05. November 2019

Vergaberecht: Neue EU-Schwellenwerte für 2020/2021 veröffentlicht

Alle zwei Jahre werden die EU-Schwellenwerte, ab denen die im GWB umgesetzten EU-Vergaberichtlinien gelten, an Wechselkursentwicklungen angepasst. Die Schwellenwerte beruhen auf Vorgaben und Berechnungsweisen im Government Procurement Agreement (GPA).

Die angepassten Schwellenwerte sind am 31.10.2019 im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden und gelten aufgrund der dynamischen Verweisung in § 106 Abs. 2 GWB automatisch in Deutschland.

Ab dem 1.1.2020 gelten somit folgende neue Schwellenwerte:

Richtline für klassische öffentliche Auftraggeber (Richtlinie 2014/24/EU:

  • Bauleistungen:                                  5.350.000 Euro (statt bisher 5.548.000 Euro)
  • Liefer-/Dienstleistungen:                       214.000 Euro (statt bisher 221.000 Euro)
  • zentrale Regierungsdienststellen:          139.000 Euro (statt bisher 144.000 Euro)

Sektorenrichtlinie (Richtlinie 2014/25/EU) und Richtlinie für Vergaben in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit (Richtlinie 2009/81/EG):

  • Bauleistungen:                                 5.350.000 Euro (statt bisher 5.548.000 Euro)
  • Liefer-/Dienstleistungen:                     428.000 Euro (statt bisher 443.000 Euro)

Konzessionsrichtlinie (Richtlinie 2014/23/EU):

  • 5.350.000 Euro (statt bisher 5.548.000 Euro)

(Quelle: www.forum-vergabe.de)