21. Januar 2009

Deutscher Umweltpreis vergeben

Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker - Träger der Wolfgang-Hirsch-Auszeichnung - wurde mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. Er ist auch Träger der Wolfgang-Hirsch-Auszeichnung 2006 der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Beide Preise wurden ihm für seine besonderen Verdienste für ein nachhaltiges Wirtschaften, sowie Bauen und Planen verliehen.

In seinem jahrzehntelangen Wirken habe von Weizsäcker nicht nur als Physiker und Biologe in vielen Funktionen Spuren hinterlassen, sagte der Generalsekretär der Bundesstiftung bei der Preisverleihung. Als bestechender Experte für Umwelt und Ökoeffizienz habe Weizsäcker einflussreiche Bücher veröffentlicht, darunter den Bestseller „Faktor Vier" (1995). Nach seiner Überzeugung ist eine Verdoppelung des verteilbaren Wohlstands mit halbiertem Naturverbrauch möglich und erhöht zudem noch die Lebensqualität. Der Teufelskreis zwischen wachsender Wirtschaft und vermehrter Umweltverschmutzung könne durch nachhaltiges Wirtschaften durchbrochen werden.

Bei der Preisverleihung der Architektenkammer 2006 betonte der damalige Kammerpräsident Günther Franz ebenfalls den Bezug zur Politik: Baukultur und Umweltkultur als wichtige, untrennbare Elemente eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Ressource Lebensraum, aber auch als wirtschaftlicher Standortfaktor, bedürften sie größter öffentlicher Aufmerksamkeit und gezielter Förderung. Diesem Ziel diene die Verleihung der Wolfgang-Hirsch-Auszeichnung als dem Baukulturpreis in Rheinland-Pfalz.

Wolfgang Hirsch, der Namensgeber der Auszeichnung, hatte als Architekt zwischen 1950 und seinem frühen Tod 1977 als Begründer und Kopf der Werkgemeinschaft Karlsruhe in Rheinland-Pfalz nationale und internationale Entwicklungsstandards gesetzt - insbesondere beim Bau von Schulen und Bildungseinrichtungen, aber auch mit Beiträgen in Wort und Schrift. Neben einer ausgeprägten fachlichen Kompetenz zeichnete Wolfgang Hirsch die Fähigkeit aus, die Gegenwart zu erkennen und in die Zukunft zu denken. Die seit 1981 alle fünf Jahre verliehene „Wolfgang-Hirsch-Auszeichnung“ knüpft sowohl an diese baukulturellen Leistungen wie an die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung an.

Weitere Träger der Auszeichnung:

  • Dr. Manfred Sack, „Die Zeit“ , Hamburg 1981
  • Dieter Wieland, freier Journalist und Drehbuchautor, München, 1987
  • Niels Gormsen, Stadtbaurat, Mannheim/Leipzig, 1991
  • Kaudia Martini, Ministerin für Umwelt und Forsten, zusammen mit Professor Klaus Töpfer, Bundesbauminister, 1996
  • Günter Behnisch, Architekt, Stuttgart, 2001

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