12. Juni 2015

Mehr MITTE bitte!: Gillenfeld entschieden - Wettbewerb Generationenwohnanlage

In Gillenfeld soll eine genossenschaftlich getragene, barrierefreie Wohnanlage für alle Generationen entstehen, ein Projekt, das beispielhaft zeigt, dass sich in innerörtlichen Verdichtungslagen qualitätsvolle Wohnformen, die das Ortsbild aufwerten, entwickeln lassen. Den ersten Preis vergab die Jury unter Vorsitz von Susanne Wartzeck an AV 1 Architekten aus Kaiserslautern.

Der Wettbewerb wurde im Rahmen der Initiative „Mehr Mitte bitte! - Ein Wettbewerb für Wohnen und Leben in ländlichen Ortskernen“ ausgelobt. Dieser hatte zum Ziel, die Stadt- und Ortskerne zu stärken und zu vitalisieren, eine Rückbesinnung auf die Zentren anzustoßen und Schwerpunktverlagerungen an die Ortsränder aufzuhalten. Ausgelobt wurde der Wettbewerb vom Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen, zusammen mit dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz. In der ersten Phase konnten sich Gemeinden zusammen mit Bauherren bewerben, in der zweiten wurden für die ausgewählten Projekte Realisierungswettbewerbe ausgelobt. Einer dieser Wettbewerbe ist der nun entschiedene.

1. Preis:

Die Architekten verteilen das Bauvolumen auf zwei Gebäude ähnlicher Größe, die den Außenraum „geschickt gliedern“, so das Preisgericht. „Die Wegebeziehung zwischen den Gebäuden bildet eine spannende Verbindung“ und die Einbindung des bestehenden Backhauses schaffe „einen gemeinschaftlichen Platz mit hoher Nutzungsqualität und Identifikationscharakter für den Neubau und den gesamten Ort“, lobte die Jury. Den Verfassern gelinge zudem eine "klare Fassadengliederung mittels großzügiger Fenster und Loggien", und die Grundrisse seien durch "die klare, großzügige Strukturierung sehr ansprechend". "Insgesamt biete der Entwurf gute Voraussetzungen, einen Identität stiftenden Ort zu schaffen", so die Preisrichter.

Mehr Informationen:

  • Plan 1
  • Plan 2
  • Plan 3

2.Preis:

Den Entwurf der Architekten Stein Hemmes Wirtz aus Kasel würdigte die Jury für seine „intensive Auseinandersetzung mit dem Ort“, was „zu einer überzeugenden Lösung in Bezug auf Körnigkeit und Maßstab“ führe, so das Preisgericht, das diesen mit dem zweiten Preis auszeichnete. Der Entwurf sieht schmale, longitudinale Baukörper vor, die zwei Hofsituationen auf dem Grundstück bilden. Im dargestellten Wohnungsgrundriss sind die Räume um einen zentralen, mit der Loggia verknüpften Wohnbereich gruppiert und haben eine „minimierte innere Verkehrsfläche“, hob die Jury hervor.

Mehr Informationen:

  • Plan 1-3