04. Oktober 2016

EnEV 2017: Aktuelles zur Gesetzeslage EnEV und EEWärmeG

Die Bundesregierung plant, mit Beginn des Jahres 2017 das Energie­einsparungs­gesetz (EnEG) und die Energie­einspar­verord­nung (EnEV) mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammenzulegen, um die EU-Gebäude­energie­­effizienz­richtlinie zu erfüllen.

Für die weitere nationale Umsetzung der EU-Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) und einer Vereinfachung der Rechtsvorschriften plant die Bundesregierung mit Beginn des Jahres 2017, das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und die Energieeinsparverordnung (EnEV) mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammenzulegen.
Mit der Novelle des Energieeinsparrechts in Gebäuden soll auch die Definition der Niedrigstenergiestandards für Gebäude erfolgen.

Voraussichtlich wird die Zusammenführung von EnEV und EEWärmeG und eine Definition des Niedrigstenergiestandards für öffentliche Nichtwohngebäude noch vor den Bundestagswahlen 2017 stattfinden. Es wird in der Novelle voraussichtlich noch keine Definition des Niedrigstenergiestandards für Wohngebäude geben. Weiterhin ist auf Bundesebene die Definition der Bewertungskriterien für den Niedrigstenergiestandard noch in der Diskussion. Es steht unter Anderem eine verstärkte Betrachtung der Klimarelevanz z. B. durch eine CO2-Bilanzierung oder eine Berücksichtigung „grauer Energie" zur Diskussion. Die Bundesregierung beabsichtigt in der energetischen Berechnung der Gebäude zukünftig den Strom aus PV-Anlagen verstärkt mit einzubeziehen und Quartierskonzepte zu berücksichtigen.