02. Mai 2012

Mehr Durchblick - kammer-start 2012

Flyer auf einem Tisch
Mehr Durchblick - Leitthema beim kammer-start 2012 Foto: Kristina Schäfer, Mainz
Foto: Kristina Schäfer, Mainz

Am 20. April hatte die Architektenkammer wieder Absolventen und Studenten der höheren Semester zum kammer-start.de in die Räume der Landesgeschäftsstelle eingeladen. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Mehr Durchblick". Über 100 Interessierte nahmen das Angebot an und informierten sich über den Start ins Berufsleben.

Zunächst stellte Präsident Gerold Reker die Kammer, ihre Struktur und Aufgaben vor. Dabei ging er insbesondere auf die Bedeutung der Baukultur und die Notwendigkeit diese zu sichern ein. Dies sei die gemeinsame Aufgabe aller Architekten, Stadtplaner, Innen- und Landschaftsarchitekten.

Architekt Paul Mandelkow berichtete anschließend über seinen Weg in die Selbstständigkeit. Zusammen mit Innenarchitektin Eva Holdenried und Architekt Oliver Sommer gründete er 2009 in Wörrstadt das gemeinsame Büro stereoraum. Ermöglicht wurde dieser Schritt durch Aufträge aus dem Bekanntenkreis. Was darüber hinaus noch alles bedacht, welche Fragen beantwortet werden mussten, zeigte Madelkow auf.

Architekt Horst Keller riet als zweiter Redner allen Anwesenden, sich eine Nische zu suchen und sich zu spezialisieren. Nur Alleinstellungsmerkmale und Zusatzqualifikationen böten in einem Beruf, in dem die Arbeitslosenquote vier Mal höher wie in vergleichbaren Berufen sei, gute Chancen. Keller hat sich auf die Büroorganisation spezialisiert. Er ist Büromanager bei von Canal Architekten und Ingenieure in Koblenz und selbstständiger Berater (http://www.carpedim.de). Sein Credo: durch Effektivität und Prozessoptimierung lässt sich der Gewinn der meisten Architekturbüros um rund zehn Prozent steigern. Geeignete Software, vorgefertigte Dokumentvorlagen, einheitliche Abläufe, Controlling und Wissenstransfer seien die Grundlage dafür. Wer sich für diese Aspekte interessiere, dem böte sich ein bisher wenig beachtetes Arbeitsfeld.

Nach den Vorträgen gab es, wie in jedem Jahr, die Möglichkeit in lockerer Atmosphäre miteinander, mit den Referenten sowie mit dem Vorstand und den Ansprechpartnern der Landesgeschäftsstelle zu reden. Das Trio nardis sorgte mit Jazzmusik für die entsprechende Stimmung. Parallel erfuhren die Absolventen und Studenten in Kurzvorträgen und Einzelgesprächen alles Wissenswerte zur Existenzgründung von der ISB, zur Altersvorsorge von der Bayerischen Architektenversorgung, zur Berufshaftpflichtversicherung von der VHV und zur Krankenversicherung von der DKV.