16. Oktober 2014

Manfred Sack ist gestorben

Preisverleihung an Manfred Sack
Manfred Sack bei der Verleihung der Wolfgang-Hirsch-Auszeichnung durch den damaligen Präsidenten Erwin Morlock.
Foto: Klaus Benz, Mainz

Der Architekturkritiker und Träger der Wolfgang-Hirsch-Auszeichnung zur Förderung der Baukultur ist gestorben.

Manfred Sack, Ehrendoktor der TU Darmstadt, ist am 4. Oktober verstorben. Als Wahrheit und Klarheit verpflichteter Chronist einer mehrfachen Paradigmenwechseln unterworfenen, zunehmend marktdominierten Architekturentwicklung hinterlässt er eine schwer zu schließende Lücke in einer heterogenen Medienlandschaft.

1981 hatte die Architektenkammer Rheinland-Pfalz Sack die Wolfgang- Hirsch-Auszeichnung für seine Verdienste als fachlich kompetentem Journalisten, der sich zudem seiner sozialen und kulturellen Verantwortung bewusst ist, verliehen. Sack gehörte zu einer Generation, deren Sozialisation maßgeblich von der gesellschaftlichen Entwicklung der Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg geprägt war. 1954 kam er zur Wochenzeitung "DIE ZEIT" und avancierte innerhalb weniger Jahre zu einem der einflussreichsten deutschsprachigen Architekturkritiker. Sack gilt der Dank aller, die sich einer Kultur des humanen Bauens verpflichtet fühlen.

Sack war der erste Empfänger der Wolfgang-Hirsch-Auszeichnung. Ihm folgten u.a. Klaus Töpfer, Klaudia Martini, Günter Behnisch und Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Günther Franz, Ehrenpräsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz