12. Juni 2015

Mehr MITTE bitte!: Wettbewerb "Einfamilienhaus in Katzenelnbogen" entschieden

Auf einem Abbruchgrundstück im Ortskern der Gemeinde Katzenelnbogen soll ein Einfamilienhaus entstehen. Ziel des Wettbewerbs war es, eine beispielhafte Lösung mit besonderen städtebaulichen, gestalterischen und funktionalen Qualitäten für zeitgemäßes Wohnen in gewachsenen Ortskernlagen in energiesparender Bauweise und mit nachhaltigen Baustoffen zu finden. Der erste Preis ging an Architekt Heinrich Lessing aus Mainz.

Der Wettbewerb wurde im Rahmen der Initiative „Mehr Mitte bitte! - Ein Wettbewerb für Wohnen und Leben in ländlichen Ortskernen“ ausgelobt. Dieser hatte zum Ziel, die Stadt- und Ortskerne zu stärken und zu vitalisieren, eine Rückbesinnung auf die Zentren anzustoßen und Schwerpunktverlagerungen an die Ortsränder aufzuhalten. Ausgelobt wurde der Wettbewerb vom Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen, zusammen mit dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz. In der ersten Phase konnten sich Gemeinden zusammen mit Bauherren bewerben, in der zweiten wurden für die ausgewählten Projekte Realisierungswettbewerbe ausgelobt. Einer dieser Wettbewerbe ist der nun entschiedene.

 

 

1. Preis

Der 1. Preis ging an Architekt Heinrich Lessing aus Mainz. Er platzierte, losgelöst von der Nachbarbebauung, ein schmales, zweigeschossiges Langhaus in Ost- West Richtung, „dessen steiler Giebel sich gleichermaßen signifikant wie maßstäblich zurückhaltend in den städtebaulichen Kontext integriert“, urteilte die Jury unter Vorsitz von Prof. Andrea Wandel. Ein eingeschossiger Eingangsbaukörper schließt die Lücke zum südlichen Nachbargebäude und schafft einen großzügigen, geschützten Wohnhof, „der durch seine günstige Proportion und Orientierung einen hohen Wohnwert verspricht“, so das Preisgericht. Die Räume seien zudem "gut proportioniert und nutzbar", "der Innen- und Außenraum sinnvoll zugeordnet und großzügig verknüpft", "die Proportionen und Fenster angenehm und unprätentiös" und "die Materialien zurückhaltend und angemessen".

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2. Preis

Der 2. Preis ging an Architekt Reinhold Mack aus Neupotz, der „einen differenzierten maßstäblichen Wohnhausentwurf" vorschlug, so das Preisgericht. Er entwarf ein dreigeschossiges Vorderhaus mit einem eingeschossigen Pavillon, welche die Grundstücksbreite und -tiefe fast vollständig nutzen. Im Inneren biete dieser einen „großzügigen, gut belichteten Wohnraum mit Ess- und Kochbereich", hob die Jury hervor.

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