28. August 2017

Architekturbüros profitieren von höheren staatlichen Bau-Investitionen

Freischaffende Architekten profitieren von einem deutlichen Anstieg der staatlichen Bautätigkeitfür die Bundeswehr und die US-Streitkräfte in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2016wurden im Auftrag des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LandesbetriebLBB) Aufträge mit einem Honorarvolumen von insgesamt rund 21,8 Millionen Euro vonfreien Architekten erbracht. Das ist ein Plus von rund 2,4 Millionen Euro gegenüber demVorjahr.

Mainz - "Der Auftragsboom insbesondere im Bundesbau nimmt weiter Fahrt auf", sagte LBBGeschäftsführerBasten beim diesjährigen Arbeitstreffen mit Spitzenvertretern der Kammer.

"Allein bei der Bundeswehr stehen wir vor einer Verdreifachung des jährlichen Auftragsvolumensauf rund 120 Mio. Euro bis 2020. Um dieses Volumen bewältigen zu können, setzt der LBB aufleistungsfähige Büros, die Planungsaufträge entsprechend den Regularien der öffentlichen Handausführen, aber immer häufiger auch bei Teilen der Bauherrenaufgaben Unterstützung leistenkönnen", so Basten.

"Die zunehmende Digitalisierung des Planungsmarktes wird die Zusammenarbeit zwischen denfreischaffenden Architektinnen und Architekten, den Fachingenieurbüros, den Bauherrenvertreternund den Behörden verändern", sagte Kammerpräsident Gerold Reker mit Blick auf die integrativePlanungsmethode "Building Integration Modeling" (BIM), die alle Gewerke des BauundFacilitymanagements umfasst. "Die dazu nötigen Anpassungsmaßnahmen werden für alleSeiten eine Herausforderung sein, der wir uns gemeinsam stellen müssen - insbesondere beiden hohen Auftragsvolumina, die es zu bewältigen gilt. Die Architektenkammer engagiert sichdaher im BIM-Cluster Rheinland-Pfalz. Dabei sind Fragen der Haftung und der Datensicherheit,der Schnittstellendefinition und der Ausschreibung, der Sicherung von geistigem Eigentum undder Honorierung zu klären", so Reker.

Insgesamt erwartet der Landesbetrieb LBB in den kommenden zehn Jahren ein Bauvolumenvon 3 Mrd. (Milliarden) Euro an Bundeswehrstandorten, für die NATO und die US-Streitkräfte inRheinland-Pfalz. Bereits begonnen haben unter anderem der Ausbau des Bundeswehrzentralkrankenhausesin Koblenz und die Modernisierung der Südpfalz-Kaserne in Germersheim. Auchfür die NATO und die amerikanischen Streitkräfte setzt der LBB im Auftrag des Bundes umfangreicheProjekte um, darunter ein US-Schulbauprogramm im voraussichtlichen Gesamtumfangvon mehr als 500 Mio. Euro.

Im gleichen Zehnjahreszeitraum sind für das Land Bau- und Sanierungsvorhaben im Umfangvon rund 600 Mio. Euro zu stemmen. Zu den größten Vorhaben zählen der Neubau der HochschuleKaiserlautern auf dem Campus Kammgarn mit 135 Mio. Euro, der Neubau für das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz (51,4 Mio. Euro) und der geplante zweite Bauabschnittder Hochschule Mainz für 67,3 Mio. Euro.

    

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