zugangs-, Eingangsbereiche orientieren sich zu dem neuen Platz. Im Zentralen Platzbereich wird die Weinbrunnenskulptur mit dem "Kröver Nacktarsch" angeordnet. Als Wetterschutz ist eine textile Leichttragdachkonstruktion vorgesehen.

Auf der Platzfläche zwischen dem geschwungenen Gebäudekubus und der Mosel werden zur Auflockerung gestaltete Pflasterbereiche, Grünflächen angeordnet, so dass die neue Moselplatzseite aufgelockert wird.

Form und Strukturen der neuen Gebäude und Freianlagen ordnen das noch zum Teil diffuse Umfeld, so dass hierdurch gesamtplanerisch das komplette Umfeld eine Aufwertung erhält.

Architektur und Funktion
Der Baukörper gliedert sich in eine straßen- und platzorientierte Funktionszone mit signalhaftem, platzaufwertendem Entree und einer freien Erlebniszone zur Sonnen- und Moselseite hin.

Im Einzelnen sind der multifunktionale Veranstaltungsbereich, das Tourist-Info und Aufenthaltsbereiche von dem zentralen Foyer zugänglich. Dieses wird erschlossen über den vorgelagerten neuen Platz, des weiteren über eine Treppenanlage vom Moselvorgelände. Der neue Dorfplatz mit der Weinbrunnenanlage kann für Gästeempfänge, Open-Air-Veranstaltungen, Weinfeste genutzt werden.

Im Eingangsbereich des Moseltouristik-Zentrums befindet sich die Anlaufstation der Gäste und Besucher des Weinortes Kröv. Die multifunktionale Halle ist als Großraum konzipiert, des weiteren ist sie in drei Veranstaltungsbereiche durch mobile Trennwände abtrennbar, so dass Informations-, Gästeabenden, kleinere Konzerte, Empfänge, etc. je nach Bedarf stattfinden können. Moselseitig vorgelagert ist eine Terrassenanlage, die als Erweiterungsfläche für Sommerfeste mitbenutzbar ist.

Im Obergeschoss, zugänglich vom Foyer, sind die Büroräume des Fremdenverkehrsamtes, die Toilettenanlage, der Regiebereich angeordnet.

Der höher liegende, moselseitige Gebäudetrakt wurde so hoch angehoben, dass er über dem sogenannten "einhundertjährigen Hochwasserbereich liegt.

Konstruktion und Gestaltung
Das Basis- und Tragwerk der alten Weinbrunnenhalle, d. h. die Fundamente, Stützwände und Stahlbetonstützen, sollen erhalten bleiben auf das die neuen Hollentragwerkskonstruktionen aufgebaut werden. Das neue Gebäude ist in Mischbauweise aus Mauerwerk/Beton mit geputzten Oberflächen, Stahlglasfassaden und einer Holz-/Stahldachkonstruktion geplant.
Der Gesamtcharakter der Anlage ist ein helles, organhaft, plastisches, transparent gehaltenes, heiteres Bauwerk mit betonter Herausarbeitung von Inhalten und Konstruktionen.

Baugrundstück
Gemarkung: Kröv
Flur: 7 Flurstücke: 164/4,164/5,162/6,162/7,162/8

Nutzungsdaten
Veranstaltungsbereich:
Saal/Haus des Gastes ca. 670 m2, teilbar ca. 430/132/104 m2, Reihenbestuhlung ca. 700 Personen (430 104 = 534 : 0,8 = 667), an Tischen ca. 480 Personen, für Veranstaltungen, Tanz, Feste, etc.

Podium:
ca. 120 m2, ohne Nebenräume

Foyer:
Erschließung aller Bereiche, einschließlich Garderoben, ca. 220 m2,

Fremdenverkehrsamt:
im EG ca. 40 m2, Büros ca. 70 m2

Flächen und Rauminhalte
Nutzflächen Neubau (ohne Kiosk): 1.423,32 m2
Bestand: 237,17 m2
Verkehrsfläche (ohne Kiosk): 62,84 m2
Funktionsfläche: 134,99 m2
NGF (Bestand und Neubau, ohne Kiosk): 1.858,32 m2
BGF (Bestand und Neubau, ohne Kiosk): 2.017 m2
BRI (Bestand und Neubau, ohne Kiosk): 10.388,13 m3

Lambsheim

Errichtung eines Büropavillons

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Errichtung eines Büropavillons

67245 Lambsheim

Der Büropavillon vereint auf 107 qm die ehemals ausgelagerte Verwaltung des Gewässerzweckverbandes am Ortsrand von Lambsheim. Die Funktionalität des Grundrisses setzt sich in der Fassade und der Materialwahl fort. Charakteristisch für Gestaltung und Konstruktion ist die Verwendung von Stahlbeton-, Holzrahmen- und Stahlbauweise. Die Dacheindeckung aus Edelstahl ermöglicht einen filigranen Rand. Die Betonwandscheiben bilden einen massiven Kontrast zum leichten Flügeldach. Das Aluminiumfensterband unterstreicht die Horizontalität des zweihüftigen Solitärs.

Landau

Doppelhaus

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Doppelhaus

76829 Landau

Auf Anregung der Stadtplanungs- und Stadtentwicklungsabteilung der Stadt Landau wurde im Mai 2000 ein ,Architektenforum" ins Leben gerufen, das sich der Aufgabe widmen sollte, geeignete Entwicklungsmaßnahmen für das so genannte Quartier "Vauban" zu schaffen. Das Baugebiet liegt sehr attraktiv in fußläufiger Nähe zur Stadtmitte Landau.

Die Zielsetzung bestand darin, dass eine Anzahl ausgewählter Architekten gemeinsam mit Bauträgern gestalterische und bautechnische hochwertige Häuser entwickelten, wobei jedes der beteiligten Architekturbüros einen eigenen Häusertyp entwarf.

Entwickelt wurde ein dreigeschossiges Pultdachhaus, das in Form eines Doppelhauses in moderner vorelementierter Holzbaukonstruktion errichtet wurde. Da die Innenwände keine tragenden Wände sind, konnten die Grundrisse je Haushälfte frei gestaltete werden.

Die Häuser öffnen sich nach Süden; vor der Südfassade wurde ein Balkon aus Stahl montiert, welcher die Räume vor sommerliche Sonneneinstrahlung schützt. Eine Solaranlage ist in der Balkonbrüstung integriert.

Da die gewählte Holzkonstruktion auch einen hohen Dämmstandard zulässt, liegen die Häuser unter dem geforderten Energienachweis und werden mittels eines Pelletsofens bzw. Erdreichwärmetauscher beheizt. Die Innenbekleidung der Außenwände ist mit Lehmformsteine ausgeführt. Alle Innenwände sind mit Lehmputz behandelt.

In der Vorzone zur Straße wurde ein Nebengebäude für Fahrräder, Gartengerät, und Müll errichtet, des Weiteren dient es zur Gliederung bzw. Staffelung des Straßenraumes.

Landau

Einfamilienhaus Familie Wernthaler

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Einfamilienhaus Familie Wernthaler

76829 Landau

Durch eine Grundstücksteilung konnte im Garten des Anwesens im Triftweg 12 eine Grundstücksfläche von ca. 300 qm ausgewiesen werden, auf der ein freistehendes Wohnhaus mit Garage geplant wurde. Die einzuhaltende 1,5-geschossige Bauweise wurde in einem L-förmigen Gebäudeensemble, bestehend aus einem 2-geschossigen Haupthaus mit 1-geschossigem Nebengebäude, umgesetzt. Die zur nördlichen Strassenseite hin geschlossen wirkenden Baukörper öffnen sich großzügig zu einem intimen Gartenbereich hin.

Projektdaten:
Baujahr: 2000
Grundstücksgröße: 313,00 m²
BRI: 795 m³
Wohnfläche: 124 m³
Nutzfläche: 179 m³

Verwendete Materialien:

Wände: Gipsputz/Lehmstreichputz

Decken: Filigrandecken, Unterseite Putz

EG: Ortbetondecke, Unterseite Sichtbeton

Beläge: Hochkantlamellenparkett, Eiche

Fenster: Holz, Art: Kiefer, Rahmen und Flügel farblich differenziert

Fensterbänke: Schiefer

Innentreppe: Gitterrosttreppe, verzinkt

Südfassade:
Haupthaus: teilweise zweigeschossige Holzständerkonstruktion mit Fenster-/ Fenstertürelementen

Außenbereich: Stahlkonstruktionen, verzinkt, Stahlbeton, Art: Sichtbeton, Holz, Art: Douglasie, unbehandelt

Wärmetechnik:
Brennwerttherme,
EG: Fußbodenheizung, Kaminofen
OG: Heizkörper

Landau

Gebäude E und N mit Parkanlage

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Gebäude E und N mit Parkanlage

76829 Landau

Erbaut: um 1905
Sanierung und Umnutzung des 2. Bauabschnittes: seit 1999;
Fertigstellung des 2. Bauabschnittes: 2003
Fertigstellung der Parkanlage mit Aufenthaltsbereichen, Spielplatz und Beleuchtung: 2002;
Illumination in wechselnden Lichtfarben: seit Herbst 2003.

Das um 1905 erbaute königlich-bayrische Garnisonslazarett war zu seiner Zeit eine der modernsten Kliniken Europas. Die vier Hektar große Anlage mit 13 Gebäuden, Park und Grünanlagen diente in beiden Weltkriegen als Krankenhaus. Später während der Nutzung durch die französischen Streitkräfte wurde es um drei Gebäude und diverse Anbauten erweitert und bis 1994 zur medizinischen Versorgung der Soldaten und deren Familien genutzt.

Die im typischen Stil der Gründerjahre erbaute Lazarettanlage weist deutlich barocke Elemente auf: z.B. die große neobarocke Parkanlage im Zentrum, symmetrische Achsen, weitläufige Treppenhäuser, große Sprossenfenster mit Rundbögen, Verzierungen in Buntsandsteinen und hohe Decken in den Gebäuden. Nachträglich in den 50er Jahren wurden Gebäude eingefügt. Sie waren jedoch rein funktional und nahmen keine Rücksicht auf die bestehende Architektur.

Der Landauer Projektentwickler ARCHImedes erwarb 1994 das zur Denkmalzone erklärte Areal von der Bundesrepublik Deutschland und entwickelte ein Gesamtkonzept mit ökologischen und zukunftsorientiert ausgerichteten Planungsprinzipien. Unverzichtbare Bedingungen der Konzeption waren Schonung der Ressourcen und Energiereserven, energiesparende Bauweisen, Schaffung von Büroflächen Wohnraum, der für alle Generationen lebenswert ist, sowie Wohnqualität durch solideste Ausführung, anspruchsvolle Architektur und attraktive Gestaltung des Wohnumfeldes. Für die Entwürfe zeichnet die Architekten- und Planungsgemeinschaft Claus Dillinger und Thorsten verantwortlich.

Mit dem Bau und Betrieb eines Blockheizkraftwerkes und einer Brennstoffzelle werden Rohstoffe höchst effizient und ressourcenschonend genutzt.

Einsparungen im Trinkwasserbereich sind ein weiterer Kernpunkt des Umnutzungskonzeptes. Durch das Sammeln von Regenwasser in Zisternen, das als Grauwasser zur Toilettenspülung und zur Gartenbewässerung genutzt wird, spart man im Lazarettgarten jährlich zirka drei Millionen Liter Trinkwasser.

Für eine positive Ökobilanz müssen Langlebigkeit, energieökonomische Herstellung sowie Weiter- und Wiederverwendbarkeit von Baustoffen, unter Umständen beispielsweise gegen längere Transportwege abgewogen werden. Beispielsweise konnten die Holzbalken aus dem Dachstuhl des um 1950 erbauten Bettenhauses (Haus N) abgetragen und an gleicher Stelle zur Errichtung eines zurückspringenden Dachgeschosses wieder verwendet werden.

Die Anbauten aus den 50er Jahren durch das französische Militär waren nur rein funktional ohne Berücksichtigung gestalterischer Gesichtspunkte hergestellt worden. Dabei hatte man die dahinterliegenden, ursprünglichen Gründerjahre-Fassaden zerstört. Die 50er-Jahre-Anbauten wurden bei der Sanierung nicht zurückgebaut, sondern in ihrer Form vervollständigt und durch eine Fuge von dem Klinkergebäude abgelöst.

Die Bewohnerstruktur des Lazarett-Gartens beinhaltet eine große Bandbreite und geht über 4 Generationen. Einseitigkeit oder Ghettobildung sollten in jedem Fall ausgeschlossen werden. Durch das Mehrgenerationenkonzept wurde darauf geachtet, attraktive, vielseitige und flexible Lebensraum-Angebote zu schaffen. Senioren können großzügige komfortable Wohnungen mit Balkon, Gartenanteil oder Dachterrassen sowie vor allem mit Aufzug erwerben oder mieten. Familien- und kinderfreundlich sind die verkehrsberuhigten Wohnstraßen, große Grünflächen, der gänzlich autofreie Park. Die mit architektonisch ansprechenden Leuchten ausgestattete Parkanlage erstrahlt seit Herbst 2003 in wechselnden Lichtfarben. Die Leuchten wurden zum Teil auch eigens für diesen Standort entwickelt und im Detail geplant.

Landau

Schleusenhaus und Remise

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Schleusenhaus und Remise

76829 Landau

Im Jahr 1902 wurde das Schleusenhaus als Central-Spritzenhaus erbaut und beherbergte Verwaltung und Löschgerät der Landauer Feuerwehr. Stadtbaumeister Wilhelm Schech ließ das Gebäude auf den drei Bögen der alten Vaubanschen Festungsmauern, der Einlassschleuse über der Queich errichten. Nachdem die Landauer Feuerwehr ein anderes Domizil gefunden hatte, bot die Stadt Landau das Gebäude im Jahr 1997 zum Kauf, 1998 wurde es von Thorsten Holch erworben.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde im Jahr 2002 zu attraktiven Wohn-, Büro- und Praxisbereichen umgebaut.

Im Nebengebäude, der 1907 erbauten, ehemaligen Kutscher- und Pferderemise der Villa Ufer entstand ein Jahr später eine großzügige Stadtwohnung.

Die im Laufe der Zeit entstanden An- und Umbauten wurden zurückgebaut, der Ostgiebel, Tor und Torpfeiler nach historischen Plänen rekonstruiert.

Durch das neue, quer zum Gebäude liegende transparente Glashaus, das in die Queich ragt, wurde ein privater, zum Gewässer hin orientierter Innenhof geschaffen.

Das Gebäudeinnere begeistert durch flexible Grundrisse, ein durchgängiges Innenraumkonzept, hochwertige Oberflächen wie Stein- und Eichenfußböden, sowie durch Oberlichter erhellte Räume und durchdachte Detaillösungen.

Limburgerhof

Individuelles Reihen-Endhaus

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Individuelles Reihen-Endhaus

67117 Limburgerhof

Lebens(t)raum im Reihenhaus
Wie so oft hatten wir Glück mit unseren Bauherren. Gemeinsam hatten Sie schon Skizzen für ihr Haus gemacht. Darin war auch ein Essplatz in der kleinen Küche dargestellt.

Der sei für Sie als passionierte Hobbyköche besonders wichtig. Die Küche, in der gemeinsam gekocht und dabei erzählt wird, sei eigentlich ihr Haupt - Aufenthaltsraum. Ihr Traum sei ohnedies eine große, offene Ess-Küche. Mit einem Küchenblock und einem großen Esstisch, einer richtigen "Tafel", weil sie oft und gerne Gäste haben. Doch dieser Traum wäre in einem Reihenhaus leider nicht realisierbar. Und deshalb wenigstens der kleine Essplatz.

Mit den ersten Skizzen war ich nicht zufrieden. Es dauerte einige Tage, bis ich wusste warum: In Gedanken sah ich die Beiden jeden Abend in der kleinen Küche sitzen, während das große Wohnzimmer leer stand. Das konnte es ja nicht sein. Wenn ihnen eine große Küche wichtig war, dann sollten sie auch eine bekommen!

Ab jetzt war es "einfach", denn jetzt war es "richtig".

Den nötigen Platz bekamen wir, in dem wir die Bereiche "Essen / Kochen" und "Wohnen" auf verschiedene Ebenen verteilten. Verbunden sind die Ebenen über die Treppe, die Galerien und die vom Untergeschoss bis zum Dachgeschoss durchgehende, rote Treppenhauswand.

Das Ergebnis ist ein vertikal gegliederter, sehr heller und großzügiger Raum, der im Erdgeschoss allen Besuchern offen ist und dessen Nutzung nach oben hin immer privater wird. -Und ein sehr glückliches Ehepaar.

Lebens(t)raum und Reihenhaus - ein Widerspruch?
Wir freuen uns allen Interessierten das Gegenteil zeigen zu dürfen. Auch hier funktioniert unser Grundsatz: So unverwechselbar wie Sie selbst: Ihr Privathaus

Davon können Sie sich auch an Hand der drei anderen Häuser überzeugen, die wir in unmittelbarer Nähe realisieren durften!

Auch diese können Sie an diesem Wochenende - allerdings nur von außen - besichtigen. Dazu wünschen wir Ihnen viel Spaß!

Ludwigshafen

Passantenseelsorge

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Passantenseelsorge

67059 Ludwigshafen

Im neuen S-Bahnhof Ludwigshafen Mitte entstand die Passantenseelsorge "Lichtpunkt“. Gefordert war ein Ort mit offenen Türen für eine neue Form der Begegnung und des Kontaktes mit Menschen. Betreut wird die Einrichtung von Seelsorgern der Diözese Speyer. Neben dem Treppenaufgang zum Bahnsteig gelegen, bietet die Passantenseelsorge inmitten der Alltagshektik eine Möglichkeit zum Erholen und zur Besinnung. Die Passanten werden auf dreierlei Weisen eingeladen: eine Kerzenwand bietet jedem die Möglichkeit, für Sorgen und Freuden eine Kerze anzuzünden, im Innern lädt die Kapelle in ruhiger Atmosphäre zum Verweilen ein, und die Schwestern stehen im Glaspavillon offen allen Problemen und Sorgen gegenüber. Die Architektur unterstützt die Schwestern in ihrem Arbeiten, denn der Glaspavillon transportiert durch seine klare und transparente Gestaltung die offene und einladende Geste der Fürsorger. Und in der Brückenkammer unter dem Bahngleis, abgeschottet von Hektik und Lärm bietet die Kapelle als geschlossener, introvertierter und akustisch abgeschlossener Baukörper den nötigen Abstand für Feierlichkeiten und Meditation.

Maikammer

Turn- und Sporthalle

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Turn- und Sporthalle

67487 Maikammer

Die Turn- und Sporthalle Maikammer ist als Großsporthalle mit einer Dimension von 45 x 27m konzipiert. Die Halle ist mit zwei Faltwänden in drei gleich große Hallensegmente unterteilbar.

Der Hallenbaukörper wurde so weit in die leichte Hanglage eingelassen, dass die an einer Längsseite angeordneten Geräteräume erdüberdeckt ausgeführt werden können. Auf der gegenüberliegenden Längsseite sind die Funktionsräume und die Bereiche für die Öffentlichkeit angeordnet. Der Höhenversatz zwischen Erdgeschossverkehrsfläche und Hallenfußboden beträgt ca. 80 cm und wird mit einer ausziehbaren kleinen Tribünenanlage für Zuschauerplätze genutzt. Über einen getrennten Sportlereingang im 1. Obergeschoss, erreichbar über eine eigene PKW-Parkierungsfläche, ist die Erschließung der Umkleidebereiche vom öffentlichen Zugang für Zuschauer im Erdgeschoss trennbar. Die Sportler und Schüler können sich nach dem Umkleiden über zwei interne Treppen nach unten direkt vor die drei Sporthallensegmente begeben.

Das Gebäude ist im Bereich der erdberührten Bauteile in Stahlbetonbauweise hergestellt; über der Erde dominieren Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystem. Die Dachkonstruktion besteht im Hallenteil aus unterspannten Stahlprofilträgern mit aufgelegten Trapezblechen, Wärmedämmung und einer vorprofilierten Aluminiumaußendachschale; das Dach über den Funktionsräumen wurde in konventioneller Holzbauweise hergestellt. Als Fensterfassade und Hallenoberlicht wurden pulverbeschichtete Aluminiumelemente eingebaut.

Das Gebäude wird über eine Holzpelletheizungsanlage beheizt.

Die Turn- und Sporthalle liegt am südlichen Ortsrand der Gemeinde Maikammer im Übergang zu weitläufigen Weinbergflächen. Ein wesentliches Entwurfskriterium wurde mit dem Einlassen des großen Hallenbaukörpers in die leichte Hanglage realisiert; die Erscheinung der Großsporthalle sollte insbesondere im Hinblick auf die Fernblicksituation auf die Gemeinde weitmöglichst reduziert werden.

Mainz

Wohn- und Geschäftshaus

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Wohn- und Geschäftshaus

55118 Mainz

Ein eingeschossiger Bau aus der Nachkriegszeit in einer Baulücke wurde aufgestockt, wobei der darunter liegende historischen Gewölbekeller und bestehende Brandwände jedoch nicht belastet werden sollten.

Die ursprünglichen Strukturen blieben erhalten, vorhandene Elemente wurden integriert und durch moderne Architektur unter Einbeziehung der Historie ergänzt.

Es entstand ein einfacher Kubus mit einem begrünten Flachdach, der sich durch einen innenliegenden Treppenhauskern abträgt.

Die Kreuzgewölbekonstruktion des Kellers vom Ende des 19. Jahrhunderts war in einem desolaten Zustand und musste nach Denkmalschutzvorgaben erhalten werden. Heute dient der restaurierte Keller dem Bauherren und Winzer als Weinlager.

Das in Teilen noch vorhandene Erdgeschoss wurde in seiner ursprünglichen Formensprache rekonstruiert: Erhalt der Eingangssituation, Restauration des noch vorhandenen Tores sowie Rückbau des Erkers auf seine alte Größe.

Die wiederaufgenommene Raumhöhe von 3 m und die gleichmäßige Aufteilung des historischen Erdgeschosses ergab die Fassadeneinteilung: auf jeder Seite der Wohnungen wurden jeweils 4 raumhohe Fenstertüren eingebaut, die ursprünglich durch verzinkte Schiebeelemente mit schrägen Lamellen aus der Industrie im selben Raster verschattet werden sollten - die Fassade sollte durch wechselnde "Verschiebungsmöglichkeiten" täglich verändert werden.

Ergänzt wird diese durch eine Neuinterpretation alter Schmuckelemente: klassische Gesimse wurden durch horizontale Zinkkästen wieder aufgenommen, machen die einzelnen Geschosse von außen ablesbar und verbergen die Entwässerung der Balkone und des Flachdachs.

Der Einsatz von Fertigteilen und "rohen" Materialien wie Beton, verzinkten Stahlteilen, Industrieparkett und Holzverschalung stellen zudem eine kostengünstige Lösung dar. Das Gebäude ist ein moderner Solitär im Straßenbild, der sich abhebt und gleichwohl integriert.

Mainz

Rechtsanwaltskanzlei Dinckels

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Rechtsanwaltskanzlei Dinckels

55126 Mainz

Die Baumassnahme betrifft den Umbau eines Dreifamilien-Fertighauses im Landhaus-Stil zu einer Anwaltskanzlei. Schwerpunkte des Projektes liegen in der Hervorhebung der Wege in und durch das Haus, unterstützt durch ein farbiges Leitwandsystem, in einem Lichtweg vom Gehweg zur Empfangstheke, dem geöffneten Treppenhaus, Möbelentwürfen und einem Farbkonzept. Besonderer Wert wurde bei der Inneneinrichtung auf das Beleuchtungskonzept und die so entstehenden Wirkungen und Atmosphären gelegt.

Mainz

Rollstuhlgerechter Wohnhaus-Anbau

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Rollstuhlgerechter Wohnhaus-Anbau

55122 Mainz

Für eine Familie mit einem behinderten Kind sollte die Doppelhaushälfte umgebaut und erweitert werden. Der rückseitige Anbau ist eine Holzständerkonstruktion mit auskragendem Flachdach, einer Alu-Wellblech-Fassade und großen Holz-Alu-Fenstern. Die freistehende Garage, um einen Nebenraum verlängert und mit Birkensperrholz verkleidet, schließt mit einem Glasdach an den Altbau an. In dieser neuen Erschließungsachse befinden sich der zur Straße vorverlegte Eingang und die rollstuhlgerechte Rampe.

Mengerschied

Neubau Einfamilienhaus Schmitt

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Neubau Einfamilienhaus Schmitt

55490 Mengerschied

Die Baufamilie hat sich im Neubaugebiet ein Eckgrundstück in Südhanglage mit unverbaubarem Blick in das Kellenbachtal und auf den Soonwald ausgewählt. Gebäude- und Raumanordnung setzen diese Vorzüge in ein Wohnerlebnis um. Auf der Südwestseite ist in den klaren Baukörper mit Satteldach ein kubischer Vorbau eingeschoben, der großflächig verglast ist. Der Südostgiebel ist halbseitig "ausgeklappt“ um Küche und Bad ebenfalls den Panoramablick zu bieten, und eine geschützte Frühstücksterrasse und einen Balkon für den Elternbereich zu schaffen. Die historische ländliche Architektur wird durch den klaren Baukörper und seine Gliederung sowie die verwendeten Materialien Naturschiefer, Zinkblech und weißer Putz fortgeführt.

Miehlen

Neubau Bürgerhaus

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Neubau Bürgerhaus

56357 Miehlen

Der Standort für das neue Bürgerhaus liegt außerhalb des Ortes inmitten einer stark landschaftlich geprägten Zone. An diesen Ortsrändern stehen oft einfachste landwirtschaftliche Gebäude: Scheunen, Schuppen usw, z.T. als kleine Ensembles, die so im Laufe der Zeit eher zufällig entstanden.

Dieses geläufige Bild greift der Entwurf auf und formuliert es in angemessener Weise für die Bauaufgabe "Bürgerhaus" um:

- Saal und Bühne mit seinem dominanten Volumen stellen als" Scheune" das zentrale Element der Anlage dar. Der Saal öffnet sich mit einer großen Verglasung zur Hauptzugangsseite, zum alten Dorfkern hin, und lässt die Aktivitäten dieses Hauses nach außen erlebbar werden.

Die Nutzung des Saals ist vor allem für kulturelle Zwecke ausgelegt. Durch Schwingboden und Prallwand-Verkleidung ist eine Nutzung für verschiedenste Freizeitsport-Aktivitäten möglich.

- Die anderen Funktionsbereiche lagern sich als untergeordnete Baukörper seitlich an diese Halle an und tragen zur Einfügung der Baumasse in die Landschaft bei.

- Einfache Baukörpergestaltung mit Sattel- und Pultdächern sowie Holz als natürliches Material, sichtbar innen und außen für Dachkonstruktion und Verkleidungen, unterstützen die Konzeption eines "ländlichen Bauens".

Der vorgegebene Kostenrahmen von insgesamt 2,3 Mio. Euro wurde genauso eingehalten, wie der Terminplan mit einer Bauzeit von 15 Monaten.

Die hohe Funktionalität des Gebäudes wie auch die hervorragende Akustik des Saals zeigte sich bei den verschiedensten Veranstaltungen seit der Einweihung im Oktober 2003.

Neustadt

Garten Heindl

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Garten Heindl

67434 Neustadt

Der Garten Heindl liegt an der Ostseite des Pfälzer Waldes unweit der bekannten Weinstraße. Die umfassende Neugestaltung des ca. 7000 m2 großen Hanggrundstückes erfolgte im Zusammenhang mit dem Umbau des Wohnhauses, das aus den Anfängen der siebziger Jahre stammt. Die reduzierte Formensprache des Gartens erfolgt in Anlehnung an den ebenfalls formal geprägten Umbau des Gebäudes. Es galt v.a. die imposanten Ausblicke in die Rheinebene zu unterstreichen und frei zu halten und dabei eine zeitgenössische Gartenanlage zu entwerfen, deren konzeptuelle Grundlage aus den Begriffen Raum, Fläche und Schichten abgeleitet ist. Zudem war der Aspekt der Pflegeleichtigkeit bei allen Planungen zu berücksichtigen.

Die horizontalen Schichten des Geländes wurden zum Hauptthema der Gestaltung, dementsprechend lässt sich die Anlage in vier Ebenen gliedern.

Die oberste Zugangsebene (oberes Straßenniveau) wird dominiert von flächigen Cortenstahltoren, dem Amberbaumtor und der Amberbaumreihe, die die Zufahrt zur nächsten Ebene säumt. Diese Eingangsebene (Erdgeschossniveau) ist mit einem schlichten Rasenteppich und geschnittenen Wellen aus Schneeball bzw. hohem Buchsbaum sehr zurückhaltend gestaltet.

Die eigentliche Gartenebene ist dem Untergeschoss zuzuordnen; der symetrische Bezug dieser Ebene auf das Gebäude erfährt einen Bruch an der Stelle, an der die Linienführung der bevorzugten Blickrichtung nach Südosten und zum tiefer gelegenen Baumhain folgt. Die Bruchstelle wird markiert durch ein längliches, sehr flaches Stahlbecken (Format 18 m * 4 m, Tiefe 15 cm), das sich senkrecht zum Hang in das Gelände hinaus schiebt. Darunter liegt eine kleine angedeutete Schlucht mit steinigem Bachlauf.

Weitere Gestaltelemente der Gartenebene sind die quaderförmigen Stahltröge, die mit eingesenktem Buchs bepflanzt sind und deren Materialität und Farbe einen starken Kontrast zum hellen Natursteinbelag der Terrassen um das Wasserbecken bildet. Jenseits einer ruhigen Rasenfläche finden sich in durch Eiben gegliederten Gartenräumen die Themengärten (Duftgarten, Rosengarten und Waldsaumgarten). Die untere große Rasenebene wird durch den erwähnten Baumhain aus Zelkoven geprägt. Der Hain schwebt zwei Stufen über der Rasenebene und dient mit seinem Belag (wassergebundene Decke) als Bouleplatz oder lädt zu einer müßigen Hängemattenstunde unter dem lichten Blätterdach ein.

Zwischengelagerte Böschungsbereiche ergeben ein Wechselspiel von linearen Stützmauern und üppiger Pflanzung.

Das Material der Beläge und Mauern besteht aus einem Naturstein, der in unterschiedlicher Bearbeitungsform eingesetzt wird (geschliffen, gestrahlt, gesägt, und gespalten). Der schutzwürdige Laubbaumbestand ist geschont worden und wird zu einer Sammlung neuer seltener Laubbäume (Zimtahorn, div. japanische Ahorne, Zelkoven, div. Eschenarten) erweitert. Wintergrüne Sträucher und Hecken sowie einheimische Waldkiefern ergänzen die Pflanzung. Besonderes Augenmerk bei der Auswahl der Bepflanzung galt der Betonung der Herbstfärbung als Kontrast zur Hausfarbe (hellvioletter Grundton) und den Natursteinmauern (graue Linien). Das Lichtkonzept für den Außenraum unterstreicht nochmals die Linien der Mauern und Gebäudeteile und die Baumkörper im Raum. Um die maschinelle Pflege aller Gartenbereiche zu gewährleisten, liegt ein Pflegeweg als Zickzack im steilen Hang. Zwischen Garten- und unterster Ebene verläuft ein Fußweg aus leicht "schwebenden“ großen Polygonalplatten. Durch die Neugliederung des Geländes konnte eine Erschließungsstraße innerhalb des Grundstücks entsiegelt werden.

Neuwied-Engers

Küchengebäude mit Cafeteria am Heinrich-Haus

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Küchengebäude mit Cafeteria am Heinrich-Haus

56566 Neuwied-Engers

Das Projekt ist Teil der Gesamtanlage für Behinderte im ehemaligen Schlosspark in Engers. Die Planung ging aus einem Architektenwettbewerb im Jahre 1990 hervor und wurde zeitnah fortgeschrieben.

Das Küchengebäude mit Cafeteria stellt im Gesamtkonzept einen wichtigen raumbildenden Baustein dar. In seiner architektonischen Ausformung zum Rheinstrom ist gemeinsam mit Wohnheim, Heinrich-Haus und Kapeile ein zentraler Bezugsplatz für die Gesamtanlage entstanden. Konzeptionell ist der Neubau wie die schon bestehenden Baukörper in lockerer Form in den Park hinein konzipiert und bildet so mit dem in der Anlage zentral positionierten Speehaus und dem in unmittelbarer Nachbarschaft stehenden Schloss Engers Villa Musica ein Gesamtensemble.

Die Fußwegverbindungen der gesamten Anlage führen alle zu dem neu gestalteten Platz umgeben von Küche mit Cafeteria, Speehaus, Wohnheim und Kapelle. Dieser Platz ist Mittelpunkt der Anlage und für vielfältige Nutzungen geeignet. Es können hier Freiveranstaltungen stattfinden, Sitzterrassen in Erweiterung der Cafeteria, etc.

Das Gebäude selbst ist eingeschossig konzipiert und ablesbar nach den Bereichen Produktion und Cafeteria gestaltet. Der Baukörperteil Cafeteria orientiert sich mit vorgelagerter Terrasse mit einer aufgefächerten Geste zum neuen zentralen Platz, zum Rheinstrom und zur Sonnenseite hin.

Hier entstehen durch die großzügigen Verglasungen der geschwungenen Fassade hochwertige Sichtbeziehungen nach außen.

Wie rückwärtige Raumschale (Trennwand zwischen Produktionsküche und Cafeteria) bildet in Form und farbiger Gestaltung den Raumabschluss der Cafeteria. Im übertragenen Sinne endet auch an dieser Wand der Außenraum. Die Produktionsküche ist als geometrisch klare Technikbox gestaltet. Arbeitsflüsse und die gängigen Richtlinien werden hier funktional und technoid geordnet. Auch die Dachausbildung ist hier in Dualität von Funktionsbaukörper mit bekiestem Flachdach und Cafeteria-Pavillon im Park mit aufgestelltem Dach zum Rhein hin ausgearbeitet.

Die äußere Gestaltung erfolgte in Anlehnung an die bestehenden Nachbargebäude mit weißen Putzflächen, Holzfassadenelementen und sichtbarer Stahl-Holzkonstruktion. Die Außenanlagen wurden im Sinne der vorhandenen Gartengestaltung fortgeschrieben. Hierbei wurde dem Solitär Ginkgobaum besondere Bedeutung im räumlichen Gesamtkontext zugedacht.

Unabhängig von der fußläufigen Erschließung wird die Produktionsküche über eine separate Anliefer-, Entsorgungs- und Erschließungszufahrt an das Fahrstraßensystem angebunden. Es entsteht so eine klare Trennung zwischen Fahr- und behindertengerechtem, fußläufigen Wegesystem.

Grün- und Bepflanzungszonen trennen auch optisch die unterschiedlichen Erschließungssysteme

Oberwesel

Kulturhaus Oberwesel

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Kulturhaus Oberwesel

55430 Oberwesel

Sanierung und Restaurierung des ehemaligen Wilhelm Hoffmann schen Herrenhauses aus dem Jahr 1868 zum Zwecke der Unterbringung eines Museums zur Geschichte der Stadt Oberwesel.

Neubau eines Kulturhauses anstelle der abbruchreifen, zum Anwesen gehörenden, Wirtschaftsgebäude mit dem Schwerpunkt vielfältiger kultureller Nutzungen.

Die beiden, in ihrer Architektursprache eigenständigen Gebäude sind räumlich durch einen 2-geschossigen, glasüberdeckten Luftraum verbunden. Alle Ebenen, Nutzungen und Raumangebote, einschließlich der alten Gewölbekeller sind barrierefrei erschlossen und mit umfangreichen technischen Ausstattungen multimedial nutzbar.

Oppenheim

Neubau Kindergarten Gänsaugraben

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Neubau Kindergarten Gänsaugraben

55276 Oppenheim

Nach 10 Jahren "Provisorium“ Containerkindergarten wurde in der Oppenheimer Rheinaue der neue dreigruppige Kindergarten in einem knappen Jahr Bauzeit errichtet.

Wir wollten eine kindgerechte, dabei aber keineswegs kindliche Architektur anbieten. Eine eigene Welt, einen eigenen Erfahrungsbereich, Bewegungsräume, die geeignet sind für menschlichen Umgang miteinander.

Uns haben die Übergänge interessiert, vom privatem zum öffentlichen Raum, von innen nach außen, von unten nach oben, vom Geschützten zum Ungeschützten, im Spektrum der Farben. Uns haben die Kontraste interessiert, vom Harten zum Weichen, vom Künstlichen zum Natürlichen, vom Hellen zum Dunklen. Wir wollten einen Kindergarten entwerfen, der sich städtebaulich gut einfügt, der sich mit seiner Materialität und seiner gestalteten Außenanlage wie selbstverständlich am Siedlungsrand der Stadt niederlässt.

Vor allem wollten wir aber eine leichte und lichte, eine freundliche Architektur. Das wissende Spiel mit dem Licht und seinem Schatten, erlebbar im Laufe des Tages und im Laufe der Jahreszeiten.

Der Kindergarten ist als Holzskelettbau konzipiert. Im eineinhalbgeschossigen lärchenholzverschalten Haupthaus ist die Hauptnutzung (Mehrzweckraum, "Spielställe“, Gruppen- und Intensivräume) nach Süden und zur Außenspielfläche orientiert. Die vorgelagerte Terrasse ist Sonnen- und Regenschutz, Aufenthaltsfläche und Übergang von innen nach außen. Der im Norden vorgelagerte an den Gruppenraumzugängen für die Garderoben aufgeweitete Flur verbindet das Haupt- mit dem eingeschossigen verputzten Nebenhaus. Hier sind Nebennutzungen, wie Leiter- und Personalräume, sowie der Sanitär- und Küchenbereich untergebracht.

Die eigene Außenwelt gliedert sich in die verschiedenen Erlebnisbereiche Dorfplatz mit Dorfbrunnen, Sandmeer, Wiese, Spielberg, Amphitheater, Obstgarten, Kletterwand, Wäldchen und und und und.

Pirmasens

Kapelle

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Kapelle

66955 Pirmasens

Baukörper:
Klare und einfache Geometrien verleihen dem Baukörper skulpturalen Charakter. Dabei signalisieren Glockenträger und Laterne seine besondere Funktion. So kann die Kapelle im heterogenen Umfeld ihre Eigenständigkeit behaupten und erfährt eine ihrer Bestimmung angemessene Wertigkeit.

Einbindung:
Durch die Stellung der Kapelle im Nordwesten der Gesamtanlage wird eine einladende Eingangssituation zum Innenhofbereich geschaffen. Der Baukörper wirkt dabei zudem in den öffentlichen Raum hinein, er setzt ein Zeichen zur Stadt hin. Im Bereich des Innenhofes entstehen im Zusammenspiel mit den bestehenden Gebäuden wohlproportionierte Aussenräume.

Erschliessung:
Die Zugangshalle bildet als "Narthex" den Übergangsbereich zwischen "Fanum" und "Profanum". Sie ermöglicht sowohl den direkten Zugang vom bestehenden Seniorenheim als auch vom Innenhof her und beherbergt alle notwendigen Nebenräume.

Innenraum:
Der Innenraum der Kapelle ermöglicht den Nutzern ihr Zusammensein nach Art und Inhalt selbst zu gestalten. Trotzdem entsteht kein austauschbarer Ort, sondern ein Raum mit besonderer Qualität und Atmosphäre. Durch die Reduktion architektonischer Ausdrucksmittel wird die Wirkung des Raumes gesteigert. Es entsteht ein Ort mit kontemplativem Charakter. Ein Ort zum innehalten, zum sich besinnen. Unwichtiges wird weggelassen, um das Wichtige hervorzuheben.

Material:
Die Wahl der Ausbaumaterialien beschränkt sich auf wenige Produkte mit der Eigenschaft natürlich zu altern. Dabei bleiben die Oberflächen möglichst unbehandelt um deren haptische Eigenschaften hervorzuheben. Diese wenigen puren oder rohen Materialien unterstreichen in Wechselwirkung mit der klaren Raumfigur und der gezielten Lichtführung den besonderen Charakter des Ortes.

Beleuchtung und Belichtung:
Die Lichtführung unterstützt die kontemplative Atmosphäre des Raumes durch die Anordnung von Oberlichtbändern mit Streiflicht auf den Wandflächen und bewusst gesetzten Lichtpunkten (Laterne, Taufort).
Mittels der in die Gebäudekonstruktion integrierte Beleuchtung lassen sich unterschiedlichste Lichtstimmungen realisieren.

Pirmasens

Wohnhausneubau

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Wohnhausneubau

66953 Pirmasens

Das Wohnhaus ist durch drei geradlinige versetzte Baukörper gegliedert. Hauptteil bildet der Mittelteil mit seinem Satteldach und den vorgesetzten Wandscheiben. Links und rechts ist ein eingeschossiger Flachbau angefügt. Durch diese Anordnung und Höhengliederungen der Baukörper ist zu einem das Gebäude eingeschossig - wie es der B-Plan vorsieht - und zum anderen der Wunsch des Bauherrn erfüllt, in den Schlafräumen im Obergeschoss keine "schrägen Decken".

Die Abstimmung der Materialien zur Fassadengestaltung ist zurückhaltend und verleiht dem Haus einen zeitlosen Charakter. Im Erdgeschoss mit seinen überhöhten Räumen ist der gesamte Wohnbereich mit Büro untergebracht. Hell und lichtdurchflutet bildet das Erdgeschoss eine offene und großzügige Raumfolge. Das offene Treppenhaus mit seinem Luftraum unterstreicht diese Bauweise.

Im Obergeschoss, im Mittelteil des Hauses, befinden sich die Schlafräume

Pirmasens-Winzeln

Haus zweier Architekten(-Generationen)

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Haus zweier Architekten(-Generationen)

66954 Pirmasens-Winzeln

Das Gebäude wurde Mitte der 50er Jahre von meinem Großvater Hermann Müller als Wohnhaus mit Einliegerwohnung und Architekturbüro (1 Raum) geplant und gebaut.

Das Haus besteht aus drei abgetrennten Bereichen im Erd-, Ober- und Dachgeschoss.

Ab 1999 bis Frühjahr 2004 wurden und werden durch verschiedene Maßnahmen die Wohn- bzw. energetische Qualität erheblich verbessert.

Das Dachgeschoss wurde zur reinen Schlafetage mit Elternschlafzimmer, Ankleide, kleinem Gästezimmer und Badezimmer im Gaupenneubau umgebaut.

In der Mitteletage finden die Kinder ihren Platz (früher Mietwohnung) und im Erdgeschoss ist nun ein reiner Wohn-, Ess-, Kochbereich.

Die gesamte Außenhülle wurde konsequent wärmegedämmt.
Dach - Aufsparrendämmung, Wand WDVS, Kellerdecke von unten.
Neue Holzfenster sind eingebaut und das gesamte Energiesystem durch den Einbau von Heizflächen (Wandheizung) auf niedrige Systemtemperaturen ausgelegt.

Um den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu erhalten wurden von der Straßenseite her die Fenstergewände nicht überdämmt sowie die ansprechende Haustür und Klappläden übernommen. Auf der Süd- und Westseite kommen im Frühjahr 2004 Schiebeläden als Verschattungs- und Sichtschutzelemente zur Ausführung.

Ein Sonnenkollektor mit ca. 7,5 qm Fläche wurde für jeden sichtbar an der Südfassade angebracht um den Anspruch nach einer nachhaltigen zukunftsorientierten Gebäude- und Energiephilosophie zu unterstreichen (auch sommerlicher Wärmeschutz als Verschattungselement der Kinderzimmer-Fenster).

Als Architekt und Energieberater sehe ich gerade in der sinnvollen Überarbeitung alter Bausubstanz ein fast unerschöpfliches Betätigungsfeld für die Zukunft.

Umbaumaßnahmen dieser Art werden mit sehr günstigen Krediten von der KfW (hier z.B. Zinssatz 2,15%) gefördert. Im unserem Fall werden 20 % der Kreditsumme wieder zurückgezahlt wenn der Neubaustandart nach EnEv und eine Co2-Einsparung von über 40 Kg/qm Wfl/a nachgewiesen werden. Durch die Nutzung von Holz-Pellets als Co2-neutraler Energieträger sind diese Einsparungen fast immer zu realisieren.

Durch Effizienzmaßnahmen wie Gebäudehülle im besseren Neubaustandart, thermische Solaranlage für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, kontrollierte Wohnraumlüftung, Primärpelletofen (Kesselgerät) mit Wandsilo soll der Energieverbrauch (Öl) von ehemals ca. 5.500 Ltr. (tatsächlich)Mitte der 70er Jahre auf ca 1.200 Ltr. (gerechnet) reduziert werden.


Gebäudedaten

Baujahr : 1954

Umbau: 1999-2004

Wohnfläche II. BV: ca. 175 qm

Umbauter Raum: ca. 850 cbm

Umbaukosten : ca. 125000,- €

Kennwert Heizwärmebedarf: ca. 58 kWh/m2a nach EnEv

Primärenergiebedarf: ca. 36 kWh/m2a

U-Werte:
Wand: 0,204 W/m2K
Dach: 0,191 W/m2K
Boden: 0,26 W/m2K

Ausführung:
Massivbauweise, Wärmedämmverbundsystem
Holzfenster (Warmrandverbund)
Aufsparrendämmung

Haustechnik:
Primärpelletkessel 10 kW( 8 kW wasserseitig),
Pufferspeicher 450 l mit aussenliegendem Wärmetauscher
Flachkollektor 7,5 qm, ( solarunterstützte Heizung, bzw WW-Bereitung)
Regenwassernutzung (auch Wintermonate ) 4.000 l
Kontrollierte Wohnraumlüftung als Abluftsystem (Aerex)

Plaidt

Bürgerhaus

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Bürgerhaus

56637 Plaidt

Architektonisch und städtebauliche

Konzeption
Grundgedanke bei der Entwicklung eines tragfähigen funktionalen und architektonischen Konzeptes war von Anfang an, der Standort des Bürgerhauses inmitten des historischen Ortskernes, die Idee der "Neuen Versammlungsstätte an uraltem Siedlungsplatz".

Die weiteren Planungsschritte waren geprägt von folgenden Prämissen:Hohe Funktionalität und ausreichendes Flächenangebot, Mehrfachnutzung bei unterschiedlichem Raumangebot, modernste kommunikative Einrichtungen, Bühnen- und Saaltechnik.

Einbindung des Großbaukörpers in die kleinteilige Ortskernstruktur ansprechende Architektur mit hohem Wiedererkennungswert, Schaffung eines Hauses, einer Heimstatt der Bürger.

Nach mehreren Vorentwürfen kristallisierten sich folgende Rahmenbedingungen zur weiteren Planung heraus:

Maximale Belegung: 500 Personen

Raumprogramm:
Großer Saal
Kleiner Saal , Vereinsräume Bühnen- und Nebenraumbereich Küchen- und Ver- und Entsorgungsbereich Foyer, separate Nutzungsmöglichkeit Garderobe, WCs, Stauraum, Nebenräume, Haustechnik

Konzept, Architektur, Funktion
Der Standort des Projektes wird im wesentlichen von folgenden Rahmenbedingungen geprägt.Die vorhandene Bebauung entlang der Hauptstrasse musste in die Neubauplanung übernommen, bzw. integriert werden, da der gestalterische Aspekt in der Straßenansicht mit Blick zum Historischen Rathaus als unverzichtbarer städtebaulicher Duktus erhalten werden sollte. Die in der Straßenansicht immer wieder auftauchende Thematik der "HOFEINFAHRT" wurde in die Fassadenabwicklung des "FOYERHAUSES" des Bürgerhauses als gestalterisches Motiv übernommen.

Durch diesen Maueranschluss der Tore zwischen den Gebäuden entlang der Hauptstrasse wurde eine unschöne " BAULÜCKEN" - Situation vermieden. Insbesondere das HOHE TOR an der Hauptstrasse versinnbildlicht diesen Gedanken besonders eindringlich.

An das im Grundriss schiefwinkelig stehende Foyerhaus, welches die ehemals vorhandene Bebauung in Höhe und Volumen aufnimmt und neu interpretiert, schließt sich von der Hauptstrasse nicht erkennbar, der Hauptsaalbereich, welcher von der Freiherr vom Stein - Strasse voll sichtbar erscheint, an. Seitlich umgreift ihn, als eingeschossiger Baukörper mit Pultdach der Bereich des Kleinen Saales, - bzw. die Vereinsräume. Dieser eingeschossige Bauteil bringt durch eine Glasspange mit dem Hauptbaukörper getrennt und doch verbunden, den notwendigen gestalterischen Übergang zur kleinteiligen Ortskernbebauung.

Den Abschluss der gesamten Gebäudefiguration bildet das HALBRUNDE TOR, welches an das dort befindliche Hoftor der ursprünglichen Bebauung erinnert.

Die beiden Hauptbaukörper des Foyerhauses und der Grosse Saal durchdringen einander in der Anschlussachse an der Hauptstrasse und lassen diese Situation in architektonisch klarer Sprache entstehen.

Dieser formale Duktus setzt sich in der gesamten Konzeption in allen konstruktiven und gestalterischen Elementen fort, bis hin zur Materialauswahl und farblichen Gesamtkonzeption, wobei dem Material STAHL -und METALL besondere gestalterische Wertigkeit beigemessen wird. Der gestalterische, dynamisierende Gegensatz bildet die intensive Verwendung von hellen Holzoberflächen in Fußböden Traghölzern der unterspannten Binder, Türblättern, Portalrahmen der Bühne, Einrichtung und Bestuhlung.

Eine Besonderheit des Gesamtkonzeptes stellt wohl die Freiraumsituation zwischen Haupt - und Freiherr vom Steinstr. entlang der östlichen Grundstücksgrenze dar, welche sich als der "WEG DER VERGANGENHEIT UND ZUKUNFT" mit gestalterischen Vorgaben in Form der T O R E und des dazwischen mit einem Lichtraster definierten FREIRAUMFOYERS darstellt, als auch als Entwicklungsbereich für weitere Aktivitäten der Zukunft gesehen werden kann.

Die Plastik des GYLO, in Verbindung mit dem HALBRUNDEN TOR macht die Bedeutung dieses Architekturrahmens besonders schön klar und deutlich.

Foyerhaus
Offener, in Kubatur die vorhandene Bebauung neu interpretierender funktionaler Eingangs - und Entree-bereich des gesamten Projektes, unabhängig vom Hauptsaalbereich betreibbar, mit kleinem FOYERCAFE, und direktem Anschluss an die KüchenBereiche und den großen Saal.

Bestuhlbar für ca. 70 -bis 90 Personen.

Großer Saal
Bestuhlbar für 350 Peronen, mit Galerie für 430 Personen, mechanisch permanent be- und entlüftet. Akustisch voll abgestimmt und optimiert für Sprach- und Musikvortrag.

Ausgestattet mit hocheffizienter PA-ANLAGE inkl. Monitoring des Kleinen Saales und des Foyerhauses, Mittelbühne 90,0m2, mit Unterflurstauraum für Möbellierung und Gerätschaften, separate Außenandienung über Rampe Beleuchtung und Entlüftung elektronisch gesteuert Direkte Buffetanbindung an Küchenbereich Separater Künstler- und Bühnenzugang Besondere Raumatmosphäre durch westliche Fassadengestaltung als das "FENSTER ZUM ORT".

Vortragsbereich Bühne
Modernste Einrichtung in akustischer und beleuchtungstechnischer Konzeption versenkbare Bildwand, Projektionsfläche, für BEAMER- Darstellung geeignet integrierter, mobiler MIXER, per MULTICORD mit Saalanschluss universell nutzbar, separater Zugang für Vortragende und Requisiteure

Kleiner Saal
Bestuhlbar für ca. 70 Personen
Separater Zugang, unabhängig von Foyerhaus und Hauptsaalbereich Direkte Verbindung zum Küchenbereich
Separate WC-Anlage

Trotz des völligen Eintauchens des gesamten Projektes in das Gefüge der Ortsstruktur ist es wichtig, dass sich die neue Architektur als solche zeigt, und sich nicht in irgend einer Form historisierend anbiedert.

Der Charme des Projektes liegt in dem Miteinander der Anklänge von tradierter Bauform und neuer Gestaltungsauffassung, in der Vorstellung, dass hier, vor vielen Hunderten von Jahren, Menschen sich niedergelassen haben, um das Feuer gesessen und sich "versammelt haben, und sich heute wieder hier versammeln.

Die unterschiedlichen Farbnuancen der Fassaden erinnern an die vielen "HÄUSER" welche In all dieser Zeit bereits hier schon gestanden haben, und spiegeln das Vergängliche und den Wechselseitigen Aspekt der Geschichte wieder.

Der "WEG DER VERGANGENHEIT UND ZUKUNFT" entlang des Gebäudes führt auf das ehemalige HOFTOR zu , und lässt die Erinnerung auf Vergangenes wach werden, um gleichzeitig mit dem Blick auf das Tor an der Hauptstrasse die Gestaltung der Zukunft fest ins Auge zu fassen.Die konstruktive Gestaltung des Bürgerhauses erinnert in vielen Details an Scheunen und andere landwirtschaftliche Gebäude, ebenso die Erdtöne der Fassaden, welche sich ganz bewusst von dem Einheitsallerlei - Weiß der "Neubauten" unterscheiden.

Puderbach

Jugend- und Kulturzentrum

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Jugend- und Kulturzentrum

56305 Puderbach

Städtebauliche Aspekte
Nach dem Erwerb des Bahnhofsgebäudes mit Umfeld von der Deutschen Bahn AG durch die Ortsgemeinde Puderbach konnten im Rahmen der Entwicklungen zur Stärkung des Ortsmittelpunktes von Puderbach der Bahnhof einer durchgreifenden baulichen Umformung zugeführt werden. Als städtebaulich wichtiges Element im Ortsgefüge wurde das Baudenkmal erhalten und mit zeitgemäßen technischen Ausstattungen versehen, wobei der baufällige Güterschuppen durch ein neues Architekturelement ergänzt wurde und somit die Chance bestand, neben der kleinteiligen räumlichen Nutzung des Hauptgebäudes eine zusätzliche zusammenhängende Fläche für Veranstaltungen verschiedenster Art angliedern zu können. Der Nutzungskatalog, der seiner Bedeutung entsprechend im Ortszentrum Platz finden soll, wurde neben den Belangen eines Jugendzentrums mit Sitz des hauptamtlichen Jugendpflegers, Werkstatt, Aufenthalts- und Gruppenräumen, ergänzt durch eine multifunktionalen Veranstaltungsraum mit Galeriegeschoss, der in erster Linie kleineren Veranstaltungen des dörflichen Lebens Raum bieten soll. Darüber hinaus wurde die Ausstattung so gewählt, dass hier auch Familienfeiern stattfinden können. Öffentliche WC-Anlage und Teeküche, die variabel sowohl der Nutzung als Kulturzentrum als auch als Jugendzentrum zugeschlagen werden können, wurden im Übergangsbereich zwischen Altbau und Neubau positioniert. Das Umfeld um das Gebäude selbst wird künftig im zentralen Ortsmittelpunkt einer Festplatznutzung Raum bieten, die dann in Kombination mit dem Kulturzentrum (Bühne, öffentliche WCAnlage) ihre Funktion optimal erfüllen kann.

Architektonische Merkmale
Die Dominanz und die historische Bedeutung des unverwechselbaren Bahnhofsgebäudes von Puderbach wurde durch die behutsame Ergänzung in moderner Formensprache eines "Güterschuppens" akzentuiert. Kleingliedrige, vertikal gegliederte Fassadenelemente des Bruchsteingebäudes werden durch moderne, klar gegliederte Architekturelemente in der Charakteristik einer Güterhalle hinzugefügt. Dabei wird Material (Holz), Gestaltung (großformatige Schiebetorelemente) und Querschnittsdimension (Hallencharakter) des ehemaligen Güterschuppens aufgenommen und in neuer architektonischer Qualität dem Hauptgebäude hinzugefügt. Die historische Bedeutung als technisches Baudenkmal mit der dualen Gebäudeanordnung von Hauptgebäude und Schuppengebäude bleibt im Sinne der Denkmalpflege erhalten und wird durch die beiden Nutzungsbereiche (Kulturzentrum, Jugendzentrum) nochmals baulich unterstrichen.

Der Neubauteil mit großem Veranstaltungsraum und Galeriegeschoss wird durch großzügige, über beide Geschosse angeordnete, Glaselemente geöffnet und ermöglicht durch Schließung neben Verdunklung und Sonnenschutz auch eine optimale Sicherheit während der Phasen der Nichtbenutzung.

Materialwahl
In Kontrast zur bestehenden Bruchsteinfassade des Baudenkmals mit Natursteinfensterlaibungen wird der Schuppen in Anlehnung an seinen Vorläufer in Holzkonstruktion und -verkleidung mit Zinkstehfalzblecheindeckung gestaltet. Der Charakter der Laderampe wird erhalten und durch Natursteinpflasterbeläge im Gebäudeumfeld gestaltet und mit Treppen und Rampenanlage für seine heutige Nutzung zugänglich gemacht.

Remagen

Holz-Bau-Werk

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Holz-Bau-Werk

53424 Remagen

AUF HOLZ GEBAUT könnte auch die Überschrift lauten. Denn da die Bauherrin auch gleichzeitig die Architektin des Holzhauses ist und sich das Bauherren- Ehepaar mit zum Teil visionären mehrgeschossigen Holzbauten beschäftigt, war es nur verständlich, dass auch ihr Privathaus einschließlich schwebender Bodenplatte über Wände und Decken bis zum Dach, in reiner Holzbauweise entstanden ist.

Im Gewerbegebiet, auf der ehemaligen Parkplatzfläche von 6 Pkws, unmittelbar begrenzt durch die Hallenzufahrt, ein Traumhaus zu planen - das waren die Ausgangsbedingungen.

Trotz extremer Vorgaben vereinigt die Lage des Gebäudes erstaunliche Wohnqualitäten Leben und Arbeiten, Ruhe und Kommunikation.

Um vor allem eine Privatheit zu betonen, erfolgt der Eintritt auf der Südwestseile des Gebäudes. Die der Hallenzufahrt zugewandte Nordfassade gibt sich mit ihren Fensterschlitzen sehr verschlossen, lässt aber Abendsonne in den Wohn- und Schlafraum hinein, die Umkehrung dieser Strenge findet man in der offenen privaten Südsenke.

Die weit ausladenden Dachüberstande sowie die auf Punktfundamenten schwebende Brettstapeldecke muten leicht und mediterran an. Dennoch ist das Gebäude kein störender Exot, sondern schafft durch spielerische Übersetzung, z.B. der grauen Holzfassade sowie des Dachtraufepunktes der Werkhalle seine Eingliederung.

Sinzig

Einfamilienhaus

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Einfamilienhaus

53489 Sinzig

Das Objekt liegt am Waldrand in einem Seitental des Ahrtals. Die vorhandene Hanglage begründet den Split-Level als Gebäudetypus. Das äußere Erscheinungsbild ist geprägt durch Ziegelmauerwerk und Holz, die Verwendung traditioneller Materialien in moderner Architektur. Im Inneren entstehen durch den halben Geschossversatz Blickbeziehungen und Raumgefüge die das Gebäude offen und erlebbar machen. In den unteren Ebenen befinden sich die allgemeinen Räume, Küche/Essen/Wohnen, mit angeschlossenen Außenflächen, Terrasse/Hof. Im Gebäudemittelteil 3 Schlafzimmer und 2 Bäder, im Dachraum ein verglastes Giebelzimmer mit Blick ins Ahrtal. Der Innenausbau ist in hochwertiger handwerklicher Arbeit ausgeführt, geölte massive Eiche und weiß gestrichene/lackierte Flächen sind prägend für das Gebäude.

Sörgenloch

Neubau eines Einfamilienhauses

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Neubau eines Einfamilienhauses

55270 Sörgenloch

Lage:
In leichter Hanglage, mit unverbaubarem Blick auf das Selztal.

Aufgabe:
Ein einfaches, kostengünstiges und doch großzügiges Familienhaus für zwei Erwachsene und zwei Kinder auf kleinem Raum, mit der Möglichkeit Eigenleistung zu erbringen.

Konzept:
Der einfache und gradlinige Baukörper beinhaltet drei Wohngeschosse. Im Obergeschoss sind die Schlafzimmer und das gemeinsame Bad untergebracht. Die Familie legte großen Wert darauf, dass die Kinder in einem gemeinsamen Zimmer aufwachsen, das dennoch die Möglichkeit des Rückzugs (Schlafgalerie), bzw. der späteren Teilung ermöglicht.

Das Erdgeschoss ist als ein offener und fließender Raum konzipiert. Er wird nur durch ein Regalmöbel in die Bereiche Küche, Essen, Wohnen und Flur gegliedert. Das Erdgeschoss bildet so den zentralen familiären Lebensraum. Die Flure im EG und OG dienen mit ihren großflächigen Einbauschränken. Im Untergeschoss sind das Gästezimmer mit Gästebad, sowie die Nebenräume untergebracht.

Das gesamte Gebäude öffnet sich großzügig zu Garten und Terrasse mit freiem Blick in die Landschaft. Die Strassenseite ist bis auf die Eingangssituation weitgehend geschlossen gehalten.

Material:
Der Rohbau besteht aus Kalksandstein, die Fassade aus einer hinterlüfteten Lerchenholzschalung. Alle Fenster und die Aussentür haben eine umlaufende Leibung aus verzinktem Stahl, die die Fassade von den Fenstern trennt, und gleichzeitig als Fensterbank dient.

Der gesamte Innenaufbau wurde in Gipskarton ausgeführt. Im gesamten Haus liegt ein geöltes Hochkantlamellenparkett in Eiche.

Im Inneren dominiert, bis auf wenige gezielt Ausnahmen, die Farbe weiß und Holz. Es wurden vorwiegend einfache Materialien und Oberflächen verwendet, um das einfache und offene Konzept nicht zu stören.

Kosten:
ca. 170.000,- EUR brutto Eigenleistung

Speyer

Caritas-Altenzentrum St. Martha

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Caritas-Altenzentrum St. Martha

67346 Speyer

Im Caritas-Altenzentrum St. Martha in Speyer wurde im Jahr 2002 durch unser Büro das Außengelände neu gestaltet. Auf einer ca. 800 m2 großen Rasenfläche, die an das Gebäude des Altenzentrums anschließt, sollte ein Garten entstehen, in dem sich Menschen verschiedener Generationen gerne aufhalten, wo sie zueinander finden und zwanglos miteinander in Kontakt treten können.

Das Ziel der Heimleitung war es, die Philosophie des Hauses, nämlich "offen zu sein für neue Ideen, andere Menschen, die Angehörigen, die Umwelt", auch in den Außenraum zu übertragen. Das neue, attraktive Außengelände soll dazu beitragen, Vorurteile gegenüber einem Altenheim abzubauen, mögliche Ängste zu nehmen und Transparenz zu schaffen. Je offener die Einrichtung gestaltet ist, desto wohler fühlen sich die Bewohner und desto besser fühlen sie sich in das öffentliche Leben integriert.

Das Thema "Betroffene zu Beteiligten machen" spielte bei diesem Projekt eine besondere Rolle. Damit das Außengelände den Bedürfnissen der Bewohner und dere Betreuer, aber auch anderen Besuchern in vollem Umfang gerecht wird, kam bei der Planung der Maßnahme der Einbeziehung der Betroffenen eine besondere Bedeutung zu. Im Altenzentrum wurde zu diesem Zweck eine Planungsgruppe eingerichtet, der neben dem Heimleiter auch Bewohner und Mitarbeiter angehörten. Während der Planungsphase gab es immer wieder gemeinsame Gesprächsrunden zwischen dem Planungsbüro STADT NATUR und der Planungsgruppe. So konnten die Wünsche und Bedürfnisse direkt in den Planungsprozess mit einfließen.

Der Garten der Generationen soll verschiedene Rückzugsräume bieten, eine besondere Atmosphäre und Intimität besitzen, auf vielfältige Wiese die verschiedenen Sinne der Nutzer ansprechen und freie Fläche für gemeinsame Veranstaltungen bieten. Im Gelände ist ein gepflasterter Rundweg entstanden, der verschiedene Sitznischen miteinander verbindet. Hier können die Bewohner in kleinen Gruppen beisammen sitzen, sich unterhalten oder einfach nur ihre Umgebung betrachten. Es wurden Bänke und Stühle ausgewählt, die extra an die Sitzbedürfnisse von älteren Menschen angepasst sind. Zwei Federbänke und eine Schaukelbank stehen den etwas mutigeren Bewohnern zur Verfügung. Als spielerisches Element wurde ein Dendrophon in den Außenbereich integriert.

Ein wichtiges Gestaltungselement bei der Planung war die Verwendung von Wasser. Es bietet neben den optischen Reizen auch einen akustischen Hintergrund. Eine schwimmende Granitkugeln (D = 70 cm) bildet den Mittelpunkt des zentralen Sitzbereichs. Ein kleiner Bachlauf von ca. 20 m Länge, mit Quellbereich und Teichbecken fließt in verschiedenen Staustufen durch den Garten.

Die Bepflanzung ist abwechslungsreich und soll die Sinne der Nutzer ansprechen. Bäume, Sträucher, Rosen und Stauden bieten verschiedenste Blüten, Farben, Formen und Gerüche.
Der gesamte Außenbereich wird beleuchtet, so dass das Gelände auch im Dunkeln für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Bauzeit: September bis Dezember 2002
Installation der Wassertechnik: Beginn 2003
Baukosten: brutto ca. 150.000,00 €

Trier

Kardiologische Praxis Dr. med. Axel Schmitz

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Kardiologische Praxis Dr. med. Axel Schmitz

54290 Trier

Die klare Ablesbarkeit der Grundrissstruktur ermöglicht den Patienten eine schnelle Orientierung innerhalb der Räumlichkeiten.

Ablesbar sind zwei akzentuierte, in Grautönen gehaltene, Raumkuben, weiche visuell den Entwurf prägen. Mit einer separaten Beleuchtung parallel zur sonstigen Raumausleuchtung werden diese eingeschobenen Kuben ergänzend hervorgehoben.

Zwei differenzierte Erschließungswege gliedern den Grundriss. Für die Patienten wird eine direkte Achse über den Hauptflur zu den Behandlungszimmern und dem Sprechzimmer gelegt. Für das Personal existiert eine zusätzliche interne Achse von der Anmeldung über das Lager hin zu Labor, Behandlungszimmer 1 und Sprechzimmer. Dadurch wird der Verkehr in der Haupterschließung beruhigt und gleichzeitig eine diskrete, schnelle Präsenz der Angestellten gewährleistet.

Das Wartezimmer, auch nutzbar als Seminarraum, wird lediglich durch eine Ganzglas -Türanlage separiert und bleibt somit dennoch in der Gesamtstruktur ablesbar.

Raumbildend wurden Trockenbauwände gesetzt und zur Erzeugung von starker geometrischer Signifikanz sowohl zur Decke als auch zum Boden hin mit Schattenfugen abgesetzt.

Alle Möbel, sowohl Einbau- als auch Solitärstücke sind in MDF angefertigt und grau lackiert, was in der Gesamtheit einem sehr zurückgenommenen, schlichten Charakter entspricht.

Der Bodenbelag in liegendem Stäbchenparkett (Eiche natur) vermittelt als gewachsenes" Material eine gewisse Wärme, der bewusst streng gewählte Charakter des gesamten Entwurfes wird durch das lockere, grafische Erscheinungsbild der Schriftfelder auf den Flächenvorhängen gebrochen.

Durch das gewählte Zusammenspiel der Materialien wird ein insgesamt ruhiges, ausgeglichenes Raumempfinden ausgelöst.

Trierweiler-Sirzenich

Umbau und Erweiterung eines Wohnhauses

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Umbau und Erweiterung eines Wohnhauses

54311 Trierweiler-Sirzenich

Der 1990 erworbene und aus den 70er Jahren stammende Altbau wurde zu klein. Die wachsende Familie und die sich ändernden Ansprüche an die Wohnkultur forderten eine Erweiterungsbau und Umbaumaßnahmen im Altbau.

Der Erweiterungsbau, mit Kinderzimmern, Arbeitszimmer, Bad, WC und Nebenräumen gab die Gelegenheit, die Erschließung komplett neu zu gestalten. Vor der Baumaßnahme lag der Haupteingang nordseitig versteckt und abgewandt von den inneren Bewegungsabläufen. Mit einem verglasten Gelenkbau werden heute Althaus und Anbau miteinander zu verbunden. In diesem Verbindungsbau erfolgt jetzt fast die komplette vertikale und horizontale Erschließung des Hauses. Auch liegt der Haupteingang nun hoforientiert auf der richtigen Seite.

Der holzverkleidete Anbau setzt sich bewusst von der Putzfassade des Althauses ab. Die Fassade des Althauses wird auf eine klare und stringente Linienführung zurückgebaut, so dass auch äußerlich Alt- und Neubau zu einer gestalterischen Einheit werden.

Besonderer Wert ist auf eine durchgehende Gestaltungsqualität des Innenraumes gelegt. Gemeinsam haben hier Bauherrschaft und Architekten die Materialen festgelegt, Konstruktionen besprochen, Möbel entworfen oder gekauft und die Dekorationen ausgewählt.

So ist ein Haus entstanden, welches in allen seinen Details, angefangen bei der Gartenanlage und zu Ende gebracht bei den kleinen Details im Inneren, eine durchgehende Gestaltungskonzeption besitzt

Vinningen

Wohnhaus mit Garage

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Wohnhaus mit Garage

66957 Vinningen

Der Grundriss des Wohnhauses ist bewusst auf einem Quadrat aufgebaut. An allen vier Gebäudeseiten sind in der Mitte des Hauses gleichgroße Rücksprünge ausgebildet. Dadurch entsteht eine gegliederte Fassade. Die Fassadengestaltung beschränkt sich auf wenige Materialien, die aber in Verbindung mit dem Farbkonzept eine zeitlose Wirkung darstellen. Der Wohnbereich im Erdgeschoss mit kleinem Luftraum zum Obergeschoss, bildet eine offene und helle Raumfolge. Im Obergeschoss befinden sich die Schlaf- und Kinderzimmer. Hier setzt sich das Quadrat in den Eckzimmern fort.

Wattenheim

Haus Dößereck

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Haus Dößereck

67319 Wattenheim

Vorgabe für den Planer war es, auf einem nach Norden stark abfallendem Grundstück am Rande eines Neubaugebietes in Wattenheim ein unterkellertes Einfamilienhaus in Niedrigenergiebauweise für vier Personen zu entwerfen.

Die Ausrichtung des Grundstücks, die schmale Zufahrt im Süden, die Unbebaubarkeit der nördlich angrenzenden Grundstücke, der damit unverbaubare Blick ins Tal, und die enge Nachbarbebauung im Süden, führten zu einem in den Hang gesetzten, an den östlichen Rand des Grundstücks gelegenen länglichen Baukörper. Durch diese Anordnung wird die Belichtung optimiert, die direkte Einsehbarkeit auf ein Minimum reduziert und der grandiose Blick ins Tal durch zwei große quadratische Festverglasungen wie ein Bild in den Wohnbereich projiziert.

Das Gebäude ist sehr einfach gehalten. Alle Innenwände sind nicht tragend. Das Haus wurde so konzipiert, dass es komplett in Eigenleistung erstellt werden konnte. Durch die sehr geringe Dachneigung konnte der Kniestock umgangen und eine Zweigeschossigkeit erzielt werden. Man betritt das Haus im Süden durch eine Vorzone und gelangt in den offenen Wohn / Essbereich. Von hier aus erschließt sich der Küchenbereich und über großzügige Öffnungsflügel das um das Haus umlaufende Hofdeck sowie der Garten. Über eine als Möbel eingestellte Treppe gelangt man zu den im Obergeschoss befindlichen Schlafräumen.

Aufgrund der Hanglage kann ein Teil des Kellers optimal belichtet werden.

Durch die komplette Erstellung in Eigenleistung wurde das Gebäude erst im Herbst 2003 mit einer abschließenden Holzstülpschalung fertiggestellt.

Gebäudedaten:
Planungsbeginn: 1998
Baubeginn: 1998
Fertigstellung: 2003
Rauminhalt: 679 m3
Bebaute Fläche: 90 m2
Bruttogeschossfläche (BGF): 272 m2
Hauptnutzfläche (HNF): 114 m2
Nebennutzfläche (NNF): 58 m2

Weilerbach

Erweiterung Grundschule

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Erweiterung Grundschule

67685 Weilerbach

Die in den 60er Jahren erbaute Grundschule in Weilerbach sollte um zwei Klassenzimmer und einen großen Betreuungsraum mit Küche und WC über 3 Geschosse erweitert werden. Zudem wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fassade und im Innenbereich vorgenommen.

Die Herausforderung des Entwurfes war es, für den Anbau im Osten Erschließungsmöglichkeiten zu finden, ohne dabei den Bestand neu strukturieren zu müssen. Die Idee war eine vorgehängte Erschließungszone an der Nordfassade in Form einer Wandscheibe mit einem integrierten Aufzug zur barrierefreien Erschließung. Sie integriert sich logisch in die bestehende interne Erschließung der vorhandenen Schule.

Der neue Gebäudeteil konnte kostengünstig in Massivbauweise erstellt werden. Die Wahl der Textur und Farbigkeit ist als Reminiszens an die 60er Jahre zu verstehen, die Schule in neuer Gestalt und Kubatur soll ihre Herkunft nicht verschweigen. Die Erweiterung bekommt mit der Übereckverglasung die Bedeutung eines Kopfbaus.

Wittlich-Bombogen

Schulturnhalle

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Schulturnhalle

54516 Wittlich-Bombogen

Zielvorgabe war, das große Bauvolumen verträglich in den gewachsenen Ort zu integrieren und gleichzeitig die sehr engen Budgetvorgaben einzuhalten.

Die Schulturnhalle liegt mit ihrer verglasten Front längs der Straße, auf der Baulinie der alten Gehöftstrukturen mit ihren teilweise großen Speichergebäuden für Tabakanbau.

Prägendes Element ist die weit auskragende Traufe des Pultdaches mit Kreisbogenausschnitt. Die Halle ist in Stahl/Holzskelettbauweise errichtet, die Stützen liegen vor der ausgefachten Pfosten-RiegelFassade, so konnten Wärmebrücken und kostenintensive Anschlüsse vermieden werden.

Die Dachkonstruktion besteht aus stahlunterspannten Holzleim-Bindern, flächentragende Sperrholzplatten (ohne zusätzliche Sparren), außenliegender Wärmedämmung und Zinkeindeckung. Weitere kostensparende Elemente: alle Installationen auf Putz, rohe Bimswände innen, Leichtbau-Innenwände.

Worms

Trauerhalle Wiesoppenheim

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Trauerhalle Wiesoppenheim

67551 Worms

Seit 1985 hegt die Wormser Stadtteilgemeinde Wiesoppenheim den Wunsch nach einer geschlossenen größeren Trauerhalle mit über 100 Sitzplätzen. Die Grundsteinlegung erfolgte im Oktober 2002, die Einweihung im August 2003. Die alte offene Halle wurde abgebrochen, der verbleibende südliche Gebäudeteil mit einem Kühlraum, einem öffentlichen WC sowie jeweils einem Raum für die Gärtner und dem Pfarrer wurde renoviert und war in den Neubau zu integrieren. Ausstattungsteile von gestalterischem Wert wie z.B. Betonglaselemente, ein Stahlkreuz und der Altar wurden in der neuen Halle integriert.

Die Ost/West ausgerichtete Halle wird gefasst durch 3 rechtwinklig zueinander gestellte Wandscheiben. Westlich lässt sich der Raum durch zu öffnende Glasflächen für weitere Trauergäste unter dem ausladenden Vordach großzügig öffnen. Eine flach geneigte optisch dünne Scheibe bildet das Dach. Alle Oberflächen wie Holz und Beton wurden roh belassen.

Konstruktion:
Gründung: Streifen- und Einzelfundamente

Tragkonstruktion: Beton

Außenwand Nord- u. Südseite: raumseitig Dämmung mit Furnierholzplatten, außen Sichtbeton

Außenwand Ost- und Westseite: Raumseitig Sichtbeton, außen Dämmung mit Furnierholzplatten

Decke: Furnierplatten auf rohen Holzleimbindern Wärmedämmung,

Dacheindichtung: flach geneigte Flachdachkonstruktion Dachkanten mit Titan-Stehfalzeindeckung

Fenster und Außentüren: Aluminiumelemente

Innentür: vorhandene Tür aufgearbeitet

Bodenbelag: Asphaltestrich auf Wärmedämmung

Heizung: Elektroheizkörper

Ausstattung: fFormverleimte Stühle

Gebäudedaten:
Planung: 2002
Ausführung: 2002/2003

Bebaute Fläche:
Neubau: 157 m2,
Altbaubereich: 60 m2

Brutto-Rauminhalt BRI:
Neubau: 704 m3,
Altbaubereich: 189 m3

Brutto-Grundfläche BGF:
Neubau: 157 m2,
Altbaubereich: 60 m2

Nutzfläche NF:
Neubau: 141 m2,
Altbaubereich: 48 m2

Baukosten: 320 tsd €

Zeiskam

Wohnhaus mit Friseursalon

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Wohnhaus mit Friseursalon

67378 Zeiskam

Das Grundstück liegt im Ortskern von Zeiskam und somit im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung Zeiskam. Entstanden ist ein nicht unterkellertes Gebäude. Die Stahlskelettkonstruktion mit Holzständern des Erdgeschosses mit Friseursalon wird in Ober- und Dachgeschoss im Holzständerbau fortgeführt. Dort befinden sich ein Technikraum und Wohnungen. Eine solare Brauch- und Heizwassererwärmung und eine geregelte Belüftung mit Wärmerückgewinnung sparen Energie. Ausgeführt wurden sowohl Architektur als auch Innenraumgestaltung mit Möbeldesign und Corporate Identity.