12. Juli 2018

Wettbewerb: Realschule Plus Bobenheim

1. Preis: AV 1 Architekten GmbH, Kaiserslautern,  Adler & Olesch Landschaftsarchitekten GmbH
AV 1 Architekten GmbH, Kaiserslautern, Adler & Olesch Landschaftsarchitekten GmbH

Der Rhein-Pfalz-Kreis hatte für den Neubau der Realschule Plus in Bobenheim-Roxheim einen nichtoffenen Wettbewerb ausgelobt. Den ersten Preis erhielten AV 1 Architekten GmbH mit Landschaftsarchitekten Adler & Olesch Mainz GmbH.

Die Realschule Plus in Bobenheim-Roxheim besteht aus einem 1904 errichteten Altbau und mehreren Erweiterungsbauten. Diese sind sanierungsbedürftig, die Schule benötigt zusätzliche Räume und soll zu einer „Schwerpunktschule – Inklusion“ umgebaut werden. Nach einer wirtschaftlichen Analyse entschied sich die Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis gegen die Sanierung und den Umbau des Bestandes und für einen Neubau. Das neue Schulgebäude soll in drei Bauabschnitten während des Schulbetriebs errichtet werden und Teile des Bestandes erhalten bleiben. Vorsitzender des Preisgerichts war Professor Ulrich Elwert.  

1. Preis

AV 1 Architekten GmbH, Kaiserslautern, mit Adler & Olesch Mainz GmbH, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Ingenieure schlugen einen Neubau nördlich des bestehenden Pausen- und Mensagebäudes vor. Die Räume gruppieren sich um ein Atrium, das mit einer eingestellten Kaskadentreppe, die „kommunikative Mitte“ der Schule bildet. Der Entwurf antworte „subtil auf die städtebauliche Situation“, so das Preisgericht. Das Schulgebäude knüpfe „selbstverständlich an die bestehende Pausenhalle an“ und stelle „sich in den Kontext der benachbarten Grundschule und Sporthalle“. „Bemerkenswert leicht“ reagierten die Verfasser auf die bestehende Pausenhalle, die „bei geringfügigen Umbaumaßnahmen“ das Entree der Schule bleibt, fuhr die Jury fort. Die Ringerschließung der Schule ermögliche „kurze Wege“, die durch Kommunikationszonen bereichert würden. „Unaufgeregt, robust und präzise“ vermittle sich das Schulhaus. Die Außenanlagen seien „grafisch gut zoniert“ und setzten „die innere Struktur fort“.

2. Preis

harris + kurrle architekten, Stuttgart, mit Grüne Welle Landschaftsarchitektur planten im 1. BA eine L-förmige Erweiterung westlich des Pausen- und Mensagebäudes. Im 2. und 3. BA soll an diese ein Atriumgebäude weiter nördlich anschließen. Der Beitrag zeige „eine gute Verzahnung der baulichen Anlage mit dem Grünkonzept“ und biete „eine gut nutzbare Außenfläche von hoher gestalterischer Qualität“, so die Jury. Die Anordnung der Räume wertete die Jury „positiv“. Die Flure um das Atrium seien „übersichtlich“ und die Verkehrsflächen „hell und kommunikativ“. „Eine ausreichend große Grünfläche zur benachbarten Grundschule“ schaffe zudem „ein angenehmes Nebeneinander“.

3. Preis

Jöllenbeck & Wolf Architekten BDA Partnerschaft, Walldorf, mit Cornelia Biegert Landschaftsarchitektur GmbH entwarfen einen kompakten Neubau mit schmalem Patio und Dachterrasse im 2. OG nördlich des Pausen- und Mensagebäudes. Ihnen gelinge „eine städtebaulich und baukörperlich eindeutige Komposition“, so die Jury. Es entständen „in allen Bauabschnitten hochwertige und gut natürlich belichtete Erschließungsflächen“, wodurch „an unterschiedlichen Stellen informelle Lernbereiche“ möglich seien. Die Erweiterung füge sich „sehr gut an die vorgegebene Erschließungsstruktur an“ und die zwei aufgereihten Pausenhofbereiche ermöglichten „eine gute Aufsicht“. Ebenfalls positiv wertete die Jury die Grünbereiche und die Terrasse mit ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

Anerkennungen

Die erste Anerkennung erhielten a|sh sander.hofrichter architekten GmbH, Ludwigshafen, mit hofmann_röttgen Landschaftsarchitekten. Die zweite Anerkennung ging an RiegerArchitektur Partnerschaft freier Architekten mbB Rieger Lehner Steinborn, Dresden, mit weisbrodt rieger architekten und EvergreenLandschaftsarchitekten.