18. August 2010

Rheinkolleg(en)!

Vizepräsident Ernst Wolfgang Eichler spricht Klartext. 

Zur Bebauung des Erlus-Geländes in Speyer hatte sich die Architektenkammer klar positioniert und nach Verhandlungen mit der Stadt schien ein offener Wettbewerb greifbar. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Gremien war dann aber ein Schreiben des Rheinkollegs, das ein beschränktes Verfahren befürwortete. Grund genug für eine Pressemitteilung der Kammer in der April-Ausgabe des DAB; denn oberstes Ziel ist, ein Wettbewerbswesen zu fordern und zu fördern, das möglichst vielen Kollegen Zugang zum Markt bietet und Auslobern Lösungsmöglichkeiten in der vollen Breite verschafft.

Angesichts vermeintlicher Diskrepanzen trafen sich nun die Spitzen des Rheinkollegs und der Kammer. Im Dialog wurde deutlich, dass durch Vernetzung pa-rallel laufender Aktivitäten Irritationen hätten vermieden werden können. Während Kammer schon weitergehende Forderungen durchgesetzt hatte, schien dem Rheinkolleg ein Wettbewerb nur in beschränkter Form möglich.

Mehr Kommunikation war dann auch die Zielsetzung am Ende des Gesprächs. Denn in der Sache gab es erfreulicherweise keine Meinungsunterschiede. Als Hochschullehrer und Architekt, der ein Leben lang als Teilnehmer und Preisrichter im offenen Wettbewerb Erfolg haben konnte, zeigte sich Prof. Striffler selbstverständlich überzeugt vom unbeschränkten Wettbewerbszugang; lediglich in der projektspezifischen Diskussion schien dem Rheinkolleg ein Zugehen auf den Investor der letzte Ausweg zu sein.

Am Ende stand die Erkenntnis, dass Kammer und Rheinkolleg in Sachen Mittelrhein und Weltkulturerbe letztlich am gleichen Strang ziehen; verstärkter Austausch soll zukünftig helfen, Synergien zu nutzen und mehr Öffentlichkeit für die wichtigen Themen rund um den Fluss zu gewinnen. So arbeiten ... Rheinkollegen.

Vizepräsident Ernst Wolfgang Eichler, Alzey