03. Januar 2016

Änderungen der EnEV zum 1. Januar 2016: Energie-Standard für Neubauten steigt ab 2016

Auf dem Weg zum EU-weiten Niedrigstenergiegebäude fordert die geltende EnEV 2014 ab 2016 noch effizientere Neubauten.

Seit Mai letzten Jahres gilt die aktuelle EnEV 2014, in der die nun geltende Verschärfung für Neubauten bereits integriert war. Eine EnEV 2016 gibt es nicht.
Der erlaubte Primärenergiebedarf sinkt ab dem 1. Januar 2016 um 25 Prozent (Jahres-Primärenergiebedarf des Referenzhauses multipliziert mit 0,75)  und der Wärmeschutz steigt um 20 Prozent.

Davon ist betroffen, wer ein neues Gebäude, Wohn- oder Nichtwohngebäude, erstellt und dafür

  • den Bauantrag ab 1. Januar 2016 einreicht,
  • die Bauanzeige ab dem 1. Januar 2016 einreicht,
  • bei genehmigungsfreien Vorgaben ab 1. Januar 2016 mit der Ausführung beginnt.


An die Änderungen angepasst, erneuert die KfW zum 01.04.2016 ihr Förderangebot im Programm „Energieeffizient Bauen“. Das seit 2009 von der KfW geförderte Effizienzhaus 70 wird dann dem gesetzlichen Mindeststandard bei Wohnungsneubauten entsprechen. Die Förderung dieses Standards im Programm „Energieeffizient Bauen“ wird daher zum 31.03.2016 auslaufen.

Weiter gültig bleiben die beiden Förderstandards KfW-Effizienzhaus 55 und 40. Zusätzlich führt die KfW ab dem 01.04.2016 das Effizienzhaus 40 Plus ein. Besonders an diesem neuen Standard ist, dass ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs unmittelbar am Gebäude erzeugt und gespeichert wird.
Dann gibt für das KfW-Effizienzhaus 55 ein vereinfachtes Nachweisverfahren, das „KfW-Effizienzhaus 55 nach Referenzwerten“. Bei diesem Effizienzhausstandard können die Sachverständigen aus standardisierten Maßnahmenpaketen für Gebäudehülle und Anlagetechnik wählen.

Ziel all dieser Maßnahmen ist die stärkere Fokussierung der Förderung auf Neubauten mit höheren energetischen Niveaus. MEHR