15. März 2018

food akademie Neuwied

Der für den Neu- bzw. Erweiterungsbau der food akademie in Neuwied ausgelobte nichtoffene Wettbewerb ist entschieden. Den ersten Preis erhielten Dürschinger Architekten zusammen mit Tautorat Landschaftsarchitekten.

Die food akademie ist eine private, staatlich anerkannte Ergänzungsfachschule zur Ausbildung von Nachwuchskräften der Supermärkte sowie für selbstständige Lebensmittelkaufleute. Für die Erweiterung ihres Standortes in Neuwied um einen Lehrsupermarkt, Seminarräume sowie Aufenthalts- und Wohnflächen hatte die food akademie Neuwied GmbH einen Wettbewerb ausgelobt. Juryvorsitzender war Prof. Ulrich Elwert.

 

1. Preis

Dürschinger Architekten und Tautorat Landschaftsarchitekten aus Fürth entwarfen ein dreigliedriges Gebäude im Innenhof der Bestandsgebäude, das sich der orthogonalen Blockstruktur widersetzt. Jeder Gebäudeflügel beinhaltet einen Funktionsbereich - Seminarräume, Lehrküche, Supermarkt - und in der Mitte befindet sich ein zentraler "Marktplatz", über den man in die zwei Obergeschosse mit den Wohnungen gelangt. "Der Entwurf besticht durch seine klare Gliederung der Funktionsbereiche", lobte die Jury. Zudem habe das Gebäude keine Rückseiten, es sei von allen Seiten gut erreichbar und bilde "einen großzügigen, grünen Campus, der die Eingänge der Nachbargebäude einbezieht".

 

2. Preis

Muffler Architekten, Tuttlingen, und Uwe Neubauer Landschaftsarchitektur, Aalen, schlugen einen L-förmigen Baukörper vor. Der dreigeschossige Riegel nimmt die Seminarräume auf und der angeschlossene eingeschossige Annexbau den Supermarkt. Die Gebäudestellung ergibt "eine schöne räumliche Fassung des Campus mit entsprechenden Aufenthaltsqualitäten" und "die dunkle Klinkerfassade harmoniert mit den Basaltquadern des denkmalgeschützten Altbaus", urteilte die Jury.

 

3. Preis

MGF Architekten und g2-Landschaftsarchitekten aus Stuttgart entwarfen einen kompakten, zweigeschossigen Baukörper, der zentral im Innenhof steht. Der Neubau "fügt sich gut in die städtebauliche Gesamtsituation ein" und überzeuge durch "seine klare Struktur, die große Offenheit, hohe Funktionalität, robuste Flexibilität und eine sehr gute Orientierbarkeit", so das Fazit der Jury.

Anerkennungen

Eine Anerkennung erhielten Juhr Klein Lörsch Architekten Ingenieure, Neuwied, zusammen mit LILL + SPARLA Landschaftsarchitekten, Köln.