08. August 2018

Änderungen bei der Versicherungspflicht für freiberufliche Mitglieder

Mit Inkrafttreten der neuen Berufsordnung am 7. August 2018 werden nun auch Änderungen in Bezug auf die Berufshaftpflichtversicherung für freiberufliche Kammermitglieder wirksam:

Die Mindestdeckungssummen für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) wurde von 250.000 Euro auf 300.000 Euro angehoben.

Für Personenschäden bleibt es bei der Mindestdeckungssumme von 1,5 Mio. Euro, ebenso bleibt es dabei, dass die Mindestdeckungssummen im Schadensfalle mindestens zweimal im Jahr zur Verfügung stehen müssen. Klarstellend wurde zusätzlich noch aufgenommen, dass die Berufshaftpflichtversicherung eine durchlaufende Jahresversicherung sein muss. Objektversicherungen sind schon seit vielen Jahren nicht mehr ausreichend.

Die Vertreterversammlung hat diese Änderungen in ihrer Sitzung am 13. April 2018 so beschlossen. Eine Anhebung der Mindestversicherungssumme für sonstige Schäden erschien angesichts der heutzutage möglichen Schadenssummen notwendig. Viele Büros verfügen bereits heute schon über einen weitaus höheren Versicherungsschutz, um das Schadensrisikos ihrer Büros ausreichend abzusichern. All diejenigen, deren Versicherungssumme für sonstige Schäden noch unter 300.000 Euro liegt, werden gebeten, sich mit ihrem Versicherer in Verbindung zu setzen, um die Deckungssumme entsprechend anzupassen. Dies kann auch eine Gelegenheit sein, generell zu prüfen, ob der vorhandene Versicherungsschutz für die konkrete Situation noch ausreichend ist.

Die Neuregelung zur Berufshaftpflichtversicherung findet sich in § 11 (früher § 12) der Berufsordnung, die Sie hier nachlesen können.