16. Januar 2009

Meine Quellen? ... immer sprudelnd!

Vizepräsident Ernst Wolfgang Eichler spricht Klartext.

Kollegen klagen darüber, aus der Presse von der Vergabe größerer Aufträge oder von Wettbewerbsentscheidungen zu hören, im Vorfeld aber nicht wussten, dass überhaupt ein Vergabeverfahren läuft; sie fühlten sich nicht ausreichend informiert. Oftmals zeigte sich dann, dass der Auslober ordnungsgemäß angekündigt und veröffentlicht hatte. Natürlich wünschen wir uns alle, dass Auftraggeber - insbesondere die öffentlichen - bei anstehenden Vergaben die regionalen Trommeln etwas stärker schlagen, und die Architektenkammer mahnt dies auch immer wieder mit Nachdruck an. Dabei bewegen wir uns aber auf schmalem Grat, denn gleichzeitig nehmen wir für unseren Berufsstand in Anspruch, mehr Kommunikation zu pflegen und Wege des modernen Informationsaustausches zu kennen; dem müssen wir auch gerecht werden. Die Architektenkammer selbst fährt mehrgleisig. Wir drängen bei öffentlichen Verwaltungen auf möglichst frühzeitige Information über geplante Projekte - an die Kammer oder an ortsansässige Kollegen, wir veröffentlichen im Internet unter der Rubrik „Wettbewerbe und Vergaben“ uns bekannte Vergabeverfahren, um Mitgliedern die Recherche zu erleichtern, und wir informieren Mandatsträger per Fax über interessante Ausschreibungen, damit z.B. bei Kammergruppenveranstaltungen berichtet werden kann. So sollte bei uns nichts „versanden“. Das alles entbindet den Einzelnen aber nicht von seiner eigenen „Holschuld“, sich Informationen zu beschaffen. Internet-Plattformen wie „ted.europa.eu“, „competitionline.de“ und andere bieten hierfür auch beste Hilfsmittel, Filter, Email-Benachrichtigungen oder RSS-Feeds kostenlos an. Wer eine halbe Stunde investiert und sich entsprechend anmeldet, verfügt so neben den wertvollen Kammerinformationen über dauernd sprudelnde Informationsquellen.

Ernst Wolfgang Eichler, Alzey
Vizepräsident