27. September 2019

Ausstellungseröffnung „Strategien der Moderne am Beispiel einer Stadt: Kaiserslautern“

Im Bauhaus-Jubiläumsjahr zeigt eine neue Architekturausstellung im Rathaus Kaiserslautern, welche Bewegungen dem Aufbruch in die Moderne vorausgegangen sind und wie die revolutionären Ideen der legendären Kunstschule bis heute nachwirken - am Beispiel der Stadt Kaiserslautern.

KAISERSLAUTERN Thema der Ausstellung "Strategien der Moderne am Beispiel einer Stadt: Kaiserslautern" sind Bewegungen und Gegenbewegungen der historischen Epoche der Moderne. Die um 1800 begann und bis in die Gegenwart reicht. An markanten Gebäuden wie der Adlerapotheke (1809-10), dem Pfälzischen Gewerbemuseum (1875-80) oder dem 84 Meter hohen Neuen Rathaus von 1968 wird die architektonische und städtebauliche Entwicklung Kaiserslauterns exemplarisch erläutert. Die Ausstellung, die am Lehrgebiet Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Kaiserslautern erarbeitet wurde, geht der Frage nach, wie sich die Moderne in einer rheinland-pfälzischen Stadt wie Kaiserslautern, weitab vom Bauhaus und den Zentren der Kunst- und Architekturdiskussion der Weimarer Republik, manifestiert.

Doch die Geschichte des Städtebaus in Kaiserlautern ist vor allem mit dem Namen von Hermann Hussong (1881 - 1960) verbunden. Der in Karlsruhe und München ausgebildete Architekt trat kurz vor dem Ersten Weltkrieg in die Verwaltung ein. Seine weitsichtigen Planungen aus der Zeit der Weimarer Republik sind bis heute stadtbildprägend. Im Zentrum einer Hussong-Sonderabteilung stehen Fotografien, zeitgenössische Gipsmodelle und Pläne, die das Wirken des Stadtbaurates dokumentieren.

"Die Impulse der Moderne und der mit ihnen verbundene Mentalitätswandel sind nach wie vor wirksam, wie wir zu Zeiten der jüngsten industriellen Revolution, die im Zeichen des Digitalen und virtueller Welten steht, wieder einmal erfahren dürfen. Sie in Überkommenem und scheinbar Altem, und eben auch im Gewand von Historismus und Antimoderne, freizulegen, schärft die Sinne und übt das Denken", so Prof. Dr. Schirren, der die Ausstellung im Auftrag der Architektenkammer Rheinland-Pfalz sowie des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz kuratierte. Die Wanderausstellung wurde durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur gefördert.

Am Dienstag, den 15. Oktober 2019 findet ab 18.30 Uhr eine Eröffnungsveranstaltung statt.

Programm:

Grußworte

Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern

Doris Ahnen, Finanz- und Bauministerin Rheinland-Pfalz

Einführung

Prof. Dr. Matthias Schirren, TU Kaiserslautern, Fachbereich Architektur (fatuk), Lehrgebiet Geschichte und Theorie der Architektur

Gespräch: Strategien der Moderne - Spurensuche in Kaiserslautern

Gerold Reker, Präsident Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Thomas Bauer, Vorstand Gemeinnützige Baugesellschaft Kaiserslautern AG

Prof. Dr. Matthias Schirren

Moderation

Holger Wienpahl, Journalist und Moderator beim SWR

Zu sehen ist die Ausstellung vom 16. Oktober bis 20. Dezember 2019 im Rathaus Kaiserslautern, Willy-Brandt-Platz 1, 67657 Kaiserslautern, Mo. - Mi. 8-16 Uhr, Do. 9-18 Uhr, Fr. 8-12 Uhr

Der Zugang zur Ausstellung ist barrierefrei.

Weitere Informationen: Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Katja Nolles, Postfach 1150, 55001 Mainz, Tel. 06131/99 60 22, E-Mail: nolles@akrp.de

 

Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz: Die Förderung der Baukultur, des Bauwesens, der Landschaftspflege und der städtebaulichen Entwicklung gehören zum gesetzlichen Auftrag der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Die Architektenkammer wurde 1950 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet, ihr gehören alle Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner des Landes an, unabhängig davon, ob sie ihren Beruf freischaffend, angestellt oder beamtet ausüben. Um ihrem Auftrag, der Förderung der Baukultur des Landes, gerecht zu werden, ist es Ziel der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Architektur, Innenarchitektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur durch Veranstaltungen, Ausstellungen, Preise und Publikationen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Zu den zentralen Veranstaltungen zählt beispielsweise der jährlich am letzten Juni-Wochenende stattfindende "Tag der Architektur". Gesetzliche Grundlage der Kammerarbeit ist das Architektengesetz Rheinland-Pfalz. 1993 hat die Architektenkammer Rheinland-Pfalz die "Stiftung Baukultur Rheinland-Pfalz" gegründet, die gemeinsam mit dem Ministerium der Finanzen und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz sowie der Kammer selbst Trägerin des Zentrums Baukultur im Brückenturm in Mainz ist.