05. Februar 2007

Günther Franz Ehrenpräsident

Nach 30jährigem Engagement im Präsidium der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, davon 20 Jahre als ihr Präsident, hat Günther Franz die Führung der rheinland-pfälzischen Architektenkammer an seinen Nachfolger, Stefan Musil (Ransbach-Baumbach) übergeben. Damit scheidet ein bewährter Repräsentant der Architektenschaft und Streiter für Architektur und Baukultur aus der Kammerspitze aus. In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste wählte ihn die Vertreterversammlung der Architektenschaft am 2. Februar 2007 einstimmig zum Ehrenpräsidenten.

Vier Legislaturperioden an der Kammerspitze: Staffelholz übergeben

Nach 30jährigem Engagement im Präsidium der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, davon 20 Jahre als ihr Präsident, hat Günther Franz die Führung der rheinland-pfälzischen Architektenkammer an seinen Nachfolger, Stefan Musil (Ransbach-Baumbach) übergeben. Damit scheidet ein bewährter Repräsentant der Architektenschaft und Streiter für Architektur und Baukultur aus der Kammerspitze aus. In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste wählte ihn die Vertreterversammlung der Architektenschaft am 2. Februar 2007 einstimmig zum Ehrenpräsidenten.

In einer als Grußadresse übermittelten Laudatio stellte der Präsident der Bundesarchitektenkammer, Professor Sighart Schmid, die langjährige Arbeit von Günther Franz, der auch dem Vorstand der Bundesarchitektenkammer angehörte, heraus. Immer habe sich Franz streitbar, standhaft und engagiert für das Wohl und für akzeptable Rahmenbedingungen für die Arbeit aller Architekten eingesetzt. Er hob dabei auch das Eintreten im Redaktionsbeirat des Deutschen Architektenblattes für höchstmögliche Qualität, für Integrität, für Baukultur im umfassenden Sinne hervor. Dieser Würdigung schloß sich der neugewählte Präsident, Stefan Musil, mit dem Hinweis auf die Bedeutung der Baukultur in Rheinland-Pfalz, der Franz während seiner Präsidentschaft sein besonderes Engagement gewidmet hat, unter lang anhaltendem Applaus der Vertreterversammlung an.

Das berufspolitische Engagement von Günther Franz, freischaffender Architekt in Mainz seit 1961, begann 1968 als Vorsitzender der Kammergruppe Mainz/Mainz-Bingen unter anderem durch seine Mitgliedschaft im Landeswettbewerbsausschuß. Franz war Gründungsmitglied des Städtebaubeirates Mainz. Als Mitglied der Vertreterversammlung und Vizepräsident bzw. Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz gingen wesentliche Impulse für die Kammerarbeit aus. Dazu zählen unter anderem die interregionale Zusammenarbeit Rhein/Saar/Lor/Lux, die Gründung der Stiftung Baukultur Rheinland-Pfalz 1993, der Anstoß zur Einrichtung des DIALOG BAUKULTUR 2000 sowie die Initiative zu einem „zb: zentrumbaukultur rheinland-pfalz“, das am 27. Februar 2007 in Mainz eröffnet wird. In vielen Vorträgen und Veröffentlichungen wie auch als Herausgeber des Architekturführers Rheinland-Pfalz „Baustelle Heimat“ wurde deutlich, worum es Franz geht: Bauen als ästhetisch-humane Umweltgestaltung in sozialer Verantwortung zur Sicherung von Nachhaltigkeit.  

1992 war Günther Franz ad interim Präsident der Bundesarchitektenkammer. Hieraus folgten auch die weiteren internationalen Vertretungen im Rat der Europäischen Architekten ACS wie auch als deutscher Delegierter beim Internationalen Architektenkongreß in Peking 1997. Das über vier Legislaturperioden als Präsident gezeigte berufspolitische Engagement wurde durch die Verleihung von Bundesverdienstkreuz und Landesverdienstorden öffentlich gewürdigt.

Als Architekt gewann Günther Franz viele Architektenwettbewerbe. Hierbei spielte das besondere Interesse an Schul- und Sportstättenbau - neben sonstigen Bauprojekten aller Größenordnungen - eine besondere Rolle. Er ist weiterhin in ehrenamtlichen Funktionen u.a. als Mitglied des Kuratoriums der Fachhochschule Mainz sowie weiter als Mitglied der Vertreterversammlung  der Architektenkammer engagiert.