14. Oktober 2014

Junge raus, Ältere rein

Mainz. Wer möchte das nicht: Preisgünstig leben in bezahlbaren Wohnungen mit Qualität? In den Städten und Ballungsräumen, auch in Rheinland-Pfalz, wird dieses Anliegen seit einigen Jahren für viele Menschen wieder zum drängenden Problem.

Gleichzeitig ist klar: Im demografischen Wandel folgt auf den Studierendenboom bald eine Flaute. Dann werden noch mehr altengerechte Wohnungen gebraucht. Beim Deutschen Bauherrenpreis wurde deshalb ein Studierendenwohnheim ausgezeichnet, das leicht zu kleinen Wohnungen, viele davon barrierefrei, umgebaut werden kann. Im Zentrum Baukultur in Mainz sind dieses und andere preisgekrönte Projekte nun in einer Ausstellung zu sehen. Finanz- und Bauminister Dr. Carsten Kühl, Architektenkammerpräsident Gerold Reker und Alexander Rychter, Verbandsdirektor des vdw, haben die Ausstellung zum Deutschen Bauherrenpreis heute eröffnet."Der Wohnungsbau von heute muss die Entwicklungen der Zukunft im Blick haben", so Dr. Carsten Kühl, Finanz- und Bauminister. "Um die Bedürfnisse im Land erfassen zu können, haben wir zusammen mit dem Bauforum RLP und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ein Wohnungsmarktgutachten in Auftrag gegeben, dass die qualitative und quantitative Wohnraumnachfrage bis 2030 untersucht hat. Die Ergebnisse werden uns in den Anpassungen und Aktualisierungen des sozialen Wohnraumförderprogrammes des Landes unterstützen, um ein lebenswertes Rheinland-Pfalz zu erhalten und somit auch einen Beitrag zur Demografiestrategie des Landes zu leisten", so Minister Kühl.

"Hohe Qualität - Tragbare Kosten: der Titel des Deutschen Bauherrenpreises umreißt ziemlich genau das, worum es uns im Zentrum Baukultur ganz wesentlich geht. Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis und muss in guter Qualität für alle bezahlbar bleiben. Für Politik und Wohnungswirtschaft bleibt das eine Herausforderung, die ohne die Expertise der Architekten nicht zu lösen ist. Aufgabe meines Berufsstandes ist es, die ökonomischen Restriktionen mit der für eine dauerhaft gültige Lösung notwendigen Qualität im Ökologischen, im Ästhetischen, im Funktionalen und Sozialen zusammen zu bringen. Wohnung und Wohnumfeld, Stadt und Quartier gehören da eng zusammen", betonte Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz anlässlich der Ausstellungseröffnung des Deutschen Bauherrenpreises im Zentrum Baukultur.

Der Deutsche Bauherrenpreis wird seit 1986 alle zwei Jahre neu von der Arbeitsgruppe KOOPERATION des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Bundes Deutscher Architekten BDA und des Deutschen Städtetages (DST) neu ausgelobt. Er soll der Unterstützung innovativer Ansätze und Lösungen im Wohnungsbau dienen und setzt - unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Bauherrn - am Spannungsfeld von hoher Qualität und tragbaren Kosten an. Im Februar 2014 wurde - insgesamt zum 19. Mal - der Preis in der Kategorie Neubau verliehen. Eines der prämierten Projekte, das Wohnen für Studierende in Wuppertal-Ostersiepen, wurde anlässlich der Ausstellungseröffnung im Zentrum Baukultur von Architekt Michael Müller (Geschäftsführer Architektur Contor Müller Schlüter GbR /ACSM Planungsgesellschaft mbH, Wuppertal) und Bauherr (Fritz Berger, Geschäftsführer Hochschul-Sozialwerk Wuppertal AöR) vorgestellt.

 

Weitere Informationen:

Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Annette Müller
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Telefon 06131/99 60 22
Telefax 06131/99 60 62
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