05. September 2016

Öffnung der Stadt Mainz zum Rhein

Diskussionsrunde mit Karina Krauß, Reinhard Schneider, Marianne Grosse, Anne-Luise Müller, Moderator Friedrich Roeingh
Diskussionsrunde mit Karina Krauß, Reinhard Schneider, Marianne Grosse, Anne-Luise Müller, Moderator Friedrich Roeingh Foto: IHK für Rheinhessen / Kristina Schäfer, Mainz
Foto: Kristina Schäfer, Mainz

Längst genügen monetäre Anreize nicht mehr, um Menschen an ein Unternehmen, eine Stadt, eine Region binden zu können. Das Profil des Wirtschaftsstandortes verschneidet sich hier mit dem der touristischen Destination. Welche Rolle spielen Stadtentwicklung und Baukultur? Eine Gesprächsrunde dazu fand am 1. September statt.

Städte und Regionen stehen in einem steten Wettbewerb um junge Menschen und die jeweils besten Köpfe. Die gewerbliche Wirtschaft, das Handwerk und auch die freien Berufe schauen inzwischen sorgenvoll auf die Entwicklung des Fachkräftemarktes. Längst genügen monetäre Anreize nicht mehr, um Menschen an ein Unternehmen, eine Stadt, eine Region binden zu können. Infrastruktur und Lebensqualität, eine als attraktiv erlebte Stadt(gesellschaft) und die Frage nach persönlichen Perspektiven für Bildung, Kultur, Freizeit und Sport entscheiden den Wettbewerb um Fachkräfte mit. Das Profil des Wirtschaftsstandortes verschneidet sich hier mit dem der touristischen Destination.

Für Mainz ist die einzigartige Lage am Fluss in Mitten einer Weinregion ein wesentliches Charakteristikum. Wirtschaftliche und touristische Nutzungen, Wohnen und alltägliche Freizeitgestaltung treffen hier aufeinander. "Eine wirkliche 'Öffnung der Stadt zum Wasser' als Bestandteil einer städtebaulichen Qualifizierungsoffensive bleibt, trotz einzelner Entwicklungsmaßnahmen, Zukunftsaufgabe", so Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Er mahnt einen Masterplan als Grundlage für die städtebauliche Entwicklung von Mainz an.

Dies zu diskutieren, luden die Architektenkammer Rheinland-Pfalz, die Handwerkskammer für Rheinhessen und die Industrie- und Handelskammer Rheinhessen gemeinsam am 1. September ein.

Als Akteure konnten begrüßt werden:

  • Anne-Luise Müller, Leiterin des Stadtplanungsamtes Köln, berichtete in einem kurzen Impulsvortrag darüber, wie Köln es verstanden hat, seine beiden Rheinufer zu attraktiven, prosperierenden Wohn-, Gewerbe- und Freizeitgebieten zu entwickeln.
  • Friedrich Roeingh, Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung Mainz, moderierte die anschließende Gesprächsrunde
  • Marianne Grosse, die Mainzer Bau- und Kulturdezernentin
  • Reinhard Schneider, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Werner & Mertz GmbH und
  • Karina Krauß, Bereichsleiterin Tourismus, mainzplus CITYMARKETING GmbH
  • Gerold Reker, Präsident Architektenkammer Rheinland-Pfalz