24. September 2018

Schauen Sie mal!

Die Ausstellung „Schauen Sie mal!“ zeigt Innenarchitektur aus Rheinland-Pfalz.
Foto: Kristina Schäfer, Mainz

Eine Ausstellung im Brückenturm zeigt Innenarchitektur made in Rheinland-Pfalz.

"Noch nie haben Menschen so viel Zeit in Innenräumen verbracht, da sollte die Gestaltung des direkten Umfeldes nicht zum Einsparpotential zählen", sagte die Frankfurter Innenarchitektin Susanne Leson im Rahmen der Ausstellungseröffnung "Schauen Sie mal!" am 13. September im Zentrum Baukultur und zitierte damit Eva Holdenried, Innenarchitekten, Vorstandsmitglied der Kammer und nicht zuletzt Initiatorin der Ausstellung. Leson skizzierte in ihrem Impulsvortrag "Innenarchitektur als Gesamtpaket" das breite Aufgabenspektrum von Innenarchitekten: Bei aller Liebe zu Form, Farbe und Material, gehe es in der Innenarchitektur um mehr als nur Oberflächen. Schließlich tragen Innenarchitektinnen und Innenarchitekten die Architektur in ihrem Titel. Es gehe vor allem darum, Wohlfühlräume zu schaffen, mit allen dafür notwendigen baulichen Eingriffen – vom Beleuchtungskonzept, über Akustik und Raumklima bis hin zum Brandschutz.

Auch die anschließende Gesprächsrunde stellte den Mehrwert der Arbeit von Innenarchitekten in den Fokus. Ihr gehörten neben Leson die Innenarchitektinnen Simone Bücksteeg, die den Wettbewerb als Jurymitglied erläuterte und Vorstandsmitglied Eva Holdenried an. Als Initiatorin der Ausstellung freute sich Holdenried besonders über die große Teilnahme am Wettbewerb sowie die Qualität und Bandbreite der ausgestellten Arbeiten. Präsentiert wurden Projekte jeder Größenordnung, etwa internationale Messestände, klassische Aufgaben wie Büro- und Praxisgestaltungen aber auch der kleinteilige private Dachausbau. Gerade die Symbiose mit Architekten sei ein unschätzbarer Kompetenzgewinn für den Bauherren, waren sich die Innenarchitektinnen einig.

Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz hatte ihre Mitglieder aufgefordert, Projekte der vergangenen fünf Jahre (Fertigstellung nach dem 1. Januar 2013) einzureichen. Pro Büro waren maximal drei Einreichungen zugelassen. Aus den eingereichten Arbeiten wählte ein unabhängiges Auswahlgremium 25 aus. Die Ausstellung, die in Workshops gemeinsam mit den Innenarchitekten konzipiert wurde, geht ab Oktober auf Wanderschaft
durch Rheinland-Pfalz.