27. Juli 2017

Wettbewerbsergebnis: B50 Rastanlage Moselblick

KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Krefeld

Den einstufigen, offenen Realisierungswettbewerb gemäß RPW 2013 hatte der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, LBM Trier,  ausgelobt. Der erste Preis ging an KRAFT.RAUM. aus Krefeld.

Wettbewerbsaufgabe war die Gestaltung der unbewirtschafteten Rastanlage am östlichen Brückenkopf der Hochmoselbrücke. Neben Parkplätzen und WC-Gebäude waren ein Aussichtspunkt und ein Informationssystem, das die touristischen Besonderheiten der Region und der Hochmoselbrücke zeigt, gewünscht. Unterhalb der Brücke soll zudem eine Verbindung zwischen Rastanlage und Moselufer entstehen und ein rund 12.000 Quadratmeter großes Freizeitgelände für Bürger und Vereine der umgebenden Ortschaften geschaffen werden. Die Jury unter Vorsitz von Stephan Lenzen vergab einstimmig vier Preise und eine Anerkennung.


1. Preis

KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung aus Krefeld schlugen einen Steg vor, der sich entlang der Hangkante bis über die Baumwipfel erhebt. Barrierefrei verbindet er den Rastplatz mit dem vorhandenen Wanderwegenetz. Integriert in den Steg sind drei auskragende, freigestellte Plattformen mit Sitzgelegenheiten. „Der Entwurf verspricht eine hervorragende Inszenierung der Landschaft und schafft ohne Hochbau die besten Blickbeziehungen zwischen Hochplateau und Talraum“, lobte die Jury. Auch die Freizeitanlage habe „eine hohe Attraktivität“.  


2. Preis

Franz Reschke Landschaftsarchitektur und ARGE Jan Derveaux | Rimpau & Bauer, beide Berlin, schlugen einen Plateau­park mit Aussichtsturm an der Hangkante vor. Der Turm ist mit weißem Drahtnetz zur Absturzsicherung umgeben. Der Entwurf überzeugte die Jury durch seinen „angemessenen Umgang mit dem Landschaftsraum“ und die „kompakte Anordnung der Funktionseinheiten“. Auch das „schlüssige Wegekonzept“, ein Rundwegesystem, das mit dem bestehenden Wegen verknüpft ist, lobte die Jury.


3. Preis

Zplus Landschaftsarchitektur und Bauplanung Wannsee GmbH aus Berlin gliederten das Gelände in drei Bereiche: die in das absteigende Gelände „eingeschobene“ Stellplatzanlage, das rund vier Meter höher liegende Aussichtsplateau und das Freizeitgelände mit Landschaftsterrassen. Die Jury überzeugte der Umgang mit dem Gelände. Positiv wertete sie auch die bastionsartige Mauer als Abschluss der Rastanlage, in die Rampe und WC-Anlage integriert sind.


4. Preis

Landschaft planen + bauen NRW GmbH aus Dortmund folgten mit ihrem Entwurf der Idee einer Rastanlage als Aussichtspunkt bzw. des Panoramaparkens. Sie entwarfen eine bastionsartige Rastanlage, von der aus die Besucher den Blick ins Moseltal genießen können. Die Jury bezeichnete die Arbeit als „sehr minimalistische und prägnante Lösung.


Anerkennung

Hofmann_röttgen Landschaftsarchitekten, Limburg und ELEMENT • A Architekten Partnerschaft Taufenbach Speer, Heidelberg, schlugen von den Weinbergterrassen inspirierte schollenartig aufgeschüttete Plateaus vor. Die Gebäude seien „durchdacht und als Beispiel einer Aussichtsarchitektur gut vorstellbar“, so die Jury.