05. Februar 2015

Förderung von Studierendenwohnheimen an Wettbewerbe gebunden

Das rheinland-pfälzische Finanzministerium hatte am 4. Februar gemeinsam mit der Investitions- und Strukturbank ISB Rheinland-Pfalz und der Architektenkammer Rheinland-Pfalz zu einer Informationsveranstaltung über die neue Richtlinie zur Förderung von Studierendenwohnheimen in den Brückenturm Mainz eingeladen.

Der Einladung gefolgt waren rund 40 Vertreter von Studierendenwerken, der Wohnungswirtschaft, der Hochschulen sowie von Verbänden aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Förderung neu gebauter oder sanierter Studierendenwohnheime ab 60 Wohneinheiten ist seit Ende vergangenen Jahres an die Durchführung eines Architektenwettbewerbs gebunden. Dies schreibt die am 1. Dezember 2014 in Kraft getretene neue Richtlinien zur Förderung von Studierendenwohnheimen im Rahmen der sozialen Mietwohnraumförderung vor. Die Architektenkammer hatte sich intensiv und letztendlich erfolgreich für die Aufnahme der Wettbewerbsregelung in die Förderrichtlinie engagiert. Der Staatssekretär im Ministerium der Finanzen Prof. Dr. Salvatore Barbaro bezeichnete in seiner Begrüßungsrede die neue Richtlinie als einen „weiteren, erfolgreichen Baustein der sozialen Mietwohnraumförderung“, durch den bezahlbarer und vor allem qualitativ hochwertiger und nachhaltiger Wohnraum für Studierende geschaffen werde.

Michael Back, Leiter des Bereichs Wohnraumförderung Markt der ISB, stellte die ISB-Darlehen für den Bau und die Modernisierung von Studierendenwohnheimen vor. Edda Kurz, Vorstandmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, zeigte in ihrem Vortrag die Vorteile von VOF-Verfahren mit eingeschlossenem Wettbewerb auf. Sie bezeichnete die Durchführung eines Architektenwettbewerbs als eine „Grundvoraussetzung dafür, die bestmögliche Lösung“ sowohl in funktionaler und wirtschaftlicher als auch in ästhetischer Hinsicht zu erzielen. Herbert Sommer, Leiter der Referatsgruppe Bauen + Wohnen im Finanzministerium betonte in der abschließenden Gesprächsrunde, das Land betrete mit der neuen Förderrichtlinie „Neuland“, erstmals würden Studierendenwohnheime in die Wohnungsbauförderung einbezogen. Dabei habe man nicht nur Studierendenwerke, sondern vor allem auch private Investoren im Blick.

Weitere Informationen über die Programme zur Förderung des Baus von Studierendenwohnheimen gibt es bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz - ISB: MEHR