07. September 2017

BAFA- Förderung: Individueller Sanierungsfahrplan

Das BAFA fördert seit dem 1. Juli 2017 individuelle Sanierungsfahrpläne für Wohngebäude.

Das Förderprogramm zur Vor-Ort-Beratung trägt zur Umsetzung des energiepolitischen Ziels der Bundesregierung bei, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.

Die Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort soll Eigentümern einen sinnvollen Weg aufzeigen, wie sie die Energieeffizienz ihres Gebäudes verbessern können. Zur Durchführung einer Vor-Ort-Beratung können deshalb Förderungen gewährt werden.

Zur Dokumentation der erfolgten Beratungsleistung kann ab dem 1. Juli 2017 – anstatt des bisherigen Energieberatungsberichtes – ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) eingereicht werden, der mit dem entsprechenden Druck Tool erstellt wurde (Drucktool muss vom Softwarehersteller in die Bilanzierungssoftware integriert werden). 

Der individuelle Sanierungsfahrplan enthält die Ergebnisse einer Energieberatung vor Ort. Der iSFP ist ein neu entwickeltes Beratungsinstrument und präsentiert die empfohlenen Sanierungsmaßnahmen übersichtlich und mit besonderer Anschaulichkeit. Design und Struktur des iSFP sind dabei standardisiert.

In leicht verständlicher und anschaulicher Weise werden darin die einzelnen für die energetische Modernisierung vorgeschlagenen Maßnahmen dargestellt und erläutert. Der Sanierungsfahrplan muss aufzeigen, wie das Gebäude mit bauphysikalisch und anlagentechnisch aufeinander abgestimmten Maßnahmen (Einzelmaßnahme/Maßnahmenkombination) umfassend energetisch saniert werden kann.

Dabei muss der erste vorgeschlagene Sanierungsschritt grundsätzlich nach einem der einschlägigen Bundesförderprogramme (KfW/BAFA) förderfähig sein. Ist dies wirtschaftlich nicht vertretbar oder aus bautechnischen bzw. baurechtlichen Gründen nicht möglich, bedarf es einer Begründung im Beratungsbericht.

Für alle weiteren Sanierungsschritte sind mindestens die Anforderungen nach EnEV Anlage 3 einzuhalten. Auch insoweit ist eine Begründung im Energieberatungsbericht erforderlich, wenn wirtschaftliche, bautechnische bzw. baurechtliche Gründe entgegenstehen.

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