16. April 2018

Vertreterversammlung am 13. April 2018

Zu Gast war Markus Lehrmann: Der Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist zudem Leiter der BAK-Arbeitsgruppe „GeneralistPlus“. Er sprach darüber, wie das Berufsbild des Architekten als Generalist gestärkt werden kann, trotz immer komplexer werdender Anforderungen.
Zu Gast war Markus Lehrmann: Der Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist zudem Leiter der BAK-Arbeitsgruppe „GeneralistPlus“. Er sprach darüber, wie das Berufsbild des Architekten als Generalist gestärkt werden kann, trotz immer komplexer werdender Anforderungen.
Foto: Markus Kohz, Mainz

Als Gastredner zur Vertreterversammlung am 13. April war Markus Lehrmann eingeladen. Der Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen sprach sich für das Modell „GeneralistPlus“ aus

Markus Lehrmann, Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und Mitglied der BAK-Arbeitsgruppe „GeneralistPlus“ war als Gastredner eingeladen, um über die Arbeitsgruppe und ihren Diskussionsstand in einer berufspolitisch zentralen Frage zu berichten. Ihre Arbeit kreist um die Aufgabe, das Berufsbild des Architekten als Generalist aufrecht zu erhalten und zu stärken. Der Diskussion in der Arbeitsgruppe war eine gründliche Analyse des Hommerich Instituts vorausgegangen. Diese ergab eine bereits in vielen Feldern stattfindende Spezialisierung von Büros insbesondere in den Ballungsräumen und die Beibehaltung des Generalistenstatus im ländlichen Raum. Beiden Realitäten gerecht zu werden und gleichzeitig bessere Vermarktungschancen der Leistungsbilder zu ermöglichen, war Aufgabe der Arbeitsgruppe.

Die Lösung: der „GeneralistPlus“ – Architekten als Generalisten mit wenigen, besonderen Zusatzqualifikationen anstatt vieler unübersichtlicher Spezialisierungen. Ziel ist es, die inzwischen unüberschaubare Zahl der Fachlisten deutschlandweit zu reduzieren. Angestrebt wird, zunächst die folgenden fünf Listen zu etablieren: Brandschutz, Energieberater, Fachpreisrichter, SiGeko und Wettbewerbs/Vergabebetreuer. Sie sollen bei allen Länderkammern mit identischen Zugangsvoraussetzungen geführt und die damit verbundene Qualitätsgarantie durch den neuen Begriff „Register“ hervorgehoben werden. Mittelfristiges Ziel ist es, dass diese die sehr unterschiedlichen sonstigen Listenführungen ablösen. Lehrmanns schlüssiger Vortrag fand sehr viel Zustimmung.

Berufsordnung

Die Vertreterversammlung beschloss im Weiteren eine Anpassung der Berufsordnung. Diese betrifft im Kern drei Punkte:

  • Die Regelungen zur Werbung wurden weiter liberalisiert. Maßstab ist zukünftig das Gesetz über unlauteren Wettbewerb.
  • Die Mindestversicherungssumme für sonstige Schäden wurde von 250.000 auf 300.000 Euro erhöht und damit an die heutige Risikosituation angepasst.
  • Und aufgrund des ungewissen Ausgangs des Vertragsverletzungsverfahrens  wegen der HOAI gegen die Bundesrepublik Deutschland wurden die Vergütungsregelungen neutraler gefasst.

Detaillierte Informationen folgen in Kürze.

Bericht des Präsidenten

Die Sitzung eröffnet hatte Präsident Gerold Reker traditionell mit seinem Bericht über die Arbeit des Vorstandes. Reker stellte unter anderem eine Reihe von Projektvorschlägen für das Bauhausjubiläum sowie den neu eingeführten „BIM Treff“ vor. Der Treff bietet allen Kammermitgliedern eine Plattform für den Erfahrungsaustausch über BIM und soll zukünftig alle drei Monate stattfinden. Das Verfahren „Mehr MITTE bitte!“ wurde erneut vom Gemeinde- und Städtebund in Kooperation mit der Kammer ausgelobt. Drei Projektvorhaben sind bereits ausgewählt. In den kommenden Monaten werden Realisierungswettbewerbe ausgelobt, zudem ist in Landau-Godramstein ein Ideenwettbewerb geplant. Reker forderte alle Kammermitglieder auf, sich zu beteiligen.

Das Strategiepapier „Energiewende mit Architekten“ versammelt die bisher erarbeiteten Themen und Positionen. Es ist im Mitgliederbereich der Kammer-Homepage zu finden.

Als Nachrücker für Miriam Decker nahm Michael Strobel aus Trier erstmals an der Vertreterversammlung teil.